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VW startet Elektro-Produktion in Spanien: "Eine neue Ära"
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Tagesschau Wirtschaft04.06.2026Automotive4 dk okumaGermany

VW startet Elektro-Produktion in Spanien: "Eine neue Ära"

Auf einen Blick

  • VW feiert Produktionsstart für zwei neue E-Modelle in Spanien, darunter der ID Polo.
  • Konzernchef Blume betont die Bedeutung der Elektromobilität für Europas Wirtschaft und fordert politische Rahmenbedingungen.
  • Spanien investiert stark in die Transformation.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Volkswagen is launching production of two new electric models, the Cupra Raval and ID Polo, at its Seat plant in Martorell, Spain. This move is part of a broader European strategy to electrify mobility and combat climate change, with Spain positioning itself as a key hub for electric vehicle manufacturing.

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Es waren große Worte, die der VW-Konzern diese Woche wählte zum Produktionsstart von zwei neuen Elektro-Modellen in Spanien. "Eine neue Ära der elektrischen Mobilität" beginne nun, war auf großen Videoflächen zu lesen, bevor die beiden neuen E-Autos von Volkswagen auf die Bühne im Werk Martorell bei Barcelona rollten. "Die Zukunft wartet nicht. Made in Spain - Europa elektrifizieren."

Im Werk der VW-Tochter Seat in Martorell werden künftig der neue Cupra Raval und der ID Polo gefertigt. Für den Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume ist es mehr als nur ein Produktionsstart. "Europa muss den Kampf gegen den Klimawandel fortführen und das als Schlüssel für den Erfolg unseres Wirtschaftsmodell ausnutzen", sagte der Konzernchef. "Die mangelnde Nachfrage kostet Milliarden. Die Industrie treibt die Innovation voran, die Politik muss den nötigen Rahmen dafür schaffen."

Blume verwies darauf, dass Spanien der zweitgrößte Autohersteller Europas ist - das Land liegt mit einer Jahresproduktion von über zwei Millionen Pkw weit vor Frankreich. Nur in Deutschland werden innerhalb der EU mehr Autos gebaut. Spanien gehe "voran mit grüner Energie und attraktiven Preisen, mit Fördergeldern und angemessenen Lohnkosten", lobte der VW-Chef.

Das Auto hat ähnlich wie in Deutschland auch in Spanien eine besondere Bedeutung - kulturell, vor allem aber wirtschaftlich. Rund zwei Millionen Arbeitsplätze hängen an der Autoproduktion, bei den Herstellern und bei Zuliefererbetrieben. Spaniens Regierung treibt bereits seit fast fünf Jahren einen umfassenden Umbau der Industrie voran. Mit Mitteln aus dem europäischen Wiederaufbaufonds fördert das Land nicht nur die Modernisierung der Werke, sondern auch den Bau von Batteriefabriken.

Spanien solle zu einem Zentrum in der Elektromobilität werden, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez zum Produktionsstart in Martorell: "Für mich als Regierungschef ist es ein Grund zum Stolz, Spanien an der Spitze der Entwicklung zu sehen. Mit unserem Förderprogramm für das vernetzte Elektroauto haben wir inzwischen vier Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt und damit Milliarden privater Investitionen angestoßen."

Die Strategie scheint aufzugehen: Nicht nur baut VW neue Modelle, es kommen auch neue Hersteller. Die chinesische, ehemals britische Marke MG will im nordspanischen Ferrol eine neue Fabrik errichten. Auch im Baskenland will man von der Elektromobilisierung profitieren.

Als sich vergangene Woche die europäischen Auto-Regionen im baskischen Bilbao getroffen haben, sagte der regionale Industrieminister Mikel Jauregi: "Die chinesischen Marken werden in Europa Autos produzieren und es sollen Autos mit Komponenten aus lokaler Produktion sein - in unserem Fall also chinesische Autos mit baskischen Teilen." Der Sektor sei für das Baskenland sehr wichtig, 40.000 Arbeitsplätze hingen hier davon ab.

Ein ganz besonderes baskisches Unternehmen ist dabei Ingeteam. Die 80 Jahre alte Firma entwickelt Leistungselektronik und Schnellladetechnik für Elektrofahrzeuge. Die Entwicklung der vergangenen Jahre sei enorm gewesen, sagt Estibaliz Aranburu von Ingeteam, sie spricht von Ladezeiten von nur noch einer Viertelstunde.

"Wir beschäftigen uns seit 15 Jahren mit Ladegeräten. Angefangen haben wir mit sehr langsamen Ladevorgängen. Damals lagen wir bei 22 Kilowatt, heute sind es bis zu 420 Kilowatt", so Aranburu. "Innovation bedeutet für uns aber nicht nur mehr Leistung, sondern auch, den gesamten Ladevorgang für den Nutzer einfacher zu machen."

Mehr als 40.000 Ladepunkte hat das baskische Unternehmen inzwischen in ganz Europa errichtet. Das größte Problem dabei sei gar nicht die Installierung. Lange Genehmigungsverfahren und die Netzanschlüsse verzögerten die Projekte enorm, klagt die Ingenieurin mit Blick auf unerledigte Hausaufgaben der Politik. Denn gerade Spanien braucht dringend mehr Ladesäulen.

"In Spanien sind viele Menschen stärker auf öffentliche Ladepunkte angewiesen als in anderen Ländern, weil sie keine Garage haben", so Aranburu. Zwar sei die Infrastruktur in den vergangenen Jahren stark gewachsen. "Entscheidend ist aber, entlang der großen Verkehrsachsen sichtbare Ladenetze aufzubauen, damit die Menschen diese Unsicherheit verlieren."

Diese Unsicherheit lässt sich an den Verkaufszahlen ablesen: Nur neun Prozent der im vergangenen Jahr in Spanien neu zugelassenen Autos hatten einen reinen Elektroantrieb. Viele Verbraucher zögern also - noch.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Spain will significantly increase its EV charging infrastructure in the coming years.

    Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig

  • The share of electric vehicles in new car registrations in Spain will increase substantially.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

  • More international (especially Chinese) manufacturers will establish production facilities in Spain.

    Möglich · Langfristig

Offene Fragen

  • What specific incentives are being offered by the Spanish government to boost consumer adoption of EVs?
  • What are the projected production volumes for the new electric models in Spain?
  • How will the new charging infrastructure plans address the specific needs of urban vs. rural populations in Spain?
  • What is the timeline for MG's new factory construction in Ferrol?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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