Dax klettert auf Rekordhoch – Nato-Gipfel und Tanker-Angriff im Fokus
En resumen
- Der deutsche Leitindex Dax erreichte am Dienstag ein neues Rekordhoch.
- Anleger hoffen auf eine lockerere Zinspolitik der Fed und blicken auf starke Konjunkturdaten.
- Der Nato-Gipfel in Ankara und ein Tanker-Angriff in der Straße von Hormus stehen im Fokus.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Der Dax erreichte ein Rekordhoch, gestützt von Reformen und US-Arbeitsmarktdaten. Die deutsche Industrieproduktion stieg unerwartet stark. Ein Nato-Gipfel in Ankara und ein Tanker-Angriff in der Straße von Hormus dominieren die Schlagzeilen.
Düsseldorf. Der deutsche Leitindex startet am Dienstag kaum verändert in den Handel und notiert bei 25.779 Punkten. Am Montag war der deutsche Leitindex dank starker Konjunkturdaten den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch geklettert. In der Spitze stieg der Dax auf 25.900 Punkte. Den Handel schloss er kaum verändert bei 25.818 Zählern. Damit hat der deutsche Leitindex die nächste runde Marke von 26.000 Punkten im Blick.
Die seit Tagen anhaltende Euphorie der Anleger erklären sich Analysten vor allem mit der Umsetzung des Reformpakets der Bundesregierung sowie US‑Arbeitsmarktdaten. Der Arbeitsmarkt hatte sich im Juni überraschend abgekühlt und schürt damit Hoffnungen auf eine lockerere Zinspolitik der Federal Reserve.
Nach starken Zahlen zu Auftragseingängen am Montag blicken Anlegerinnen und Anleger auch heute auf Konjunkturdaten. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Mai stärker als erwartet hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,9 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem es im April bereits zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht hatte.
„Ein Lebenszeichen – aber noch kein Comeback“, kommentierte Ökonom Michael Herzum vom Fondsanbieter Union Investment die Entwicklung. „Die Stabilisierung ist noch kein Aufschwung.“ Der strukturelle Wettbewerbsverlust in den vergangenen Jahren habe die Produktion auf das Niveau von 2010 zurückgeworfen. Das zeige, wie tief die industrielle Aushöhlung reiche. „Die deutsche Industrie hat den Abwärtstrend gestoppt, aber der Weg aus der Krise führt nicht im Sprint nach oben, sondern im Schneckentempo“, betonte Herzum.
Zudem blicken Anleger heute nach Ankara, wo Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel erwartet werden. Im Mittelpunkt stehen die Unterstützung für die Ukraine und der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Auch die Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und den übrigen Verbündeten steht im Fokus.
Die europäischen Nato-Staaten wollen am Dienstag in Ankara Rüstungsgeschäfte im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar ankündigen, um vor dem Gipfeltreffen mit Trump ihre gestiegenen Verteidigungsausgaben zu demonstrieren. Die europäischen Regierungen wollen die Abkommen auf einem Forum der Nato-Verteidigungsindustrie bekanntgeben, bevor Trump zu dem Gipfel anreist.
Trump hatte zuvor erneut über die Höhe der Verteidigungsausgaben großer europäischer Partner wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien gelästert. Während des Irankrieges kritisierte der US-Präsident die ausgebliebene Solidarität einiger Alliierter.
Währenddessen ist in der Straße von Hormus ein Tanker vor der Küste des Omans nach dem Einschlag eines Geschosses in Brand geraten. Das teilte das britische Militär am frühen Dienstagmorgen mit. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens wurde das Schiff angegriffen, nachdem es Warnungen missachtet hat. Das meldete der Sender unter Berufung auf nicht genannte Quellen.
Dem Bericht zufolge transportierte der Tanker Flüssigerdgas aus Katar. Das Staatsfernsehen legte nahe, dass der Iran hinter dem Angriff stehe. Eine offizielle Bestätigung der iranischen Führung gab es zunächst nicht.
Die Ölpreise reagierten auf die jüngste Meldung. Die Nordseesorte Brent und das US-Öl WTI zur Lieferung im August legen jeweils um rund 1,3 Prozent zu und verteuern sich damit auf rund 73 Dollar beziehungsweise etwa 69 Dollar.
TKMS: Kanada setzt bei der Erneuerung seiner U-Boot-Flotte auf eine milliardenschwere Kooperation mit Deutschland und Norwegen. Dazu soll der Kieler Marineschiffbauer TKMS bis zu zwölf U-Boote liefern, wie Premierminister Mark Carney in Halifax vor seiner Abreise zum Nato-Gipfel in Ankara sagte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte die Entscheidung: „Dies ist ein großes, strategisches Vorhaben, das Kanada, Deutschland und Norwegen auf Jahrzehnte verbindet.“ Die kanadische Regierung setze damit vor dem Nato-Treffen ein starkes Zeichen der transatlantischen Zusammenarbeit.
Die Aktie des MDax-Unternehmens steigt um über drei Prozent. Am Vortag war sie zeitweise nach ersten Berichten über die Entscheidung um bis zu elf Prozent gestiegen. Der Aktienkurs des südkoreanischen Schiffbauers Hanhwa Ocean ist um fast 24 Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen den milliardenschweren Auftrag an den Kieler Marineschiffbauer verloren hatte.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Europäische Nato-Staaten kündigen Rüstungsgeschäfte im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar an.
Muy probable · En días
Preguntas abiertas
- Wer steckt hinter dem Tanker-Angriff?
- Wie wird Trump auf die Rüstungsgeschäfte reagieren?
- Wird sich die deutsche Industrie erholen?






