Última hora
ARأزمة مياه حادة تهدد مليون شخص في غزة مع تدمير 85% من الآبار المركزيةARهيثم حسن: من باريس إلى أتلانتا.. رحلة "خليفة صلاح" مع الفراعنةARإغلاق شركات مرتبطة بزعيم معارض في أرمينياARالاتحاد الأوروبي يدرس دمج مهام السياسة الخارجية في المفوضيةARلوكاشينكو: الشعب البيلاروسي مسالم لكنه لن يستسلم للأعداءARتحسن كبير في معنويات المستثمرين بمنطقة اليورو وكوريا الجنوبية تواجه اتهامات بالتواطؤ في أسعار الوقود والسعودية تعزز مكانتها في الاستثمار الجريءARكلوب ينتقد تدخل ترامب في قضية إيقاف لاعب أمريكيARجنازة علي خامنئي وعائلته تجوب شوارع طهرانARترامب يشيد بكين.. ومصر تتأهل لأول مرة في تاريخها لمونديال 2026ARأزمة كأس العالم: تدخل ترمب يلغي إيقاف نجم أميركا بالوغون ويثير غضباً دولياًARأزمة مياه حادة تهدد مليون شخص في غزة مع تدمير 85% من الآبار المركزيةARهيثم حسن: من باريس إلى أتلانتا.. رحلة "خليفة صلاح" مع الفراعنةARإغلاق شركات مرتبطة بزعيم معارض في أرمينياARالاتحاد الأوروبي يدرس دمج مهام السياسة الخارجية في المفوضيةARلوكاشينكو: الشعب البيلاروسي مسالم لكنه لن يستسلم للأعداءARتحسن كبير في معنويات المستثمرين بمنطقة اليورو وكوريا الجنوبية تواجه اتهامات بالتواطؤ في أسعار الوقود والسعودية تعزز مكانتها في الاستثمار الجريءARكلوب ينتقد تدخل ترامب في قضية إيقاف لاعب أمريكيARجنازة علي خامنئي وعائلته تجوب شوارع طهرانARترامب يشيد بكين.. ومصر تتأهل لأول مرة في تاريخها لمونديال 2026ARأزمة كأس العالم: تدخل ترمب يلغي إيقاف نجم أميركا بالوغون ويثير غضباً دولياً
Newsgather
BackSofortinvestition oder gestaffeltes Anlegen: Was ist besser?
Sofortinvestition oder gestaffeltes Anlegen: Was ist besser?
NOTICIA
Handelsblatt5 g önceBusiness4 dk okumaGermany

Sofortinvestition oder gestaffeltes Anlegen: Was ist besser?

En resumen

  • Eine Analyse des Handelsblatts vergleicht Sofortinvestitionen mit gestaffeltem Anlegen über 1-2 Jahre.
  • Trotz Warnungen vor Korrekturen bei Tech-Werten zeigt sich, dass Sofortinvestoren über 55 Jahre im Median die höchste Rendite erzielten, auch bei Allzeithochs.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Breite Indizes wie Dax, S&P 500 und MSCI World erreichten Rekordhochs, angetrieben vom KI-Hype. Experten warnen jedoch vor Korrekturen bei Technologiewerten, was auch breite Fonds treffen könnte.

Tamaño de fuente

Breite Indizes sind auf Rekordhoch, aber viele Experten warnen vor Korrekturen der Technologie-Werte. Dennoch zeigt eine Handelsblatt-Analyse: Wer ängstlich anlegt, bleibt ärmer. Michel Penke 01.07.2026 - 08:35 Uhr Artikel anhören

Sprung ins kalte Wasser: Viele Anleger scheuen ihn und tasten sich lieber langsam heran. Foto: Nano Banana / Michel Penke [M]

Berlin. Wer sein Geld in breite Indexfonds investiert hat, konnte sich lange Zeit über die Entwicklung seines Depots freuen: Dax, S&P 500 oder MSCI World jagten von Rekord zu Rekord – getrieben vom Hype um die Künstliche Intelligenz. Doch die Phase purer Euphorie ist vorüber. Viele Börsenprofis warnen, dass weitere Korrekturen bei den Technologiewerten anstehen. Das könnte auch Fonds wie etwa den MSCI World zeitweilig abwärts bewegen.

Das Szenario bereitet vielen Anlegern Sorge. Lohnt es sich denn jetzt noch, eine größere Summe gleich vollständig zu investieren? Denn wer heute investiert, hätte bei einem Markt-Crash zum denkbar schlechtesten Kurs gekauft. Wer dagegen die Summe splittet und über Monate verteilt einsteigt, streut das Risiko über viele Kurse.

Anhand historischer Daten aus den vergangenen 55 Jahren hat das Handelsblatt geprüft, ob sich gestaffeltes Investieren rechnet – oder ob Sofortinvestoren vorn liegen.

Investitionen zu streuen, um damit das Risiko zu verringern, empfehlen auch Börsenprofis: sei es durch unterschiedliche Asset-Formen oder durch Berücksichtigung verschiedener Länder oder Wirtschaftssektoren. Folgerichtig wird in der Finanzszene beim richtigen Zeitpunkt eines Investments häufig über den Cost-Average-Effekt diskutiert.

Philippe Gross, Portfoliomanager beim Schweizer Vermögensverwalter Fisch Asset Management, erklärt, was, damit gemeint ist: „Das heißt, ich investiere regelmäßig eine bestimmte Geldsumme statt nur einmalig.“ Sind die Kurse niedrig, erhält der Anleger demnach mehr Anteile, wenn sie höher sind, weniger. „Dadurch wird mein durchschnittlicher Einstandspreis über die Zeit geglättet“, sagt er.

Doch lohnt sich ein solches Vorgehen? Um den positiven Effekt der Strategie zu überprüfen, hat das Handelsblatt die Kursentwicklung und Renditen des MSCI World über 55 Jahre durchgerechnet.

Wie wirkt der Cost-Average-Effekt?

Es wurden drei hypothetische Investoren angenommen:

Ein Sofortinvestor, der sein Vermögen gleich zu 100 Prozent investiert.

Ein vorsichtiger Investor, der sein Investment über ein Jahr stückelt und zu Beginn jedes Monats ein Zwölftel seiner Gesamtsumme investiert.

Ein risikoscheuer Investor, der die gleiche Summe über zwei Jahre streckt (ein Vierundzwanzigstel pro Monat).

Berechnet wurde der Vermögensstand nach zwei Jahren. Denn: Sind erst einmal alle drei komplett investiert, unterscheidet sich die künftige Performance nicht mehr. Das Experiment lief über alle 654 möglichen Zwei-Jahres-Perioden seit 1970.

Das Ergebnis: Der Sofortinvestor erzielte mit 42 Prozent seiner Investments eine Rendite zwischen 25 und 50 Prozent in zwei Jahren. Gleiches erreichte der vorsichtige Investor nur zu 34 Prozent, der Risikoscheue nur zu sieben Prozent. Verluste trafen alle drei Investoren im gleichen Maße: in 16 bis 17 Prozent aller Fälle. Allerdings trafen sie den Sofortinvestor härter: mit minus 17 Prozent fast doppelt so stark wie die gestaffelten Anleger.

Und dennoch zeigt sich, dass der Sofortinvestor über alle Investments hinweg mit einem Median von 24 Prozent nach zwei Jahren die höchste Rendite erzielt hat. Im Vergleich dazu liegt der Wert beim Zwölf-Monats-Investor bei 20 Prozent, beim 24-Monats-Anleger bei nur 13 Prozent. Das zeigt: Der risikoscheue Anleger erzielte die geringste Rendite, kassierte in schlechten Jahren aber auch den geringsten Verlust.

Finanzexperte Gross beschreibt die Wirkung der Strategie: „Der Cost-Average-Effekt ist sicher kein Renditebooster, sondern eher eine Strategie, um die eigenen Emotionen auszuschalten.“ Besonders bei eher unerfahrenen Anlegern helfe es, „stoisch gestaffelt in den Markt zu investieren“. So könne man Erfahrung sammeln, obwohl mögliche Verluste auch Angst auslösten.

Investieren trotz Allzeithoch

Die Furcht, zu einem schlechten Zeitpunkt zu investieren, kommt unerfahrenen Anlegern vor allem, wenn die Börse – wie derzeit – nahe ihrem Allzeithoch notiert. „Dabei sind All-Time-Highs viel häufiger, als wir denken“, sagt Gross. Tatsächlich endeten seit 1970 rund 31 Prozent aller Monate auf einem Allzeithoch, unterbrochen von Phasen wie dem Dotcom-Crash und der Finanzkrise. „Meistens sind sie ein Zeichen für eine gesunde Marktdynamik“, beschreibt Gross die Entwicklung.

Derzeit werde diskutiert, wie nachhaltig die KI-Rally sei, so der Anlageexperte. „Es gibt viele Aktien, die sich verdoppelt, verdreifacht oder verzehnfacht haben“, sagt er. Zwischenzeitliche Korrekturen seien daher nur Zeichen für eine gesunde Marktdynamik. Aber „viele Anleger halten das Allzeithoch allein fälschlicherweise für ein Warnsignal“ und zögerten zu investieren.

Das Handelsblatt hat deswegen das oben beschriebene Experiment noch einmal unter leicht veränderten Bedingungen wiederholt. Diesmal legten die drei Investoren ihr Geld nur in Monaten mit Allzeithochs an – also zu vermeintlich ungünstigen Zeitpunkten.

Das Fazit: Zwar sinkt in diesem Fall die Median-Rendite aller Investoren. So erreichte zum Beispiel der Sofortinvestor statt der vorherigen 24 Prozent nach zwei Jahren nur noch 18 Prozent Rendite. Doch wieder liegt er im Vergleich zum Vorsichtigen oder Risikoscheuen vorn. Der Cost-Average-Effekt zahlt sich demnach selbst bei Allzeithochs nicht aus.

Nach Ansicht von Portfoliomanager Gross sollten langfristige Anleger ohnehin nicht allzu viele Gedanken an den besten Einstiegszeitpunkt verschwenden. „Je länger der Anlagehorizont, desto mehr verliert der Einstiegstag an Bedeutung“, weiß er.

Verwandte Themen

AnlagestrategieKünstliche IntelligenzS&P 500SoftwareBörse

Relevanter als „Sofortinvestment oder Stückelung“ sei ohnehin etwas ganz anderes: „Die langweiligen Dinge“ seien wichtiger. „Regelmäßig sparen, diversifizieren, Kosten niedrig halten und nicht panisch verkaufen. Das bringt viel mehr“, sagt der Börsenprofi.

Mehr: „Auch eine Rentnerin kann 100 Prozent Aktien vertragen“

Erstpublikation: 29.06.2026, 10:55 Uhr.

Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen

Preguntas abiertas

  • Wie nachhaltig ist die aktuelle KI-Rally?
  • Welche spezifischen Tech-Werte sind am stärksten von Korrekturen betroffen?

Temas relacionados

This article was originally published by Handelsblatt.

Noticias relacionadas

Más sobre este temaAnlagestrategie