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Angela Merkel fordert mehr Klimaschutz
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Die Welt02.06.2026Politique2 dk okumaGermany

Angela Merkel fordert mehr Klimaschutz

L'essentiel

  • Ex-Kanzlerin Angela Merkel mahnt angesichts anderer politischer Herausforderungen mehr Fokus auf den Klimawandel an.
  • Sie blickte auf ihre Zeit als Umweltministerin zurück und übte Selbstkritik.
  • Der amtierende Minister Carsten Schneider lobte die deutsche Umweltpolitik.

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Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat bei einer Feier zum 40-jährigen Bestehen des Umweltministeriums mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Erderwärmung gefordert. Sie blickte auf ihre eigene Amtszeit als Umweltministerin zurück und übte Selbstkritik. Der amtierende Minister Carsten Schneider zog eine positive Bilanz der deutschen Umweltschutzpolitik.

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Ex-Kanzlerin Angela Merkel fordert mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Erderwärmung.

„Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten“, sagte die CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Umweltministeriums. Merkel selbst war von 1994 bis 1998 Umweltministerin.

Über die erste UN-Klimakonferenz 1995 in Bonn, deren Gastgeberin sie als Ministerin war, sagte Merkel rückblickend: „Ich hatte in mir die Außenpolitikerin entdeckt.“ Merkel blickte zurück auf eigene Erfolge, äußerte aber auch Selbstkritik. „Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen“, merkte sie an. „Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip.“ Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt treibe sie weiter die Frage um, ob die Menschen willens und in der Lage seien, Expertenwarnungen ernst zu nehmen – oder ob sie immer nur nach Naturkatastrophen handelten.

Der amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. „Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück.“

Das Bundesumweltministerium wurde am 6. Juni 1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl (heute Ukraine) gegründet. Das Haus ist auch zuständig für die Reaktorsicherheit. Zuvor fiel der Umweltschutz in die Zuständigkeit des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die DDR war früher dran als die Bundesrepublik: Sie richtete 1972 als einer der ersten Staaten weltweit ein Umweltministerium ein.

Questions ouvertes

  • Will the international community heed Merkel's call for increased climate action?
  • What specific new measures will Germany consider to address climate change?
  • How will Germany balance climate action with other political challenges?

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This article was originally published by Die Welt.

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