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Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt weiter
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Spiegel Deutschland27.04.2026Defense2 dk okumaGermany

Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt weiter

Im ersten Quartal 2026 bereits 2656 Anträge – Höchststand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 könnte erreicht werden

Auf einen Blick

  • Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt weiter.
  • Im ersten Quartal 2026 stellten bereits 2656 Menschen einen Antrag, im gesamten Jahr 2025 waren es 3867.
  • Hintergrund sind die angespannte Sicherheitslage und das zum 1.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nach der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 wird nun mit dem neuen Wehrdienstgesetz ab 2026 eine verpflichtende Musterung für junge Männer eingeführt. Die Sicherheitslage wird als angespannt bewertet, Russland gilt als wachsende Bedrohung.

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Die Wehrdienstreform treibt weiter viele junge männliche Menschen in Deutschland um. Plötzlich scheint es gar nicht mehr so unwahrscheinlich, dass man(n) den Dienst an der Waffe antritt. Und so steigt laut einem Bericht auch die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland weiter an. Im ersten Quartal dieses Jahres hätten bereits 2656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtet die »Neue Osnabrücker Zeitung« unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA). Im gesamten Jahr 2024 hatten insgesamt 2998 Menschen einen solchen Antrag gestellt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Im Jahr 2025 gingen bei der Behörde 3867 Anträge ein, wie eine Sprecherin im Januar der »Augsburger Allgemeinen« mitteilte. Hält der Trend an, könnte die Zahl 2026 auf den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zusteuern. Hintergrund dürften die angespannte Sicherheitslage und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine sogenannte Bedarfswehrpflicht entscheiden. Parallel dazu gibt es aber auch eine Reihe von Menschen, die ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung widerrufen. Im vergangenen Jahr war das dem Bericht zufolge 781 Mal der Fall, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal. 260.000 oder mehr aktive Soldaten angepeilt In der vergangenen Woche hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Militärstrategie vorgestellt (mehr dazu hier). Darin hält der Minister an dem Ziel von mindestens 260.000 aktiven Soldaten fest, obwohl hochrangige Militärs angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland eine deutlichere Aufstockung gefordert hatten. Zusammen mit der Reserve solle die Truppe auf mindestens 460.000 Männer und Frauen anwachsen, sagte Pistorius am Mittwoch in Berlin. Ziel sei es, die stärkste konventionelle Armee in Europa zu werden. Die aktuelle Bedrohungslage erfordere strategische Klarheit. Im März hatte der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, eine noch höhere Zahl aktiver Soldatinnen und Soldaten verlangt: Diese solle »über 300.000« liegen. »Die Welt ist unberechenbarer geworden und, ja, man muss auch sagen, gefährlicher«, sagte Pistorius. Begleitet wird die Strategie von einem weiteren Papier, das die politischen Ziele in militärische Fähigkeiten übersetzt. Schwerpunkt der Militärstrategie ist es, Bedrohungen aus Russland zu begegnen. Das Land bewerte den Westen grundsätzlich als feindlich und stelle den Beitritt demokratischer Staaten zur Nato als Einkreisung dar. Eine Umkehr dieser Entwicklung sei für Moskau zentrales Ziel. Deutschland soll abwehrbereit werden, mit mehr Soldaten, neuer Technik: Zum ersten Mal bekommt die Bundeswehr eine Militärstrategie. Doch heikle Fragen bleiben offen. Mehr dazu hier.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung wird 2026 den höchsten Stand seit 2011 erreichen

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Bundestag könnte über Bedarfswehrpflicht entscheiden, wenn Zielkorridore verfehlt werden

    Möglich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wird der Zielkorridor von 260.000 aktiven Soldaten erreicht werden?
  • Wird eine Bedarfswehrpflicht notwendig?
  • Wie wird sich die Zahl der Kriegsdienstverweigerer weiter entwickeln?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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