Drohnensichtungen: 226 Vorfall 2025, 60 Mio. Euro Kosten
DLR-Analyse zeigt steigende Zahl von Drohnenstörfällen an deutschen Flughäfen
Quick Look
- 2025: 226 Drohnen-Vorfälle an deutschen Flughäfen, 60 Mio.
- Euro direkte Kosten, bis 160 Mio.
- Euro mit Folgekosten.
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Why It Matters
Drohnen stellen eine wachsende Herausforderung für die Flugsicherheit dar.
Die wachsende Zahl von Drohnensichtungen hat 2025 an deutschen Flughäfen zu hohen Zusatzkosten geführt. Das geht aus einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr 226 Drohnen-Vorfälle gemeldet. 116 davon führten zu Voll- und Teilsperrungen an 25 Flughäfen. Dadurch entstanden den Angaben nach geschätzte Kosten von 60 Millionen Euro. Wenn auch die Folgekosten aus Verzögerungen, gestörten Umläufen und Flugannullierungen berücksichtigt würden, steige der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro. 2024 hatte es laut DLR noch 118 gemeldete Störfälle aufgrund von Drohnen an deutschen Flughäfen gegeben. In neun Fällen sei es dadurch zu einer vollständigen Einstellung des Flugbetriebs gekommen. Flughafenbetreiber sind besonders betroffen Die Analyse zeigt: 70 Prozent aller Flugumleitungen aufgrund von Drohnensichtungen gingen 2025 auf umfangreiche Störfälle an Drehkreuzen wie München und Frankfurt am Main zurück. Im Oktober 2025 führten Drohnenüberflüge zu mehrtägigen Einschränkungen am Flughafen München. Rund 10.000 Passagiere waren betroffen. Im Juli 2025 kam es auch in Frankfurt zu einem großen Vorfall. Als Folgen der unautorisierten Drohnenflüge für die Airlines nennt das DLR Verzögerungen, Warteschleifen, aber auch Umleitungen und Betriebseinstellungen. Für die Airlines entstünden Folgekosten etwa durch längere Flugzeiten, zusätzlichen Kerosinverbrauch, Passagierbetreuung und Ersatzflüge. Die Flughäfen sind nach Angaben des DLR besonders von Annullierungen betroffen, weil diese zu Einnahmeausfällen bei den Entgelten führten. Oft sind es Piloten und Tower-Lotsen, die Drohnen in der Nähe von Flughäfen melden. Auch die Detektionssysteme der Bundespolizei liefern Hinweise. Zu höheren Fallzahlen könnten auch genauere Kontrollen beitragen. Zumeist bleibt ungeklärt, wer die Drohnen steuert. Neben Hobbypiloten vermuten die Behörden auch geheimdienstliche oder terroristische Hintergründe. Selbst ein Zusammenstoß mit einer Hobbydrohne kann Flugzeuge bei hoher Geschwindigkeit ernsthaft beschädigen. Im Umkreis von 1,5 Kilometern um Flughäfen sind Drohnenflüge gesetzlich verboten. Sie können mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren bestraft werden. Die Studie des DLR basiert auf Daten des Luftfahrt-Bundesamts. Das Institut forscht selbst an Technologien zur Entdeckung und Abwehr von Drohnen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Erhöhte Investitionen in Drohnen-Abwehrsysteme
Likely · Within months
Open Questions
- Wer steuert die Drohnen?
- Wie kann der Schaden minimiert werden?





