Inflation in der Eurozone steigt im Juli auf 2,9 Prozent
En resumen
- Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im Juli um 2,9 Prozent im Jahresvergleich, wie Eurostat mitteilte.
- Energiepreise waren der größte Treiber, während Experten eine weitere EZB-Zinserhöhung im September erwarten.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Verbraucherpreise in Deutschland zogen im Juli deutlich an, während der Anstieg in der Eurozone geringer ausfiel, aber die EZB ihr Stabilitätsziel von 2,0 Prozent weiter verfehlt.
Nachdem die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli deutlich angezogen haben, fällt der Anstieg in der Eurozone währenddessen geringer aus. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli um durchschnittlich 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Der Anstieg war von Experten so erwartet worden.
Damit liegt sie auf einem ähnlichen Niveau wie die Teuerungsrate in Deutschland. Nach dem Ende des Tankrabatts stieg sie im Vergleich zum Vorjahresmonat sprunghaft von 2,3 Prozent im Juni auf 2,8 Prozent im Juli. Die Inflation in der Eurozone lag bereits im Juni bei 2,8 Prozent.
Energie treibt Inflation besonders
Zuletzt hatte das Wiederaufflammen des Iran-Krieges die Ölpreise erneut nach oben getrieben, was die Verbraucher auch an der Tankstelle zu spüren bekamen. Die Energiepreise machten mit einem Anstieg von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat den größten Treiber aus.
Der Anstieg bei Serviceleistungen lag bei 3,3 Prozent, während der Anstieg der Lebensmittelpreise im Euroraum mit 1,2 Prozent eher gering ausfiel.
Am höchsten war die Inflationsrate im Jahresvergleich in Litauen (5,6 Prozent), Bulgarien (4,1 Prozent) und Zypern (4,0 Prozent). Am geringsten fiel der Anstieg des Preisniveaus in Estland (2,0 Prozent), Malta (2,1 Prozent) und Frankreich (2,4 Prozent) aus.
Reaktion der EZB erwartet
Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt genau auf die Teuerungsrate im Euroraum, die sich nunmehr weiter von ihrem Stabilitätsziel von 2,0 Prozent entfernen dürfte. Die Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgenommen bleiben, lag bei 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diesen Wert verfolgt die EZB besonders genau, weil er die zugrundeliegenden Inflationstrends gut anzeigt.
Bei ihrer Sitzung im Juli entschloss sich die EZB noch dagegen, den Leitzins nach der der ersten Anhebung in drei Jahren direkt erneut zu erhöhen. "Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen", begründete sie die Entscheidung nach der Ratssitzung.
Weitere Zinsanhebung erwartet
Dass die EZB den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung im September anheben wird, gilt unter vielen Volkswirten als wahrscheinlich. Je länger der Iran-Krieg anhalte, desto mehr würden Unternehmen die höheren Kosten an die Verbraucher weitergeben, so Jörg Krämer, der Chefsvolkswirt der Commerzbank. Zudem lägen die langfristigen Inflationserwartungen über dem Zwei-Prozent-Ziel. "Eine EZB-Zinserhöhung nach der Sommerpause ist überfällig."
"Für eine signifikante Verbreiterung des Inflationsdrucks gibt es weiterhin wenig Anhaltspunkte. Die Daten der EZB weisen auf einen stabilen Tariflohnausblick hin und die Absatzpreiserwartungen der Unternehmen haben sich reduziert", sagt hingegen Stephanie Schoenwald, Konjunkturexpertin bei KfW Research. Nach einer Zinserhöhung im September rechne sie damit, "dass es keine weitere geldpolitische Straffung geben wird".
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
EZB wird Leitzins bei nächster Sitzung im September anheben.
Probable · En meses
Nach September wird es keine weitere geldpolitische Straffung geben.
Especulativo · Medio plazo
Preguntas abiertas
- Wie stark wird die EZB den Leitzins im September anheben?
- Wie lange wird der Iran-Krieg die Ölpreise beeinflussen?
- Wie entwickeln sich die langfristigen Inflationserwartungen?







