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Alkoholverbot an Bahnhöfen: Ein richtiger Vorstoß
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FAZhace 15 horasPolítica2 min de lecturaGermany

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Ein richtiger Vorstoß

En resumen

  • Bahn-Chefin Evelyn Palla kündigt ein bundesweites Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen an.
  • Der Artikel befürwortet den Schritt zur Erhöhung der Sicherheit, trotz Bedenken bezüglich des Verlusts von Lebenskultur und Gerechtigkeitsfragen.
  • Die Durchsetzung erfordert mehr Sicherheitspersonal.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Bahn-Chefin Evelyn Palla hat ein bundesweites Alkoholverbot für Bahnhöfe angekündigt, um die Sicherheit zu erhöhen und aggressives Verhalten zu reduzieren.

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Es ist jammerschade: Ausgelassene Junggesellenabschiede, die Passanten einen Korn anbieten, oder Fußballfans, die den Sieg ihres Vereins friedlich mit einem Dosenbier feiern – all das wird in deutschen Bahnsteigen bald der Vergangenheit angehören.

Man muss sich die Welt nicht schön trinken, um in dem bundesweiten Alkoholverbot für Bahnhöfe, das Bahn-Chefin Evelyn Palla angekündigt hat, auch den Verlust eines Stücks Lebenskultur zu sehen. Oder, wem das zu hoch gegriffen ist, um wenigstens zu akzeptieren, dass es für andere ein Stück Lebenskultur sein kann.

Aber der Vorstoß der Bahn ist richtig. Gerade wer eine grundsätzliche Verbannung alkoholischer Getränke aus dem öffentlichen Raum verhindern will, sollte hier nicht widersprechen. Andernfalls geriete der öffentliche Alkoholkonsum insgesamt noch weiter in Misskredit.

Daran ändern auch die Bedenken von Innenminister Dobrindt nichts. Eine Entscheidung von solcher Tragweite mit wissenschaftlichen Studien zu untermauern, schadet gewiss nicht. Es wäre schon interessant zu erfahren, ob sich für die Bahnhöfe, für die schon jetzt ein Alkoholverbot gilt, ein signifikanter Rückgang der Gewalt feststellen lässt. Aber reichen in diesem Fall nicht Augenschein, gesunder Menschenverstand und die schon vorhandenen Studien zum Alkoholkonsum aus?

Die Eckdaten sind bekannt: Große Bahnhöfe sind in vielen Städten Hotspots der Kriminalität, und Gewalt in Zügen gehört zum Alltag. Alkoholkonsum fördert aggressives Verhalten. Und dass in Bahnhöfen und in deren unmittelbaren Umfeld mehr Alkohol konsumiert wird als an den meisten anderen Orten, ist offensichtlich.

Ebenso offensichtlich ist jedoch, dass der Alkoholkonsum nicht das einzige Problem in Bahnhöfen ist. Ausufernder Drogenkonsum und wachsende Verwahrlosung kommen hinzu. Aber auch das spricht nicht gegen ein Alkoholverbot. Letztlich dürfte der Erfolg des Verbots vor allem davon abhängen, ob es konsequent durchgesetzt werden kann. Dafür dürfte auf jeden Fall mehr Sicherheitspersonal nötig sein.

Schwerer von der Hand weisen lässt sich ein anderer Einwand. Das Gerechtigkeitsargument: Wer sich in der Kneipe oder im Restaurant im Bahnhof ein Fassbier oder einen Riesling leisten kann, der ist fein raus, denn das soll auch künftig erlaubt sein. Wem das Geld dazu fehlt, der ist zur Abstinenz verdammt. Es muss auch weiter öffentliche Plätze geben, an denen Alkoholkonsum keine Frage des Portemonnaies ist. Aber Bahnhöfe müssen nicht unbedingt dazu gehören.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Der Erfolg des Alkoholverbots wird von seiner konsequenten Durchsetzung abhängen.

    Probable · En meses

  • Mehr Sicherheitspersonal wird für die Durchsetzung des Verbots nötig sein.

    Muy probable · Corto plazo

Preguntas abiertas

  • Gibt es einen signifikanten Rückgang der Gewalt an Bahnhöfen mit bestehendem Alkoholverbot?
  • Wie kann das bundesweite Alkoholverbot konsequent durchgesetzt werden?

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This article was originally published by FAZ.

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