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Saga trotzt Baukrise mit Rekordinvestitionen und hohem Gewinn
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Saga trotzt Baukrise mit Rekordinvestitionen und hohem Gewinn

En resumen

  • Hamburgs größter kommunaler Wohnungsanbieter Saga erzielte 2025 einen Überschuss von 238 Mio.
  • Euro und plant 2026 erstmals 1 Mrd.
  • Euro zu investieren.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Hamburgs größter kommunaler Wohnungsanbieter Saga hat seine Jahresbilanz vorgestellt, die einen hohen Überschuss und geplante Rekordinvestitionen trotz der anhaltenden Baukrise zeigt. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und kritisiert die Bundesregierung für ihre gescheiterte Sanierungspolitik.

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Während vielerorts Kräne stillstehen und Wohnungsbauprojekte auf Eis liegen, kommt der Saga eine Schlüsselrolle zu: Hamburgs größter kommunaler Wohnungsanbieter soll auch in Zeiten der Baukrise bezahlbaren Wohnraum schaffen. Doch genau das wird immer schwieriger. Die an diesem Mittwoch vorgestellte Jahresbilanz zeigt, wie sich das Unternehmen zwischen sozialem Auftrag und widrigen Marktbedingungen behauptet, und zugleich seine Geschäftszahlen von Jahr zu Jahr verbessert.

Mit einem Überschuss von gut 238 Millionen Euro nach Steuern für das Geschäftsjahr 2025 liegt sie damit knapp unterhalb des Rekordgewinns aus dem Vorjahr. 2024 war ein Ausnahmejahr. Rückstellungen wurden damals nicht gebraucht und konnten aufgelöst werden.

Darüber hinaus scheint ein strategisches Ziel aufzugehen. Anders als andere Wohnungsbauunternehmen ist die Saga heute in der Lage, zu investieren. Erstmals flossen 2025 Gesamtinvestitionen von 700 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung, Bestandspflege, aber auch Ankäufe. „Unser Plan geht auf: Wir haben unsere Wirtschaftsplanung so angelegt, dass wir im kommenden Jahr erstmalig eine Milliarde pro Jahr investieren wollen“, sagte Saga-Vorstandssprecher Thomas Krebs. Diese Tendenz mache auch deutlich, dass die Krise anhalte bzw. sich verstetige, so Krebs. „Wir profitieren von der Krise, weil sie uns ermöglicht, gestrandete Projekte im Markt aufzukaufen.“

Wie sich das in konkreten Zahlen darstellt, erläuterte Snezana Michaelis, Mitglied des Vorstands. Die 1100 Baubeginne im Geschäftsjahr 2025 seien im aktuellen Umfeld ein solides Ergebnis, das man notwendigerweise steigern müsse, um auf die angepeilten 2000 Baubeginne pro Jahr zu kommen. Ein Ziel, das angesichts der 2800 Wohnungen, die sich bereits im Bau befinden, sowie 12.000 Wohnungen, die in Planung sind, realistisch sei. „Klar ist: Wir haben die Talsohle durchschritten“, so Michaelis.

Zudem wirke die Mietenpolitik unverändert mietpreisdämpfend. Der Mittelwert des Hamburger Mietenspiegels lag im vergangenen Jahr rund 30 Prozent über der Saga-Durchschnittsmiete von 7,56 Euro Netto kalt je Quadratmeter. Zudem verzeichnet das Unternehmen mit einer Fluktuationsquote von 4,5 Prozent faktische Vollvermietung. Im Schnitt wird eine Saga-Wohnung nur alle 22,5 Jahre frei.

Thomas Krebs nutzte die Gelegenheit, um auf ein Problem hinzuweisen, das die gesamte Branche umtreibt. Eins, das auch das Hamburger Bündnis für das Bauen anmahnt, somit ebenso von der Hamburger Politik ernst genommen wird, von der Bundesregierung aber ignoriert werde. Krebs verwies auf die bundesweit im Durchschnitt sinkende energetische Sanierungsrate. „Wir sind jetzt bei 0,6 Prozent, Tendenz fallend. Eigentlich bräuchten wir eine Rate zwischen zwei und drei Prozent mindestens, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Und da sehen wir, da läuft etwas schief. Wir werten dies als Beleg dafür, dass die ordnungspolitische Fokussierung auf Einzelgebäude mit sehr hohen energetischen Standards schlichtweg gescheitert ist.“

Krebs verwies darauf, dass nicht nur die Bauwirtschaft diese Entwicklung anmahne, sondern mittlerweile auch die Wissenschaft. Hinter der Initiative Praxispfad Co2-Reduktion beispielsweise haben sich Wissenschaftler versammelt, um einen politischen Paradigmenwechsel zu fordern. Ihr Standpunkt: Die derzeitige Fokussierung auf höchste Energieeffizienzstandards bei der Sanierung einzelner Gebäude sei teuer, ineffizient und verfehle die Klimaziele.

Zwar könnten in Einzelfällen umfassende Sanierungen sinnvoll sein. Die Praxis zeige jedoch, dass ein maßvoller Ansatz mit gezielten Verbesserungsmaßnahmen, der den Einsatz erneuerbarer Energien einschließt, die bessere Lösung sei. „Wir fordern daher bilanzielle Flottenverbrauchsansätze unter Verzicht des Einzelgebäudenachweises“, so Krebs. Statt aufwendiger Einzelgebäudenachweise seien flexiblere Instrumente, die eine dekarbonisierte Wärmeversorgung in Kombination mit der erforderlichen energetischen Sanierungen in der Gesamtbewertung einer Gebäudeflotte mit mehreren Liegenschaften im Quartiers-Kontext deutlich wirtschaftlicher machen, sinnvoller. „Dafür kämpfen wir, aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen.“

Der Mieterverein zu Hamburg sieht die heute vorgestellten Geschäftszahlen der Saga mit gemischten Gefühlen. Dass Hamburgs städtische Wohnungsgesellschaft ihren Gewinn bei rund 238 Millionen Euro konsolidieren konnte, belege zwar ihre wirtschaftliche Stärke. Zugleich mache der nach wie vor immer noch hohe Gewinn deutlich, dass die Hamburger Mieter diesen Erfolg mit ihren Mietzahlungen und den Mieterhöhungen der vergangenen Jahre erwirtschaftet hätten, so der Vorsitzende des Mietervereins zu Hamburg, Rolf Bosse. „Umso wichtiger sei es, dass dieses Geld künftig konsequent in den Bau neuer bezahlbarer Wohnungen investiert werde und nicht in den allgemeinen Haushalt der Stadt fließe. Dies vor allem vor dem Hintergrund nach wie vor zu geringer Neubauzahlen.“

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Saga wird im kommenden Jahr erstmals eine Milliarde Euro pro Jahr investieren.

    Muy probable · En meses

  • Saga wird die Baubeginne auf 2000 pro Jahr steigern, um den Bedarf zu decken.

    Probable · En meses

Preguntas abiertas

  • Wie wird die Bundesregierung auf die Kritik an der Sanierungspolitik reagieren?
  • Wird Saga das Ziel von 2000 Baubeginnen pro Jahr erreichen können?
  • Wie werden sich die Ankäufe "gestrandeter Projekte" auf den Markt auswirken?

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This article was originally published by Die Welt.

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