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Anleger lassen sich nicht verunsichern: Dax startet kaum verändert in den Freitagshandel
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Handelsblatt19.06.2026Business3 dk okumaGermany

Anleger lassen sich nicht verunsichern: Dax startet kaum verändert in den Freitagshandel

L'essentiel

  • Der deutsche Leitindex Dax startet am Freitag kaum verändert in den Handel.
  • Nach sechs Handelstagen in Folge im Plus und einem Schlusskurs über der 25.000-Punkte-Marke bleiben Anleger optimistisch, trotz fehlender Impulse aus den USA und dem bevorstehenden "großen Verfall" an den Terminbörsen.

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Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich widerstandsfähig, während geopolitische Spannungen und ein wichtiger Verfallstermin an den Terminbörsen für Unsicherheit sorgen.

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Düsseldorf. Anleger am deutschen Aktienmarkt lassen sich in dieser Woche nicht verunsichern. So startet der deutsche Leitindex mit 25.141 Punkten und damit kaum verändert in den Freitagshandel. Am Donnerstag gewann der Leitindex bereits 0,4 Prozent auf 25.027 Punkte.

Es war das erste Mal in den vergangenen beiden Wochen, dass der Dax wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke geschlossen hatte. Dies zeigen Daten von LSEG. Außerdem schloss der Leitindex zuletzt an sechs aufeinanderfolgenden Tagen in Folge im Plus. Das gab es zuletzt zu Jahresanfang. Sollte der Dax im Plus schließen, wären es sieben Tage im Plus.

Normalerweise vollzieht der Leitindex an dieser Stelle ein bekanntes Muster. Der Dax überwindet die 25.000-Punkte-Marke, hält sich dort kurz – und fällt zurück. Kaum feiern Anleger den Ausbruch nach oben, verliert der Index wieder.

Nicht nur die Vergangenheit deutet auf eine baldige Zurückhaltung am Markt hin. Auch das Dax-Sentiment der Börse Frankfurt ist nur vorsichtig optimistisch. Demnach hätten viele professionelle Anleger die jüngsten Kursanstiege genutzt, um Gewinne mitzunehmen. Privatanleger seien dagegen wieder etwas optimistischer geworden und hätten verstärkt auf steigende Kurse gesetzt. Insgesamt spreche die Umfrage jedoch nicht für übermäßige Euphorie.

Am heutigen Freitag fehlen insbesondere größere Impulse dafür. In den USA bleibt der Handel aufgrund eines Feiertages aus. Schwankungen kann es am heutigen Freitag dennoch geben, weiß Thomas Altmann, Portfoliomanger bei QC Markets. Zwar bleibe das Handelsvolumen aufgrund der fehlenden Impulse aus den USA vermutlich klein. Aber bereits durch wenige Transaktionen könnte es so zur Bewegung kommen.

Außerdem steht der sogenannte „große Verfall“ von Aktien- und Indexoptionen an den Terminbörsen bevor. Dieser dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals wird an der Börse auch Hexensabbat genannt. An den vier Verfallstagen im Jahr können Aktienkurse und Indizes ohne wesentliche Nachrichten spürbar schwanken.

Eigentlich gab es zuletzt noch Erleichterung an den Aktienmärkten. Anleger zeigten sich optimistisch, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges unterzeichnet haben. Analysten warnten jedoch, der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben. Die zollfreie Durchfahrt sei nur für 60 Tage garantiert.

Am heutigen Freitag stocken die Verhandlungen schon wieder. Vorgesehen war eigentlich, dass Delegationen beider Länder heute in der Schweiz zu Gesprächen über die schwierigsten Knackpunkte zusammenkommen, darunter Irans Atomprogramm.

Allerdings wurden die Verhandlungen dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Vorab hieß es bereits, dass US-Vizepräsident JD Vance nicht wie vorgesehen in der Nacht zum heutigen Freitag zu den Gesprächen fliegen werde, sagte ein Regierungsbeamter in Washington der Deutschen Presse-Agentur.

Außerdem setzen sich israelische Angriffe im Libanon weiter fort. Das israelische Militär teilte am Freitag mit, die Streitkräfte hätten in der Nacht Ziele im Süden des Nachbarlandes angegriffen. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet.

Das Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges „an allen Fronten, auch im Libanon“ vor, zudem die Gewährleistung der „territorialen Integrität und Souveränität“ des Libanons.

Am Rohstoffmarkt ziehen die Preise für Rohöl zur Lieferung im August unterdessen wieder an. Das Nordseeöl Brent stieg am Freitag auf knapp 80 US-Dollar je Fass. Am Vortag war der Preis für Nordseeöl zeitweise unter 77 Dollar gefallen. Der Preis für das US-Öl WTI drehte nach anfänglichen Verlusten ein Prozent ins Plus und verteuerte sich um ein Prozent auf knapp 77 Dollar je Fass.

„Die Händler warten noch auf handfeste Beweise dafür, dass sich der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus tatsächlich normalisiert“, sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM. Dann könnte der Preis weiter deutlich nachgeben.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Dax schließt im Plus und erreicht sieben Tage in Folge Gewinne.

    Possible · En quelques jours

Questions ouvertes

  • Wann werden die Iran-Gespräche fortgesetzt?
  • Wie wirkt sich der "große Verfall" auf die Kurse aus?
  • Normalisiert sich der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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