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BackArzt mit Ebola nach Berlin transportiert
Arzt mit Ebola nach Berlin transportiert
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Süddeutsche Zeitung19.05.2026Santé3 dk okumaGermany

Arzt mit Ebola nach Berlin transportiert

L'essentiel

  • Ein Arzt, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat, wird von der US-Regierung nach Berlin geflogen.
  • Dort soll er in einer Spezialstation der Charité behandelt werden.
  • Die WHO hat wegen des Ausbruchs den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Ein Arzt hat sich im Kongo mit der seltenen Bundibugyo-Variante von Ebola infiziert. Die WHO hat den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, da die Ausbreitungsgefahr in der Region als hoch eingeschätzt wird. Die Sterblichkeitsrate von Ebola liegt bei bis zu 40 Prozent.

Taille de police

Amerikanischen Medien zufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen Arzt handeln. Eine christliche Missionsorganisation teilte mit, dass sich der US-Mediziner beim Behandeln in einem Krankenhaus in Kongo infiziert habe.

Der Transport nach Berlin soll von der US-Regierung von Uganda aus mit einem speziellen Flugzeug für hochinfektiöse Patienten organisiert werden, wie es vom Bundesgesundheitsministerium weiter hieß. Vom Berliner Flughafen zur Charité soll der Transport dann mit einem Rettungswagen erfolgen, der für Patienten mit hochansteckenden Infektionskrankheiten ausgestattet ist.

Sonderstation mit besonderem Schutz

Zur Charité gehört eine Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow-Klinikum. Diese verfügt über eine hoch spezialisierte Infrastruktur für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten sowie für medizinische Lagen mit unklaren biologischen, chemischen oder radiologischen Kontaminationen, wie es in einer generellen Erläuterung heißt.

Für die Bevölkerung und für andere Patientinnen und Patienten der Charité bestehe keinerlei Gefahr, erläuterte das Gesundheitsministerium. Der Patient solle vollständig isoliert auf der Sonderstation aufgenommen und behandelt werden. Sie sei baulich und organisatorisch vom regulären Klinikbetrieb getrennt, sodass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entsteht.

Expertengruppe soll über möglichen Impfstoff beraten

Die WHO hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist die seltene Bundibugyo-Variante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Das Risiko für eine großflächige Ausbreitung in Europa schätzen Experten dagegen als gering ein.

Angesichts steigender Fallzahlen in Kongo und Uganda äußerte sich Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), besorgt über die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Ebola-Ausbruchs. Seit Beginn des Ausbruchs gebe es mindestens 500 Verdachtsfälle und 130 mutmaßliche Todesfälle durch Ebola, sagte Ghebreyesus. Hinzu käme ein bestätigter Todesfall und ein bestätigter Fall in Kampala, Uganda, sowie 30 bestätigte Fälle in der Demokratischen Republik Kongo.

Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC begann der Ausbruch vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.

Am Dienstag soll eine Expertengruppe unter Leitung der WHO über mögliche Impfstoffe beraten. Auf der Agenda steht unter anderem das vom US-Pharmakonzern Merck hergestellte Vakzin Ervebo. Dieses ist eigentlich für die Zaire-Variante zugelassen, hat jedoch in Tierversuchen eine gewisse Schutzwirkung gegen ‌den Bundibugyo-Erreger gezeigt.

Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis ‌zu 40 Prozent. Ruanda hat inzwischen seine Grenzen zu Kongo geschlossen, um ein Übergreifen des Virus zu verhindern. Die Bekämpfung der Seuche wird unter anderem durch die Angriffe von regierungsfeindlichen Milizen ⁠im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschwert.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Die Expertengruppe wird Empfehlungen zur möglichen Nutzung des Merck-Impfstoffs gegen die Bundibugyo-Variante aussprechen.

    Probable · En quelques jours

Questions ouvertes

  • Wie genau hat sich der Arzt infiziert?
  • Welche Fortschritte werden bei der Entwicklung eines Impfstoffs erzielt?
  • Wie wird die Bekämpfung der Seuche in den von Milizen betroffenen Gebieten des Kongo fortgesetzt?
  • Welche weiteren Länder könnten betroffen sein?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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