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Bildungsministerium legt „Demokratie leben“ neu auf – Projekte müssen sich strengeren Kriterien unterwerfen
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Spiegel Deutschland01.07.2026Política3 dk okumaGermany

Bildungsministerium legt „Demokratie leben“ neu auf – Projekte müssen sich strengeren Kriterien unterwerfen

En resumen

  • Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ wird überarbeitet.
  • Projekte zur Extremismusprävention müssen strengere Kriterien erfüllen und sich einer Vorabprüfung durch den Verfassungsschutz stellen.
  • Dies führt zu Unsicherheit bei vielen Trägern und potenziellen Mittelkürzungen.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ wird überarbeitet, was zu Sorgen bei Projekten der Extremismusprävention führt. Die Fördersumme soll effizienter eingesetzt werden, was strengere Kriterien und eine Vorabprüfung durch den Verfassungsschutz bedeutet.

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Als im März bekannt wurde, dass Bildungsministerin Karin Prien das Förderprogramm »Demokratie leben« überarbeiten will, war der Aufschrei groß. Vielen Projekten der Extremismusprävention drohten Mittelkürzungen oder gar das Aus. Nun hat das Bildungsministerium das Programm neu aufgelegt – und will Klarheit für die neuen Förderkriterien schaffen. Laut Prien soll die Fördersumme von derzeit gut 190 Millionen Euro im Jahr effizienter eingesetzt werden. Projekte müssen sich laut Förderaufrufen strengeren Vorgaben unterwerfen und sich auf eine Vorabprüfung durch den Verfassungsschutz gefasst machen.

Durch die Änderung läuft die Förderung von einer Reihe von Projekten zum Jahresende aus. Die Umstrukturierung führte zu heftiger Kritik, die SPD fühlte sich außerdem vom Koalitionspartner nicht ausreichend in den Prozess zur Neugestaltung eingebunden. Prien versicherte ihrerseits, aktuell unterstützte Projekte könnten sich unter der neuen Förderrichtlinie weiterhin um eine Förderung bewerben.

Mögliche Prüfung durch Verfassungsschutz

Das Familienministerium führte eine neue »Programmebene Bund« ein, in der sich bundesweit tätige Organisationen in den Bereichen Demokratiebildung und Extremismusprävention bewerben können. Gefördert werden sollen etwa Bildungsprojekte zum gesellschaftlichen Miteinander und zur demokratischen Teilhabe in Kitas, Schulen und Vereinen sowie zu Aufklärung und Vorgehen gegen Extremismus. Hier gehe es etwa um Rechts- und Linksextremismus, aber auch um islamistischen Extremismus, Antisemitismus und Antiziganismus.

Im bekannt gewordenen Förderaufruf für die neue »Programmebene Bund« sind mehrere Vorgaben an die Initiativen strenger als bisher. So dürfen sich etwa nur »juristische Personen mit anerkannter Steuerbegünstigung« bewerben. Sie müssen bis auf Ausnahmen zehn Prozent ihres Etats selbst aufbringen – eine sogenannte Co-Finanzierung.

Die Anwendung des Verfahrens beim Deutschen Buchhandlungspreis hatte im Frühjahr Kritik ausgelöst . Drei Buchläden war der Preis auf Grundlage des Haber-Verfahrens verwehrt worden. Kritiker beklagten, die Überprüfung sei intransparent. Es wurde nie bekannt, was gegen die Buchhandlungen vorliegt.

Neue Bereiche wie Radikalisierung im Netz und Medienkompetenz

Neu »Demokratie leben«-Programm sind zudem der eigenständige Programmbereich Digitaler Raum, in dem es um Radikalisierung im Netz und Medienkompetenz gehen soll, sowie das Sondervorhaben Integration und Teilhabe. Dieses widmet sich Projekten zu Chancengerechtigkeit und Dialog in der Einwanderungsgesellschaft.

Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen sorgen sich nun um ihre Finanzierung: Mit dem stärkeren Blick auf Schulen, Sportvereine und auch Bibliotheken könnte sich der Bund de facto anderer Partner entledigen, etwa der Amadeu Antonio Stiftung, HateAid oder des Medienunternehmens »Correctiv«. Alle sind von den drohenden Budgetkürzungen betroffen – und arbeiten zwar inhaltlich in der Extremismusprävention, aber nicht zwingend innerhalb der neuen Förderrichtlinien.

Das Bundesprogramm »Demokratie leben« gibt es seit 2015. Prien sagte kürzlich, es sei das »Recht jeder Regierung«, Förderrichtlinien zu ändern. Es gebe zudem keinen Anspruch auf eine Projektförderung. Kürzungen sind nicht vorgesehen.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen werden ihre Finanzierung verlieren oder stark einschränken müssen.

    Probable · En meses

  • Es wird weitere Kritik an der Transparenz der Verfassungsschutz-Prüfung geben.

    Probable · En semanas

Preguntas abiertas

  • Welche konkreten Projekte werden von Mittelkürzungen betroffen sein?
  • Wie transparent wird die Vorabprüfung durch den Verfassungsschutz sein?
  • Welche Rolle spielen die Co-Finanzierungsanforderungen für kleinere Organisationen?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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