Gorleben-Zwischenlager: Antrag auf 20 Jahre längere Atommüll-Lagerung
En resumen
- Der Betreiber des Zwischenlagers Gorleben beantragt eine 20-jährige Verlängerung der Lagerung von Atommüll bis 2054.
- Kritiker bemängeln mangelnde Bürgerbeteiligung und Sicherheitsbedenken.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Der Betreiber des Zwischenlagers Gorleben beantragt eine Verlängerung der Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll um 20 Jahre, da ein Endlager erst Mitte des Jahrhunderts feststehen soll und die aktuelle Genehmigung 2034 ausläuft.
Der Betreiber des Zwischenlagers Gorleben will Ende des Monats einen Antrag stellen, um die Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll um weitere 20 Jahre zu verlängern. Mit dem Einreichen des Antrags beim Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung starte acht Jahre vor dem Auslaufen der Genehmigung das atomrechtliche Verfahren, teilte die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) mit.
Hintergrund ist, dass der Standort für ein Endlager erst Mitte dieses Jahrhunderts feststehen soll. Zudem läuft die Genehmigung für den befristeten Standort im Wendland 2034 aus. Mit der Verlängerung soll die Anlage also bis 2054 in Betrieb sein können.
»Wir werden den Antrag auf die bereits eingelagerten 113 Behälter und deren Inventar beschränken und diese hier so lange sicher aufbewahren, bis wir sie an das Endlager abgeben können«, sagte Standortsprecher Tristan Zielinski. »Damit greifen wir auch einen Impuls aus der öffentlichen Diskussion im Landkreis auf und unterstreichen, dass weitere Einlagerungen von hoch radioaktiven Abfällen in Gorleben nicht erfolgen werden.«
Vorwurf der mangelnden Bürgerbeteiligung
Man schaffe damit außerdem die Möglichkeit, die Sicherheit der Zwischenlagerung unabhängig von den ohnehin kontinuierlichen Überprüfungen in kurzen Zeitabständen nachzuweisen, sagte Stefan Weber, Leiter der BGZ-Genehmigungsabteilung. Gleichzeitig könne man Forschungsergebnisse engmaschiger berücksichtigen.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kritisierte das Vorgehen des Gorleben-Betreibers. Dass der Antrag auf längere Zwischenlagerung dort auf 20 Jahre befristet sei, habe »nur auf den ersten Blick Charme«, sagte der Sprecher der Initiative, Wolfgang Ehmke. »Der notwendige Betrachtungshorizont von Hundert Jahren Sicherheit wird schlicht unterlaufen, am Ende müssen die Behälter noch transportfähig sein.« Er kritisierte auch, dass mit der Verlängerung an dem jetzigen Gebäude festgehalten werde, das jedoch nicht gegen Vorfälle wie Drohnenangriffe gewappnet sei.
Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Martin Donat, warf dem Betreiber mangelnde Beteiligung der Zivilgesellschaft vor. Diese sollte demnach im Rahmen der Statuskonferenz an diesem Dienstag in Berlin gehört werden. Die Initiative kündigte deshalb einen Protest vor der Veranstaltung an.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Die Bürgerinitiative wird bei der Statuskonferenz protestieren.
Muy probable · En días
Preguntas abiertas
- Wann wird ein Endlagerstandort endgültig festgelegt?
- Wie wird die Sicherheit des Zwischenlagers über 100 Jahre gewährleistet?
- Werden die Sicherheitsbedenken bezüglich Drohnenangriffen adressiert?



