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Italo plant Markteintritt im deutschen Fernverkehr ab April 2028
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Heise Online04.05.2026Business2 dk okumaGermany

Italo plant Markteintritt im deutschen Fernverkehr ab April 2028

Italienischer Hochgeschwindigkeitsbetreiber will mit 30 Siemens-Zügen und 3,6 Milliarden Euro Investition der Deutschen Bahn Konkurrenz machen

En resumen

  • Der italienische Hochgeschwindigkeitsbetreiber Italo plant seinen Markteintritt im deutschen Fernverkehr ab April 2028.
  • Das Unternehmen von Ex-Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo will 30 Velaro-Züge von Siemens einsetzen und insgesamt 3,6 Milliarden Euro investieren.
  • Geplant sind 56 Verbindungen im Stundentakt zwischen München, Köln und Dortmund sowie alle zwei Stunden zwischen München, Berlin und Hamburg.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Italo wurde 2006 gegründet und hat sich in Italien als Konkurrenz zur staatlichen Eisenbahn positioniert. Der Markteintritt in Deutschland folgt dem erfolgreichen italienischen Modell, wo die Fahrgastzahl seit 2008 um 500% stieg und die Preise um etwa 40% sanken.

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Der italienische Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen, Italo, will ab April 2028 in den deutschen Fernverkehr einsteigen und damit der Deutschen Bahn Konkurrenz machen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, will das Unternehmen zunächst 30 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Velaro von Siemens einsetzen und investiert in das Projekt 3,6 Milliarden Euro. Dahinter steckt der ehemalige Ferrari-Chef und Italo-Gründer Luca Cordero di Montezemolo.

Gegenüber der FAZ schildert der 78-jährige di Montezemolo, dass mit den 30 Zügen insgesamt 56 Verbindungen angeboten werden sollen: So plane man Fernverbindungen im Stundentakt zwischen München, Köln und Dortmund. Zudem sollen alle zwei Stunden Züge zwischen München, Berlin und Hamburg verkehren. Der Betrieb der Züge soll über eine neu gegründete Firma Atrium SE organisiert werden. Geplant sei ein eigenständiges Unternehmen unter deutscher Führung. Bestandteil der Investition in Deutschland sei ein über 30 Jahre laufender Wartungsvertrag mit Siemens. Durch die Neugründung stellt der Manager 2500 neue Arbeitsplätze in Service und Betrieb in Aussicht. Dazu gehöre außerdem die Beteiligung von mehr als 5000 Industriearbeitern an der Zugproduktion, die in erster Linie in Nordrhein-Westfalen erfolgen soll. Die ersten Einstellungen könnten bereits im Juni 2026 erfolgen, heißt es.

Das 2006 gegründete private Verkehrsunternehmen Italo, das 2012 den Betrieb aufnahm, hat sich einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge als Konkurrenz zum Monopolisten der italienischen Staatsbahn positioniert. Das Resultat der Liberalisierung: die Zahl der Fahrgäste sei seit 2008 um 500 Prozent gestiegen; seit dem Markteintritt von Italo seien die Ticketpreise im Schnitt um etwa 40 Prozent gesunken. „Heute ähnelt der deutsche Markt stark dem italienischen Markt vor dem Wettbewerb. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir erheblich zur Verbesserung des Bahnverkehrs beitragen könnten“, sagte di Montezemolo der FAZ.

Das Gelingen des Vorhabens hängt maßgeblich von langfristigen Trassenzugängen ab, die von der DB InfraGO AG vergeben werden, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn. Die Trassen werden normalerweise jährlich vergeben, Italo fordert mit Verweis auf die hohen Investitionen eine langfristige Perspektive – konkret Rahmenverträge mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren.

Derweil stellt sich der Fernbus- und Zugbetreiber Flix gegen den Markteintritt des italienischen Unternehmens. Flix gilt derzeit als einer der größten Konkurrenten der Deutschen Bahn im Personenverkehr auf der Schiene. Gründer André Schwämmlein sagte gegenüber der Stuttgarter Zeitung, dass er zwei Anbieter im deutschen Fernverkehr für ausreichend halte. Derzeit bietet FlixTrain eine kleine Flotte gebrauchter Fernzüge in Deutschland an. Im Mai 2025 kündigte das Unternehmen aber einen milliardenschweren Rahmenvertrag über bis zu 65 neue Fernzüge mit dem spanischen Hersteller Talgo an. Die ersten Züge sollen 2028 starten.

Weitere Konkurrenz zur Deutschen Bahn hatte sich schon im November vergangenen Jahres angedeutet: Die italienische Staatsbahn denkt auch über den Einstieg ins Fernverkehrsgeschäft in Deutschland nach.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Italo wird langfristige Trassenverträge mit DB InfraGO anstreben

    Muy probable · En meses

  • Weitere Wettbewerber könnten in den deutschen Fernverkehr einsteigen

    Probable · En meses

Preguntas abiertas

  • Werden die langfristigen Trassenverträge von DB InfraGO genehmigt?
  • Wie wird die Deutsche Bahn auf den Wettbewerb reagieren?
  • Wird Trenitalia tatsächlich in den deutschen Markt einsteigen?

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This article was originally published by Heise Online.

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