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Alan Greenspan, ehemaliger Fed-Chef, ist tot
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Die Zeit22.06.2026Business2 dk okumaGermany

Alan Greenspan, ehemaliger Fed-Chef, ist tot

En resumen

  • Alan Greenspan, der langjährige Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, ist im Alter von 100 Jahren gestorben.
  • Er leitete die Fed von 1987 bis 2006 und war bekannt für seine Politik niedriger Zinsen, die jedoch nach der Finanzkrise 2007/2008 kritisiert wurde.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Alan Greenspan war von 1987 bis 2006 Vorsitzender der US-Notenbank und eine Schlüsselfigur in der US-Wirtschaftspolitik. Seine Amtszeit war geprägt von Phasen des Wachstums, aber auch von Kritik nach der Finanzkrise 2007/2008.

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Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank, Alan Greenspan, ist tot. Das teilte die Federal Reserve (Fed) mit. Greenspan hatte die einflussreichste Zentralbank der Welt von 1987 bis 2006 geleitet und war damit der am zweitlängsten amtierende Chef der Fed. Er wurde 100 Jahre alt.

Zuvor hatten bereits mehrere Medien unter Berufung auf Greenspans Ehefrau Andrea Mitchell von seinem Tod berichtet. Demnach soll er an Komplikationen, die durch eine Parkinson-Erkrankung hervorgerufen wurden, gestorben sein.

Fed-Chef war prominenter Befürworter einer Politik niedriger Zinsen

Greenspan wurde 1926 in New York geboren und studierte Musik, ehe er an der Universität New York ein Wirtschaftsstudium begann. In seiner Jugend freundete er sich mit der libertären US-Autorin Ayn Rand an, die einen weitgehend unregulierten Kapitalismus befürwortete. Später leitete er eine Beratungsfirma und beriet die US-Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford, ehe ihn Ronald Reagan an die Spitze der Fed berief. Damit arbeitete er für oder während der Amtszeiten von insgesamt sechs US-Präsidenten.

Während des sogenannten Schwarzen Montags im Oktober 1987 war Greenspan erst wenige Monate Chef der Notenbank. Seine zurückhaltende Geldmarktpolitik in den Neunzigerjahren gilt als eine der Ursachen für die mit zehn Jahren zweitlängste Wachstumsphase der US-Wirtschaft zwischen 1991 und 2001. Greenspan hielt damals an niedrigen Zinssätzen fest, um Investitionen zu fördern, und widerlegte damit Befürchtungen, das würde zu hoher Inflation führen.

Während dieser Zeit und danach galt Greenspan wegen seines Amts und seiner Erfahrung als einer der einflussreichsten Banker der Welt. So löste eine Rede Greenspans 1996, in der er von einer »irrationalen Überschwänglichkeit« von Aktienkursen sprach, einen weltweiten Ausverkauf an den Börsen aus.

Weltfinanzkrise beschädigte Greenspans Ruf

Die Finanzkrise 2007/2008, die kurz nach Ende seiner Amtszeit begann, beschädigte jedoch das Ansehen des ehemaligen Notenbankchefs. Kritiker machten unter anderem das Vertrauen Greenspans in schwach regulierte Finanzmärkte und seine Politik niedriger Zinsen für die Krise verantwortlich.

Der Notenbanker räumte später ein, dass seine Annahme einer ausreichenden Selbstregulierung der US-Geschäftsbanken irrtümlich gewesen sei: In einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss sagte er 2008, er sei darüber »schockiert« gewesen, dass Banken die eigene Stabilität vernachlässigt hätten. Zudem gab er zu, die Immobilienblase in den USA, die die Finanzkrise mitverursacht hatte, lange unterschätzt zu haben – und damit auch die Folgen seiner Niedrigzinspolitik.

Preguntas abiertas

  • Wie wird sich die Wirtschaft ohne Greenspans Einfluss entwickeln?
  • Welche Lehren zieht die Fed aus Greenspans Politik?

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This article was originally published by Die Zeit.

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