Depot schließt 66 Filialen nach zweitem Insolvenzantrag
En resumen
- Die Deko-Kette Depot schließt nach einem zweiten Insolvenzantrag im Mai 66 Filialen in Deutschland.
- Geschäftsführer Christian Gries nennt Zölle, Online-Konkurrenz und Kaufzurückhaltung als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
- Rund 330 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Depot hat bereits während und nach der Corona-Pandemie mit Schwierigkeiten gekämpft und nach einer Insolvenzanmeldung 2024 sein Filialnetz drastisch reduziert, wobei viele Beschäftigte ihren Job verloren haben.
Nach einem zweiten Antrag auf Insolvenz im Mai sollen bei 66 Filialen der Deko-Kette Depot die Türen für immer geschlossen werden. Das Unternehmen teilt mit, welche Standorte betroffen sind.
Der Einzelhändler Depot schließt in ganz Deutschland 66 Filialen. Das Handelsunternehmen GDC Deutschland GmbH hatte im Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt. Bereits im Jahr 2024 hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt - auch damals folgten etliche Filialschließungen.
Auf seiner Internetseite veröffentlicht das Unternehmen nun eine Liste der Filialen, die wegen des aktuellen Insolvenzverfahrens schließen müssen. Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. "Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind", sagt Depot-Geschäftsführer Christian Gries. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen.
Übrig bleiben damit laut Gries gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, da die Verhandlungen mit den Vermietern noch andauern. Etwa 330 Beschäftigte verlieren dem Geschäftsführer zufolge ihren Job. Dazu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten macht er keine Angaben.
Geschäftsführer nennt drei Gründe für Insolvenz
Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim ist vor kurzem erneut in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Im Mai dieses Jahres musste dann ein weiteres Insolvenzverfahren eröffnet werden. Als Gründe nennt Gries Zölle, die zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher: "Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise."
Depot hat vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte betrieben. Während und nach der Corona-Pandemie hatte die Kette mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach der Insolvenzanmeldung 2024 ist das Filialnetz drastisch auf noch gut 150 Geschäfte geschrumpft. Im Zuge dessen haben bereits viele Beschäftigte ihren Job verloren.
Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Händler in Deutschland fürchtet laut Ifo-Institut inzwischen um seine Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, was einen Rekordwert darstellt. Neben Depot haben auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz anmelden müssen. Die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Kette Hammer hat im Mai ihre letzten Filialen geschlossen.
Preguntas abiertas
- Wie viele Stellen in der Zentrale genau betroffen sind?
- Wie viele Filialen nach Verhandlungen mit Vermietern noch schließen werden?






