
Die Lage am Sonntag Was der Fall Spahn wirklich über Deutschland verrät
Spahn ist zurückgetreten. Deutschland kämpft weiterhin mit einem Rechtsungleichheits-Problem. Zudem bombardieren die USA nach dem Tod zweier US-Soldaten erneut Ziele im Iran.

Spahn ist zurückgetreten. Deutschland kämpft weiterhin mit einem Rechtsungleichheits-Problem. Zudem bombardieren die USA nach dem Tod zweier US-Soldaten erneut Ziele im Iran.

Die Bundesnetzagentur steht unter Druck, die Kontrolle über deutsche Verteilnetzbetreiber zu verbessern. Kritiker bemängeln hohe Gewinne bei gleichzeitig schlechter Servicequalität und fordern eine strengere Kostenkontrolle. Reformen sind geplant, aber die Umsetzung ist langsam.

KI und Robotik könnten die Einkommensungleichheit drastisch erhöhen, so Forscher. Maschinen ersetzen Arbeit, Kapitalbesitzer profitieren, Arbeitnehmer verlieren. Der Gini-Koeffizient könnte von 0,42 auf 0,95 steigen.

Der französische Ökonom Thomas Piketty vertritt die These, dass Vermögen zwangsläufig konzentriert wird und Ungleichheit wächst. Diese These wird kritisiert, da die angenommene dauerhaft höhere Kapitalrendite als die Wirtschaftswachstumsrate empirisch und konzeptionell nicht haltbar sei. Eine KI-Revolution könnte dies jedoch ändern.

Eine Analyse zeigt, dass Frauen in Deutschland häufiger in Berufen arbeiten, die durch KI automatisierbar sind. Dies liegt an der ungleichen Verteilung auf dem Arbeitsmarkt und einer Nutzungs- und Risikolücke bei neuen Technologien.

Eine Analyse zeigt, dass Frauen in Deutschland häufiger in Berufen arbeiten, die durch KI automatisierbar sind. Dies könnte bestehende Ungleichheiten verschärfen, da Frauen auch seltener KI-Technologien nutzen.

Der Bildungsbericht 2026 zeigt besorgniserregende Zustände im deutschen Bildungssystem auf: Soziale Ungleichheiten prägen Bildungsbiografien, Mindeststandards werden von immer mehr Schülern nicht erreicht, und es fehlt an qualifiziertem Personal. Die "Bildungsschere" öffnet sich bereits früh, und die Kompetenzentwicklung hängt stark von der sozialen Herkunft ab. Mangelnde Koordination zwischen Bund und Ländern sowie zwischen den zahlreichen Förderprogrammen wird kritisiert.

Bildungsexperte Kai Maaz stellt den nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ vor. Der Bericht gibt seit 20 Jahren einen Überblick über Kitas, Schulen und Unis und beleuchtet aktuelle Entwicklungen und Probleme.

Menschenrechtlerin María Luisa Aguilar Rodríguez kritisiert, dass die Fußball-WM in Mexiko die Ungleichheit und Gewalt im Land verschärfen könnte. Über 130.000 Menschen gelten als vermisst.

US-Journalist Evan Osnos beleuchtet in seinem Buch "Yacht oder nicht Yacht" die Inszenierung von Reichtum durch Milliardäre. Er erklärt, wie Gigajachten und Weltraumpläne als Statussymbole dienen und politische Entscheidungen die extreme Ungleichheit befeuern. Osnos thematisiert auch die Angst vor öffentlicher Empörung und Apokalypse, die zu Luxusbunkern führt.

US-Journalist Evan Osnos erklärt in einem Interview, wie Milliardäre ihren Reichtum inszenieren, oft durch Gigayachten, und sich auf Krisen vorbereiten. Er kritisiert die extreme Ungleichheit und die politische Macht der Elite.
Drogerieunternehmer Raoul Roßmann distanziert sich klar von der AfD und kritisiert die Ungleichheit seines Vermögens im Vergleich zu seinen Mitarbeitern. Er spricht sich für höhere Erbschaftssteuern aus, lehnt aber eine Vermögensteuer ab.

Ein internationales Gremium warnt, dass die Welt trotz Ebola, Covid-19 und Mpox nicht sicherer vor einer neuen Pandemie geworden ist. Krisen haben das Vertrauen erschüttert und tiefe Ungleichheiten offengelegt.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass 20 Prozent der deutschen Online-Stellenangebote im vergangenen Jahr Homeoffice ermöglichten – ein deutlicher Anstieg von 3,7 Prozent im Jahr 2019. Die Verteilung ist jedoch stark ungleich: Männlich dominierte Berufe (22 Prozent) bieten mehr Fernarbeit als frauendominierte (13 Prozent). Akademiker haben zu 35 Prozent Homeoffice-Chancen, Helferberufe nur zu 4 Prozent. Stuttgart führt mit 38 Prozent vor Düsseldorf und Frankfurt.