Ebola breitet sich in Zentralafrika aus – seltene Virusvariante ohne Impfstoff
En resumen
- Ebola breitet sich in DR Kongo und Uganda aus.
- 528 Verdachtsfälle und 132 Tote.
- Eine seltene Virusvariante ohne Impfstoff erschwert die Eindämmung.
Resumen generado por IA
Ebola breitet sich in Zentralafrika weiter aus und sorgt für wachsende Alarmstimmung. Besonders beunruhigend ist eine seltene Virusvariante ohne wirksamen Impfstoff oder Behandlung. 20.05.2026 - 11:09 Uhr Artikel anhören
Mitarbeiter einer Hilfsorganisation: Die WHO befürchtet sogar höhere Zahlen. Foto: Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa
Kapstadt. Bei einem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen 528 Verdachtsfälle und 132 vermutete Todesfälle. Die Ausbreitungsgefahr in Afrika gilt als hoch. Die WHO befürchtet eine wesentlich höhere Dunkelziffer, da vermutet wird, dass viele Fälle nicht gemeldet werden.
Der Großteil der Erkrankungen – 516 Verdachtsfälle und 131 Todesfälle – wurden im zentralafrikanischen Kongo gemeldet, wo der Ausbruch mutmaßlich in der dritten Aprilwoche begann. Im benachbarten Uganda gibt es laut WHO bislang 12 Verdachtsfälle und einen bestätigten Todesfall.
Ein im Kongo mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner wurde in der Nacht in einer Sonderisolierstation der Berliner Charité aufgenommen. Die US-Behörden baten die Bundesregierung wegen der kürzeren Flugzeit nach Deutschland um Hilfe.
Der Ebola-Ausbruch begann laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC in der nordöstlichen Provinz Ituri, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Es handelt sich um den insgesamt 17. Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976.
Der Ausbruch der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudämmen.
Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch der Zaire-Variante in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.
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dpa Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen




