Eurowings to Expand Berlin Operations Amid Ryanair Withdrawal
En resumen
- Ryanair is withdrawing its aircraft from Berlin Airport (BER) and halving its flight schedule due to high costs.
- Eurowings plans to fill the gap by stationing two additional aircraft at BER, increasing its fleet to eleven jets and taking over routes previously served by Ryanair.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Ryanair is withdrawing its aircraft from Berlin Airport (BER) and halving its flight schedule due to high location costs. This decision will lead to significant revenue losses for BER. Eurowings, a Lufthansa subsidiary, is considering expanding its operations at BER to fill the gap left by Ryanair.
Für den Flughafen in der deutschen Hauptstadt Berlin (BER) war es ein weiterer Rückschlag. Ende April kündigte die Führung der irischen Fluggesellschaft Ryanair an, alle sieben dort stationierten Flugzeuge zum Winterflugplan (ab Ende Oktober) abzuziehen. Bedient wird der BER nur noch mit Jets, die anderswo stationiert sind. Die Zahl der Flüge in Berlin wird um die Hälfte gekürzt. Als Grund nannte Ryanair zu hohe Standortkosten.
Dem BER fehlen damit Einnahmen. Nachdem schon wegen des Irankriegs wichtige Nahoststrecken weggefallen sind, rechnet das BER-Management mit einem Minus in Millionenhöhe. Doch es gibt wieder Hoffnung, denn der Lufthansa-Ableger Eurowings möchte sein Angebot in Berlin aufstocken, wie das Handelsblatt erfuhr.
Demnach sollen dort zwei zusätzliche Flugzeuge stationiert werden. Damit würde die Flotte am BER auf elf Jets wachsen. So viele Flugzeuge hat auch Easyjet dort stehen, bislang die größte Airline am Hauptstadtflughafen. Ein Sprecher von Eurowings verwies auf eine für Mittwoch geplante Mitteilung.
Den Informationen aus dem Umfeld von Eurowings zufolge will die Fluggesellschaft mit den zusätzlichen Flugzeugen zum einen die Zahl der täglichen Flüge (Frequenzen) zu bestimmten Zielen erhöhen. Dazu zählen zum Beispiel Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa. Zum anderen will das Unternehmen aber auch ausgewählte Strecken übernehmen, die Ryanair ab Ende Oktober komplett aus dem Angebot nehmen will.
Bekannt ist bisher, dass der irische Billiganbieter ab dem kommenden Winter die Ziele Bologna, Pisa und Tallinn nicht mehr ansteuern wird. Weitere Details hat das Management noch nicht genannt. Zumindest das Ziel Bologna will nun Eurowings in sein Angebot aufnehmen. Ob weitere Strecken von Ryanair in den Flugplan von Eurowings kommen werden, ist offen. Im Juli werde das Management um CEO Max Kownatzki darüber entscheiden, heißt es im Umfeld des Unternehmens.
Kownatzki hat die Eurowings-Führung Anfang Februar von Jens Bischof übernommen. Bischof hat die Fluggesellschaft, die viele Jahre Verluste schrieb, zu einer der Ertragssäulen im Passagiergeschäft der Lufthansa-Gruppe gemacht. Der Manager ging dabei ins Risiko.
So startete Eurowings Flüge von Berlin in den Nahen Osten, zunächst nach Dubai, dann nach Dschidda in Saudi-Arabien. Das sind für eine auf die Kurz- und Mittelstrecke konzentrierte Airline recht lange Flüge. Aber sie waren bis zum Kriegsbeginn Ende Februar stark gefragt. Auch führte Bischof einen eigenen Businessclass-Sitz ein, in Flugzeugen für mittellange Strecken eine ungewöhnliche Bestuhlung.
Kownatzki will diese Strategie offenbar fortsetzen. Denn auch seine Entscheidung, die Lücken von Ryanair in Berlin zum Teil zu füllen, ist riskant. Schließlich kämpft auch der Lufthansa-Ableger mit den Rahmenbedingungen, die Ryanair zum Rückzug bewogen haben: hohe staatliche Gebühren etwa für die Flugsicherung oder die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. Dazu kommt die Luftverkehrsabgabe, die in Deutschland gilt.
Einerseits sehe Kownatzki das Potenzial für Wachstum in Berlin, heißt es im Eurowings-Umfeld. Das habe etwa der Erfolg der Strecken in den Nahen Osten gezeigt. „Wir übernehmen langfristig Verantwortung für den Standort Berlin“, sagte Kownatzki Ende Februar bei einem Branchentreffen in Berlin.
Andererseits sei für den Eurowings-Chef klar, dass der Ausbau des Netzes und Angebots in Berlin nur dann nachhaltig erfolgreich sein werde, wenn die Politik die Standortkosten wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau senke, ist aus Eurowings-Kreisen zu hören. Soll heißen: Es gibt keine Garantie, dass der Ausbau dauerhaft ist.
Die Branche klagt seit Jahren über die gestiegenen Kosten in Deutschland. Seit 2019 haben sich diese verdoppelt. Die Folge: Vor allem das innerdeutsche Netz schrumpft massiv. Dort fallen die Gebühren sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug an. Angesichts der niedrigen Margen auf der Kurzstrecke ist das in der Regel nicht wirtschaftlich. Deshalb haben sich Ryanair und Easyjet schon vor längerer Zeit aus dem innerdeutschen Verkehr zurückgezogen. Easyjet hatte in Berlin zu Spitzenzeiten 36 Flugzeuge stationiert. Auch Marktführer Lufthansa hat das inländische Netz zusammengestrichen.
Zwar soll die bislang letzte Erhöhung der Luftverkehrsabgabe rückgängig gemacht werden. Doch es braucht nach Ansicht der Airlinemanager mehr, um den Luftverkehr in Deutschland wieder wachsen zu lassen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) schätzt, dass die Fluggesellschaften nach einer kompletten Abschaffung der Luftverkehrsabgabe bis zu 60 zusätzliche Jets im Land stationieren würden. Geschätzte Wertschöpfung: vier Milliarden Euro.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Eurowings will announce specific route additions and takeovers from Ryanair's schedule in July.
Probable · En semanas
The German government will consider measures to reduce aviation costs, such as lowering air traffic taxes.
Posible · En meses
Preguntas abiertas
- Which specific routes, besides Bologna, will Eurowings take over from Ryanair?
- What is the exact financial impact of Ryanair's withdrawal on BER?
- What specific measures will the German government take to address airline concerns about location costs?
- Will Eurowings' expansion be sustainable given the current cost environment?





