Buckelwal "Timmy" nach Freisetzung in Nordsee wohl gestorben
En resumen
- Der Buckelwal "Timmy", der nach wochenlangem Stranden in der Ostsee in die Nordsee transportiert und freigesetzt wurde, ist offenbar kurz nach seiner Freilassung am 2.
- Mai gestorben.
- Daten eines Senders deuten darauf hin, dass das Tier bis zum 6. oder 7.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Ein mehrfach an Ostseeküsten gestrandeter Buckelwal wurde nach einer umstrittenen Transportaktion einer privat finanzierten Initiative in die Nordsee freigesetzt. Ein Sender sollte seine Bewegungen aufzeichnen. Der Wal war zuvor wochenlang vor der Insel Poel gelegen.
Die Freiheit in der Nordsee konnte der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal nicht lange genießen: Das Tier habe nach seiner Freisetzung am 2. Mai wohl nur noch bis zum 6. oder 7. Mai gelebt, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin. Darauf wiesen die ausgewerteten Daten des Senders hin, den das Tier zuletzt getragen hatte. Danach sei er mehr oder weniger gedriftet beziehungsweise das Signal sei abgebrochen.
Bis zu seinem Tod hatte der Buckelwal Backhaus zufolge etwa 215 Kilometer zurückgelegt – und war direkt wieder auf Kurs Richtung Ostsee. Dort war er Backhaus zufolge auch wieder langsamer geschwommen und auch nicht mehr so tief wie zuvor getaucht. Es sei traurig, wie es für das Tier ausgegangen ist. „Er hat die Chance nicht nutzen können“, sagte Backhaus.
Der Tracker hatte Backhaus zufolge bis zum 7. Mai Daten geliefert, darunter Wassertiefe, Temperaturen, Bewegungsabläufe und Geschwindigkeit. Alle Daten sollen noch der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden, hieß es. Die „Bild“-Zeitung berichtet von ingesamt mehr als 90.000 Daten, die der Tracker gesammelt habe.
Der Sender der Firma Wildlife Computers war an der Rückenfinne des geschwächten und beim Transport verletzten Tieres befestigt worden, kurz bevor es im Zuge der umstrittenen Transportaktion einer privat finanzierten Initiative ins offene Meer gesetzt wurde. Laut „Bild“ soll das Gerät 210 Gramm wiegen und laut Hersteller so konzipiert sein, dass es 490 Tage (rund 17 Monate) Daten senden und speichern könne.
„Bislang sind die ersten Tage ausgewertet. Es gab demnach an den ersten beiden Tagen Bewegungen und tiefe Tauchgänge, bis zu 150 Meter. Aber der für mich interessante Zeitraum, als Timmy gestorben ist, ist noch nicht ausgewertet“, zitiert die „Bild“ Millionärin Karin Walter-Mommert, die die Rettungsaktion finanziert hatte.
Der Wal hatte zuvor wochenlang vor der mecklenburgischen Insel Poel gelegen. Die Privatinitiative transportierte ihn mit einem Lastkahn Richtung Nordsee, etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt wurde er im Skagerrak am 2. Mai ausgesetzt.
Knapp zwei Wochen später, am 14. Mai, wurde der oft „Timmy“ genannte Buckelwal – ein Weibchen – tot an der dänischen Insel Anholt angespült. Wie lange er da schon tot war, konnte nicht gesagt werden.
Der Initiative zufolge waren anfangs zumindest einige Bewegungsdaten wie Tauchtiefen erfasst worden. Ortsdaten hatte das Gerät demnach nie geschickt, wohl, weil es vorab nicht wie eigentlich vorgesehen getestet und initialisiert wurde. Vitalzeichen im medizinischen Sinne wie Herz- oder Atemfrequenz erfasste der Sender gar nicht, dafür wäre spezielle Sensorik nötig gewesen.
Der schon stark verweste Kadaver des Wals wurde nach der Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.
Der schon stark verweste Kadaver des Wals wurde nach der Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.
Preguntas abiertas
- Was war die genaue Todesursache des Wals?
- Warum ist der Wal überhaupt in die Ostsee gelangt?
- Wurden die gesammelten Daten vollständig ausgewertet und veröffentlicht?
- War die Freisetzung in die Nordsee die richtige Entscheidung?




