WHO ruft Gesundheitsnotstand wegen Ebola aus – Warnungen vor AfD-Regierung
Auf einen Blick
- Die WHO hat wegen Ebola im Kongo und Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
- In der kongolesischen Provinz Ituri gibt es 80 Verdachtsfälle und 8 bestätigte Tote.
- In Deutschland warnen Innenminister vor einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. In der kongolesischen Provinz Ituri gab es bis Samstag 80 Tote mit Verdacht auf Ebola. Gleichzeitig warnen deutsche Landesinnenminister vor den Auswirkungen einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt, wo die Partei bei 41 Prozent liegt.
Wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Wochenende einen »internationalen Gesundheitsnotstand« ausgerufen. Dieser solle die Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren.
In der kongolesischen Provinz Ituri im Nordosten des Landes gab es bis Samstag 80 Tote, bei denen es einen Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung gibt, wie die WHO und das kongolesische Gesundheitsministerium angaben. Bei acht Toten sei das Ebolavirus im Labor bestätigt worden. Aus Ituri seien außerdem 246 Verdachtsfälle auf eine Erkrankung gemeldet worden.
Ob der aktuelle Ausbruch im Kongo mit der Epidemie vergleichbar ist, die zwischen 2014 und 2016 mindestens 11.000 Menschen getötet hat, erklärt die Wissenschaftsredakteurin der ZEIT, Elena Erdmann.
Mehrere Landesinnenminister warnen angesichts hoher Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt vor den Auswirkungen einer AfD-Regierung. Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte angekündigt, bei einem Wahlsieg 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu besetzen zu wollen.
Bei der nächsten Innenministerkonferenz im Juni wollen einem Bericht des Handelsblatts zufolge mehrere Landesminister über Vorkehrungen für den Fall einer Regierungsbeteiligung der AfD auf Landesebene sprechen. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt neu gewählt, knapp vier Monate vor der Wahl steht die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei im aktuellen Sachsen-Anhalt-Trend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap bei 41 Prozent.
Besonders radikale Änderungen könnte die AfD in Bildung und Wissenschaft vornehmen, wo eine Landesregierung weitgehend autonom entscheiden kann. Wie sich Schulen und Hochschulen in Sachsen-Anhalt dann verändern könnten, hat der stellvertretende Bildungsressortleiter der ZEIT, Anant Agarwala, recherchiert.
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Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die nächste Innenministerkonferenz wird Vorkehrungen für den Fall einer Regierungsbeteiligung der AfD auf Landesebene diskutieren.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Die AfD wird versuchen, nach einem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt Stellen in der Landesverwaltung neu zu besetzen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie wird die internationale Gemeinschaft auf den Gesundheitsnotstand reagieren?
- Welche konkreten Maßnahmen werden zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs ergriffen?
- Wie wird sich die AfD auf die Bildung und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt auswirken, falls sie Regierungsverantwortung übernimmt?
- Welche Vorkehrungen planen die Landesminister für den Fall einer Regierungsbeteiligung der AfD?

