Reuters: Pentagon prüft Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner wie Spanien und Großbritannien
Interne Mail soll Optionen bis zum Ausschluss aus prestigeträchtigen Nato-Positionen skizzieren; Spanien weist auf Zusammenarbeit im Rahmen des Völkerrechts hin
En resumen
- Laut Reuters erwägt das US-Verteidigungsministerium laut einer internen E-Mail Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner wie Spanien und Großbritannien.
- Hintergrund ist der Ärger in Washington über verweigerte Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte im Zusammenhang mit dem Irankrieg.
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Laut Reuters erwägt das US-Verteidigungsministerium Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner, nachdem das Verhalten einzelner Verbündeter im Weißen Haus offenbar erheblichen Ärger ausgelöst hat.
Wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, skizziert eine interne E-Mail des Pentagon Optionen, die unter anderem einen Ausschluss Spaniens aus dem Bündnis beschreiben. Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch »die absolute Basis für die Nato«, heiße es in der Mail. Die skizzierten Maßnahmen zielten demnach auch darauf ab, »schwierige« Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der Nato auszuschließen.
Nicht nur Spanien steht laut dem Bericht im Fokus. Im Fall Großbritanniens werde in der Pentagon-Nachricht erwogen, die bislang probritische Haltung der USA zum Anspruch Argentiniens auf die Falklands im Südatlantik zu überdenken. London hatte zunächst ebenfalls die Nutzung von Militärbasen im eigenen Land für Angriffe auf Iran untersagt.
Von einem Austritt der USA aus der Nato ist laut dem Insider in dem Schreiben jedoch nicht die Rede. Auch die Schließung von Stützpunkten in Europa werde nicht gefordert. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte: »Wie Präsident Trump gesagt hat, waren unsere Nato-Verbündeten trotz allem, was die USA für sie getan haben, nicht für uns da.« Das Pentagon werde sicherstellen, dass der Präsident über glaubwürdige Optionen verfüge, damit die Verbündeten »nicht länger ein Papiertiger sind, sondern ihren Teil beitragen«.
Trump hatte die Bündnispartner scharf dafür kritisiert, dass sie keine Kriegsschiffe entsandt hatten, um die seit Beginn des Irankriegs gesperrte Straße von Hormus zu öffnen. Besonders Spanien steht nach Angaben des Berichts im Visier; die USA nutzen dort die Stützpunkte Rota und Moron.
Ein Ausschluss Spaniens aus der Nato hätte der E-Mail zufolge zwar nur begrenzte Auswirkungen auf US-Militäroperationen, aber eine erhebliche symbolische Bedeutung, berichtet Reuters weiter. Wie die USA einen solchen Schritt durchsetzen könnten, blieb laut dem Insider offen.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte am Freitag: »Die Haltung der spanischen Regierung ist klar: absolute Zusammenarbeit mit den Verbündeten«. Er schränkte jedoch ein, diese Zusammenarbeit könne nur »im Rahmen des internationalen Rechts« erfolgen.






