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Eskalation in Nahost: Pentagon könnte Billionen-Budget bekommen – Huthis melden Attacken auf Öltanker
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Spiegel Auslandhace 4 horasPolítica3 min de lecturaGermany

Eskalation in Nahost: Pentagon könnte Billionen-Budget bekommen – Huthis melden Attacken auf Öltanker

En resumen

  • Die USA haben zum zwölften Mal Ziele in Iran angegriffen, während Präsident Trump Teheran als noch nicht bereit für einen Deal bezeichnete.
  • Das US-Repräsentantenhaus billigte ein drastisch erhöhtes Verteidigungsbudget von 1,15 Billionen Dollar.
  • Gleichzeitig drohte Iran den USA mit Vergeltung, und die Huthi-Miliz meldete Angriffe auf zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Die USA greifen seit zwölf Nächten Ziele in Iran an, während das US-Repräsentantenhaus ein massiv erhöhtes Verteidigungsbudget billigt. Gleichzeitig droht Iran den USA mit Vergeltung, und die Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer.

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Die USA haben die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen: Die neuen Attacken hätten um 17.30 Uhr US-Ostküstenzeit (1 Uhr Ortszeit in Iran) begonnen, erklärte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. Fünf Stunden später meldete Centcom, der Angriff sei beendet worden.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. »Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein«, sagte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren lässt.

Inmitten dieser anhaltenden Angriffe schuf das US-Repräsentantenhaus die Voraussetzungen für drastisch steigende Militärausgaben: Die Parlamentskammer verabschiedete ein Rahmenkonzept für die Verteidigungspolitik im Haushaltsjahr 2027 – das ein um 30 Prozent höheres Budget des Pentagon nach sich ziehen würde. 216 Abgeordnete stimmten dafür und 212 dagegen.

In dem Entwurf zum sogenannten National Defense Authorization Act (NDAA) sind für das kommende Haushaltsjahr Verteidigungsindustrie-Programme, Gehälter für Streitkräfte und andere Pentagon-Projekte aufgeführt, die annähernd 1,15 Billionen Dollar (rund 1 Billion Euro) kosten dürften. Im jetzigen Haushaltsjahr, das noch bis Ende September läuft, waren 883 Milliarden US-Dollar (773 Milliarden Euro) per NDAA autorisiert worden.

Das Gesetz muss nun noch vom Senat gebilligt werden. Ob es dazu kommt, ist unklar.

Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran »bombardieren und zerstören«, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt, schrieb er auf Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.

Iran kündigte für diesen Fall Vergeltung an: »Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge«, schrieb Außenminister Abbas Araghchi bei X. »Jede Aggression gegen Iran, einschließlich unserer Infrastruktur, wird eine mächtige und entschiedene Antwort erzwingen.« Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel angesehen.

Der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte bei X, es gehe in diesem Krieg um alles oder nichts. Er drohte zudem: Wenn Iran sein Öl nicht verkaufen könne, werde niemand sonst in der Region sein Öl verkaufen können. Und: Wenn die Sicherheit Irans nicht gewährleistet sei, werde keine Infrastruktur sicher sein.

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen griff derweil eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker an. Die Schiffe mit den Namen »Encelia« und »Layla« hätten eine von der Miliz verhängte Seeblockade verletzt, hieß es zur Begründung. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden, berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus.

Aus Saudi-Arabien hieß es bisher lediglich, die »Encelia« sei auf ihrer Fahrt im Roten Meer angegriffen worden. Im vorderen Teil des Tankers sei ein Brand ausgebrochen, so die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Es gebe keine Verletzten.

Etwa zeitgleich mit der Huthi-Mitteilung meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) einen Zwischenfall im Roten Meer: Die Besatzung eines Tankers habe Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe. Die Besatzung bekämpfe den Brand, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien.

Ob die beiden Mitteilungen sich auf denselben Vorfall beziehen, ist unklar.

Die Huthis hatten am Montag eine »Blockade« für saudi-arabische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland des Jemen, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt.

Die Huthis kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Irankrieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer (mehr dazu hier).

US-Präsident Trump hatte die Huthi-Miliz am Dienstag davor gewarnt, saudi-arabische Häfen zu blockieren. »Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern«, sagte er.

Der Irankrieg eskaliert wieder – da billigen die USA ein Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien. Das Königreich ist der Erzfeind der Ajatollahs und kann jubeln. Israel war zumindest offiziell nicht eingebunden. Wird Saudi-Arabien jetzt Atommacht?

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Der US-Senat wird über das erhöhte Verteidigungsbudget abstimmen.

    Probable · En semanas

  • Die Spannungen im Roten Meer werden aufgrund der Huthi-Angriffe und der US-Warnungen wahrscheinlich anhalten.

    Probable · En semanas

Preguntas abiertas

  • Beziehen sich die UKMTO-Meldung und die Huthi-Meldung auf denselben Vorfall?
  • Wird der US-Senat das erhöhte Verteidigungsbudget billigen?
  • Wie werden die USA auf die Huthi-Angriffe reagieren?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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