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WhatsApp vereitelt Spearphishing-Attacken der NSO Group
In Entwicklung
Spiegel Netzwelt09.06.2026Technik3 dk okumaGermany

WhatsApp vereitelt Spearphishing-Attacken der NSO Group

Auf einen Blick

  • WhatsApp hat Spearphishing-Attacken vereitelt, die der NSO Group zugeordnet werden.
  • Meta sieht darin einen Verstoß gegen eine gerichtliche Verfügung und kündigt rechtliche Schritte an.
  • Die NSO Group wurde 2019 von Meta verklagt und 2025 zu Schadensersatz verurteilt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

WhatsApp hat Spearphishing-Attacken vereitelt, die der NSO Group zugeordnet werden. Meta sieht darin einen Verstoß gegen eine gerichtliche Verfügung aus dem Jahr 2025, die der NSO Group untersagt, WhatsApp-Nutzer ins Visier zu nehmen. Die NSO Group wurde bereits 2019 von Meta verklagt.

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WhatsApp hat laut eigenen Angaben sogenannte Spearphising-Attacken vereitelt, die es der in Israel gegründeten und für ihre Spähaktionen berühmt-berüchtigten NSO Group zuordnet. Das geht aus einem Beitrag auf der Website von Meta hervor, der Mutterfirma von WhatsApp. Spearphising-Attacken sind Angriffe, bei denen Hacker – anders als etwa bei massenhaft und unpersonalisiert verschickten Betrugsnachrichten – bestimmte User gezielt ins Visier nehmen.

»Nach der Untersuchung von Nutzermeldungen konnten wir Social-Engineering-Versuche, die mit der NSO Group in Verbindung standen, erfolgreich vereiteln«, schreibt Meta. »Die Täter versuchten, Nutzer dazu zu verleiten, auf schadhafte Links zu klicken, um sie auf externe Websites außerhalb von WhatsApp weiterzuleiten.« Den Angaben zufolge hat Meta bei seinen Untersuchungen auch festgestellt, dass auf WhatsApp verdächtige Testkonten und -gruppen erstellt wurden. Diese seien vom Messengerdienst gelöscht worden.

Pikant macht den Fall seine Vorgeschichte. 2019 hatte Meta die NSO Group in Kalifornien verklagt, nachdem entdeckt worden war, dass die Softwarefirma ihre Spyware Pegasus über eine Schwachstelle unbemerkt auf Smartphones einschleusen konnte. (Mehr dazu, wie ein solcher Hack abläuft, lesen Sie hier.) Pegasus wurde unter anderem gegen Journalisten, Oppositionelle, Menschenrechtler und Aktivisten eingesetzt, 2021 hatte die US-Regierung die NSO Group auf eine schwarze Liste gesetzt.

Ein Verstoß gegen einen Gerichtsentscheid?

2025 durfte sich Meta über mehrere juristische Erfolge freuen: So sollte die NSO Group dem US-Konzern laut einer Jury-Entscheidung aus dem Mai 167 Millionen Dollar als Strafschadenersatz zahlen, jener Betrag wurde durch eine US-Bezirksrichterin im Oktober schließlich auf vier Millionen Dollar reduziert . Die Richterin wies die NSO Group jedoch über eine dauerhafte einstweilige Verfügung an, keine Angriffe auf WhatsApp mehr durchzuführen . »Das heutige Urteil verbietet dem Spyware-Hersteller NSO, WhatsApp und unsere Nutzer weltweit jemals wieder ins Visier zu nehmen«, verkündete damals WhatsApp-Chef Will Cathcart auf der Plattform X.

Die jetzt bekannt gemachten Angriffe sieht Meta nun als Verstoß gegen die Verfügung. Das Unternehmen kündigt daher an, einen Antrag auf Feststellung der Missachtung gerichtlicher Anordnungen zu stellen.

Will Cathcart äußerte sich auch dazu auf X und schrieb, die NSO Group verstoße weiter gegen US-Recht, »sieben Jahre, nachdem wir aufgedeckt haben, dass sie Journalisten und Akteure der Zivilgesellschaft ins Visier nehmen«. Ausländischen Spyware-Unternehmen dürfe es nicht gestattet sein, die private Kommunikation von Menschen zu gefährden. Die NSO Group hat auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters bisher nicht reagiert.

Spannungsreiche Wochen

Die Auseinandersetzung zwischen Meta und der Cybersicherheitsfirma flammt zu einer Zeit erneut auf, in der das Verhältnis zwischen den USA und Israel beim Thema Ausspähaktionen angespannt ist. So berichtete die »New York Times« dieses Wochenende , dass das Pentagon im Kontext der Verhandlungen mit Iran eine wachsende Spionagegefahr durch Israel sehe.

Die NSO Group wurde in Israel gegründet und hat dort ihren Hauptsitz. Im Herbst 2025 jedoch berichtete das Magazin »TechCrunch« auf der Basis von Äußerungen eines Firmensprechers, dass eine US-Investorengruppe die Mehrheit am Unternehmen übernommen habe . »TechCrunch« zitierte den Sprecher damals mit den Worten, dass die Firma weiterhin der Aufsicht und Regulierung durch die zuständigen israelischen Behörden unterliege, einschließlich des Verteidigungsministeriums.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Meta wird einen Antrag auf Feststellung der Missachtung gerichtlicher Anordnungen stellen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Es wird zu weiteren rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Meta und der NSO Group kommen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie viele Nutzer waren von den Spearphishing-Attacken betroffen?
  • Wird die NSO Group die gerichtliche Verfügung weiterhin missachten?
  • Welche Konsequenzen drohen der NSO Group bei weiterer Missachtung der Verfügung?
  • Wie reagiert die israelische Regierung auf die erneuten Vorwürfe gegen die NSO Group?

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This article was originally published by Spiegel Netzwelt.

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