
Opferverbände protestieren gegen mögliche Verlegung von Ratko Mladić nach Serbien
Fünf Opferverbände des Bosnienkriegs haben sich in einem Brief an die Präsidentin des Internationalen Mechanismus für Strafgerichtshöfe gegen eine mögliche Verlegung des zu lebenslanger Haft verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić nach Serbien ausgesprochen. Die Vertreter sehen darin eine »schwere Ungerechtigkeit« und eine weitere Erniedrigung für die Opfer. Mladić war 2011 in Serbien festgenommen worden und befindet sich nach einem Schlaganfall in »dramatisch schlechtem« Zustand. Sein Anwalt beantragte die vorläufige Haftentlassung zur Behandlung in Serbien.