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Pistorius präsentiert neue Militärstrategie: Bundeswehr soll bis 2035 auf 460.000 Soldaten wachsen
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Tagesschau Inland22/4/2026Defense1 min de lecturaGermany

Pistorius präsentiert neue Militärstrategie: Bundeswehr soll bis 2035 auf 460.000 Soldaten wachsen

Verteidigungsminister sieht Russland als Hauptbedrohung - Strategie soll Deutschland zur konventionell stärksten Armee Europas machen

En resumen

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius hat eine neue Militärstrategie vorgestellt, die Russland als Hauptbedrohung für Deutschland und die NATO identifiziert.
  • Die Streitkräfte sollen bis 2035 auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten aufwachsen - insgesamt mindestens 460.000 Soldaten.
  • Das Ziel ist die Entwicklung zur konventionell stärksten Armee Europas nach jahrzehntelangen Einsparungen.

Resumen generado por IA

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Verteidigungsminister Boris Pistorius hat eine Strategie für den Kurs der Bundeswehr in einer unsicheren Weltlage vorgelegt. Dazu stellte der SPD-Politiker ein Gesamtkonzept militärische Verteidigung sowie die Strategie der Reserve vor. "Die Welt ist unberechenbarer geworden - und man muss auch sagen: gefährlicher", sagte Pistorius mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Krisen der Welt. Die Militärstrategie sorge nun für die "nötige Klarheit", die man angesichts der Bedrohung brauche.

Die Grundsatzdokumente machen klar, dass das Verteidigungsministerium Russland als die Hauptbedrohung einschätzt. Dieses bereite "sich durch seine Aufrüstung auf eine militärische Auseinandersetzung mit der NATO vor und sieht den Einsatz militärischer Gewalt als legitimes Instrument zur Durchsetzung seiner Interessen." Russland bewerte den Westen grundsätzlich als feindlich und stelle den Beitritt demokratischer Staaten zur NATO als Einkreisung dar. Russland setze gezielt auch auf "hybride Mittel": Spionage, Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen seien keine Randphänomene mehr. Ihre Abwehr sei zur Daueraufgabe geworden. Die russische Führung wolle den Zusammenhalt der NATO schwächen und eine Entkopplung der USA von Europa erreichen. Ziel sei ein Scheitern der NATO und die Ausweitung der russischen Einflusssphäre in Europa.

Das Gesamtkonzept besteht aus zwei Teilen: Zur erstmals verfassten Militärstrategie kommt ein sogenanntes Fähigkeitsprofil, das Aufbau, Struktur und Umfang der Streitkräfte für die Zukunft festlegt. In den Details sind die Dokumente geheim. Fest steht, dass die Bundeswehr größer und beweglicher werden muss. Bis 2035 soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten auf 260.000, die Zahl der Reservisten auf 200.000 steigen. In Summe sollen sich also mindestens 460.000 Soldaten gemeinsam mit Verbündeten einer Aggression Russlands entgegenstellen können. Damit hält der Minister am Personalziel fest, obwohl hochrangige Militärs eine Aufstockung gefordert hatten. "Wir entwickeln die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas", kündigte Pistorius an. "Kurzfristig erhöhen wir unsere Verteidigungs- und Durchhaltefähigkeit, mittelfristig streben wir einen deutlich übergreifenden Fähigkeitszuwachs an und langfristig werden wir technologische Überlegenheit herstellen."

Nach jahrzehntelangen Einsparungen bei den Streitkräften hat Deutschland die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse gelockert, um die Verteidigungsausgaben massiv zu erhöhen.

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This article was originally published by Tagesschau Inland.

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