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Ölpreise steigen nach US-Schlägen gegen Iran – Asiatische Märkte fallen
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Ölpreise steigen nach US-Schlägen gegen Iran – Asiatische Märkte fallen

En resumen

  • Nach neuen US-Militärschlägen gegen Iran sind die Ölpreise um rund vier Prozent gestiegen.
  • Die erneute Eskalation im Persischen Golf schürte Sorgen vor Lieferengpässen.
  • Asiatische Finanzmärkte reagierten mit deutlichen Kursverlusten.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Nach einer neuen Welle von US-Militärschlägen gegen Iran sind die Ölpreise gestiegen und asiatische Finanzmärkte gefallen. Der Konflikt um die Straße von Hormus hat sich nach gegenseitigen Angriffen erneut gefährlich zugespitzt.

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Nach einer neuen Welle von US-Militärschlägen gegen Iran sind die Ölpreise am Morgen gestiegen. Sie legten um rund vier Prozent zu, der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf 79,11 Dollar. US-Leichtöl verteuerte sich auf 74,37 Dollar. Die erneute Eskalation des Konflikts im Persischen Golf schürte Sorgen vor Lieferengpässen.

Am Wochenende hatte sich der Konflikt um die Straße von Hormus nach gegenseitigen Angriffen der Vereinigten Staaten und Iran erneut gefährlich zugespitzt. Bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche bombardierte das US-Militär Ziele entlang der iranischen Südküste. Als Reaktion attackierten Irans Streitkräfte US-Ziele in Jordanien und den Golfstaaten und erklärten die Meerenge erneut für gesperrt, was die globalen Inflationsrisiken erneut befeuerte.

US-Präsident Donald Trump widersprach am Sonntag und sagte mit Blick auf die Straße von Hormus in der NBC-Sendung Meet the Press: "Sie ist offen". Gespräche über eine diplomatische Lösung für die künftige Verwaltung der Meerenge endeten am Samstag ohne Durchbruch. Am Sonntag durchfuhren nach Daten des Schiffsverfolgungsdienstes Kpler nur sechs Schiffe die Meerenge, die niedrigste Zahl seit fünf Wochen.

Die steigenden Ölpreise belasten am Morgen bereits die asiatischen Finanzmärkte: Der japanische Leitindex Nikkei fiel um 1,6 Prozent, während der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans um 0,9 Prozent sank. Der südkoreanische Markt, der zuletzt stark war, fiel um 5,4 Prozent.

Der jüngst wieder etwas entspanntere Blick der Anleger auf die Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran dürfte sich heute also eintrüben. Aktuell ist Analyst Ulf Krauss von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) noch recht zuversichtlich gestimmt. Anleger könnten dem Experten zufolge auf ein bekanntes Muster setzen: Mit dem erratischen Führungsstil des US-Präsidenten ist auch eine "Beruhigung" der Lage jederzeit möglich.

Trotzdem betont Roland Schmack, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Meine Werte, dass geopolitische Risiken und politische Unsicherheiten weiterhin ein Belastungsfaktor sind. "Wer nach diesem Lauf noch auf der Kaufseite bleibt, sollte die Stoppkurse enger ziehen als sonst", mahnte Schmack.

Am Freitag hatte es noch die Hoffnungen gegeben, dass der DAX in der neuen Woche wieder Kurs auf sein Rekordhoch von 25.900 Punkten nehmen könnte. Dieses hatte er erst am Montag vergangener Woche erreicht. Heute allerdings dürfte der deutsche Leitindex mit einem Minus starten, der Broker IG taxiert den Leitindex zur Stunde 0,9 Prozent tiefer.

Die Entwicklung des deutschen Leitindex in der neuen Woche hängt nun auch davon ab, ob wichtige Preisdaten aus den USA nicht doch wieder die Furcht vor einer anziehenden Teuerung schüren. Am Dienstag werden die US-Verbraucherpreise veröffentlicht, am Mittwoch die Erzeugerpreise.

"Je höher der Turm, desto empfindlicher reagiert er auf Wind, und der DAX ist gerade ein hoher Turm", sagte Roland Schmack. Sollten Inflationsdaten höher als erwartet ausfallen, wackele sofort die Aussicht auf ein günstigeres Zinsumfeld, auf die ein guter Teil der jahrelangen DAX-Rally basiere.

In den USA nimmt zudem die Berichtssaison der Unternehmen zum zweiten Quartal Fahrt auf. Der Zahlenreigen startet traditionell mit den großen Banken. So berichten am Dienstag JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America und Wells Fargo über ihre Geschäfte. Mit den Resultaten der US-Banken entscheide sich, ob die Rekordlaune der Anleger auf Substanz gebaut sei oder nur auf Zinsfantasie, sagte Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management. Lieferten die Finanzhäuser, dürfte kaum etwas den DAX von seinem Kurs gen historischen Höchststand abhalten.

Hierzulande startet ebenfalls langsam die Berichtssaison. Am Dienstag veröffentlichen der Autobauer Mercedes-Benz Group und der Zulieferer Schaeffler. Bereits heute steht der Abschluss des fünften klassischen Börsengangs in Deutschland im laufenden Jahr auf der Agenda. Der Mastsysteme-Hersteller Smag Mobile Antenna Masts geht auf das Parkett.

Ein erfolgreiches Börsendebüt gab es am Freitag in den USA: Der südkoreanische Chip-Herstellers SK Hynix legten einen guten Start hin, die Papiere schlossen mit 170 Dollar rund 13 Prozent über ihrem Ausgabepreis. Dies beflügelte den Optimismus für den gesamten Halbleitersektor, der als Profiteur des Booms um Künstliche Intelligenz (KI) gilt.

Starke Tech-Werte beflügelten auch den US-Markt insgesamt: Der Dow-Jones-Index stieg um 0,3 Prozent auf 52.637 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 7.575 Zähler zu und schloss damit nur knapp unter seinem Rekordhoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 26.281 Punkte.

Gewinnmitnahmen haben die Aktie des Chip-Herstellers SK Hynix heute im asiatischen Handel aber belastet. Das Papier des südkoreanischen Unternehmens fiel in Seoul in der Spitze um 8,2 Prozent.

Für Schlagzeilen sorgt außerdem ein Konflikt im Tech-Sektor: Apple verklagt den ChatGPT-Entwickler OpenAI und wirft dem Unternehmen und zwei früheren Apple-Mitarbeitern Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Einer der beiden ist Tang Tan, ein ehemaliger ranghoher Apple-Designer, der heute Hardware-Chef von OpenAI ist. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an einem neuartigen Gerät, das die ChatGPT-Firma auf die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz ausrichten will. OpenAI weist die Vorwürfe zurück.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • DAX startet mit Kursverlusten aufgrund geopolitischer Risiken.

    Probable · En días

  • US-Inflationsdaten könnten die Furcht vor steigender Teuerung schüren.

    Posible · En días

Preguntas abiertas

  • Wie werden sich die Spannungen weiter entwickeln?
  • Wird die Straße von Hormus dauerhaft gesperrt bleiben?
  • Welche Auswirkungen haben die US-Inflationsdaten auf die Zinspolitik?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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