DAX zeigt sich zurückhaltend, Berichtssaison und Tech-Zahlen im Fokus
En resumen
- Der DAX agierte nach Vortagesgewinnen zurückhaltend, während Anleger die Berichtssaison mit GEA, Deutscher Börse, Tesla und Alphabet verfolgen.
- Halbleiteraktien erholten sich in den USA stark, doch Sorgen um den KI-Boom bleiben.
- Ölpreise steigen durch Nahost-Spannungen.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Nach Vortagesgewinnen agierte der deutsche Aktienmarkt zurückhaltend, während Anleger die laufende Berichtssaison und globale Entwicklungen beobachten.
Nach den Kursgewinnen am Vortag haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Morgen etwas zurückhaltend agiert. Der Leitindex DAX bewegte sich im frühen Handel kaum und notierte zuletzt 0,1 Prozent tiefer bei 24.992 Punkten. Gestern war der DAX noch mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent auf 25.011 Punkten aus dem Handel gegangen. Dies war zugleich das Tageshoch.
Investoren lenken ihre Aufmerksamkeit gerade verstärkt auf die Berichtssaison, die heute einige Hochkaräter zu bieten hat. Begonnen hat am Morgen der Anlagenbauer GEA, der mit einem überraschend starken zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen hat. Der Umsatz lag mit einem Plus von elf Prozent bei 1,44 Milliarden Euro, die Ebitda-Marge bei 17,4 Prozent. Zudem hob der DAX-Konzern seine Prognose für das laufende Jahr an.
Nach dem Frankfurter Börsenschluss berichtet dann die Deutsche Börse. Besonders interessant dürften am späten Abend die Quartalszahlen aus den USA sein. Nach dem Handelsende in New York legen dort die großen Tech-Unternehmen Tesla und Alphabet Zahlen vor, von IBM gibt es zudem detaillierte Geschäftszahlen.
Auch der Analogchipspezialist Texas Instruments öffnet seine Bücher. Sie gelten als Stimmungstest, nachdem die Quartalsergebnisse von Samsung und TSMC trotz kräftiger Gewinnsteigerungen mit Enttäuschung aufgenommen worden waren. Anleger befürchten, dass der KI-Boom, der die Chipindustrie aktuell noch beflügelt, bald abflaut. Texas Instruments hat für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen fünf und 5,4 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 1,77 bis 2,05 Dollar je Aktie prognostiziert.
Bereits am Vorabend war die KI-Euphorie in New York zurückgekehrt. Chip-Aktien wie Marvell, Arm und Intel stiegen im US-Handel um bis zu 8,6 Prozent. Im prozentual zweistelligen Bereich erholten sich Micron, Sandisk und Western Digital, die an der Spitze im Nasdaq 100 um knapp 19 Prozent zulegten. Damit verzeichnete der Branchenindex der Halbleiterwerte ein Plus von 5,2 Prozent.
Die deutliche Erholung bei Halbleiteraktien hat der Wall Street am Dienstag Gewinne beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher bei 52.225 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,9 Prozent auf 7.509 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,3 Prozent auf 25.837 Punkte.
Außerdem sorgten angehobene Jahresprognosen bei weiteren Einzelwerten für Kauflaune: Die Papiere des Spielzeugherstellers Hasbro gewannen 8,8 Prozent. Das Zahlenwerk von General Motors kam bei Anlegern ebenfalls gut an: Die Aktie des Autobauers stieg um 4,9 Prozent, nachdem der Zielkorridor für den erwarteten Jahresgewinn angehoben worden war. Noch überzeugender war die Quartalsbilanz des Mischkonzerns 3M, dessen Papier an der Dow-Spitze um 7,3 Prozent sprang. Die Titel von Danaher brachen dagegen um elf Prozent ein. Das Medizintechnikunternehmen hatte seine Erwartungen für das Kernumsatzwachstum gesenkt.
Derweil blenden Anleger weltweit die jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weitgehend aus. "Die Aktienmärkte ignorierten die geopolitischen Risiken und konzentrierten sich stattdessen auf die Renditen im Technologiesektor", schrieben die Analysten von Westpac.
Dabei treiben Sorgen vor weiteren Versorgungsunterbrechungen die Ölpreise erneut nach oben. Ein Fass der Nordseesorte Brent-Rohöl verteuert sich um rund zwei Prozent auf 92,85 Dollar. Der Preis für US-Rohöl WTI klettert um 1,9 Prozent auf 85,95 Dollar je Fass. Die Ölpreise nähern sich damit ihrem höchsten Stand seit sechs Wochen. US-Streitkräfte hatten in der elften Nacht in Folge iranische Militärziele angegriffen, während Öltanker im Roten Meer nach Warnungen vor Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz umkehrten.
Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Vor allem das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets soll dazu beitragen, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigt. Für 2026 hat Konzernchef Guillaume Faury rund 7,5 Milliarden im Auge. Airbus fahre die Produktion in allen Geschäftsbereichen hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury gestern anlässlich der Farnborough Airshow.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Airbus wird bis 2029 auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigen.
Muy probable · En años
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Airbus wird für 2026 rund 7,5 Milliarden Euro betragen.
Muy probable · En años
Preguntas abiertas
- Wie werden die Quartalszahlen von Tesla und Alphabet die Märkte beeinflussen?
- Wie lange wird der KI-Boom die Chipindustrie noch beflügeln?
- Wie entwickeln sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter?







