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Bundesjustizministerin Hubig reist zu Gesprächen nach Kiew
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Handelsblatt26/06/2026Politique1 min de lectureGermany

Bundesjustizministerin Hubig reist zu Gesprächen nach Kiew

Korruptionsbekämpfung, Justizunabhängigkeit und EU-Aufnahmeregeln für Flüchtlinge stehen im Fokus der Gespräche.

L'essentiel

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig reiste erstmals seit ihrem Amtsantritt nach Kiew, um Gespräche mit ukrainischen Regierungsvertretern zu führen.
  • Themen sind die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung und die Unabhängigkeit der Justiz im Kontext des EU-Beitrittsverfahrens.
  • Hubig zeigte auch Verständnis für die Ausnahme wehrpflichtiger Männer von EU-Aufnahmeregeln für Flüchtlinge.

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Für Justizministerin Hubig ist es die erste Reise nach Kiew seit ihrem Amtsantritt.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig ist erstmals seit ihrem Amtsantritt zu Gesprächen mit ukrainischen Regierungsvertretern in das von Russland angegriffene Land gereist. Die SPD-Politikerin traf am Morgen mit dem Nachtzug in der Hauptstadt Kiew ein, um an einer Konferenz zum 30. Jubiläum der ukrainischen Verfassung und anderen Terminen teilzunehmen. Die 1996 wenige Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion beschlossene Verfassung sei „eine Wegmarke in Richtung Demokratie“ und Europa gewesen, sagte Hubig.

Als sie auf die geplante Änderung der EU-Aufnahmeregeln für ukrainische Flüchtlinge in Europa angesprochen wurde, zeigte die Ministerin Verständnis für die Idee, wehrpflichtige Männer davon künftig auszunehmen. Sie sagte, es sei wichtig, dass die Ukraine wehrfähig bleibe.

Mehr Zusammenarbeit mit Blick auf EU-Beitrittsperspektive

Ihr Ministerium hat die Förderung der Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine vor dem Hintergrund des laufenden EU-Beitrittsverfahrens ausgeweitet - durch Beratung, gemeinsame Fachkonferenzen und Studienreisen. Grundlage für die Zusammenarbeit ist ein mit dem ukrainischen Justizministerium im November 2022 vereinbartes Arbeitsprogramm, das jetzt fortgeschrieben werden soll.

Zu den Themen gehören Korruptionsbekämpfung und Unabhängigkeit der Justiz.

Deutschland steht der Ukraine seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 bei der Verteidigung gegen die Angriffe der russischen Armee zur Seite. Daran werde sich auch künftig nichts ändern, versprach die Justizministerin.

Hubig war bereits nach den sogenannten Euromaidan-Protesten auf dem gleichnamigen Platz in Kiew gewesen, bei denen sich Demonstranten für eine Annäherung der Ukraine an die Europäische Union eingesetzt hatten. Damals war die SPD-Politikerin Staatssekretärin im Bundesjustizministerium.

Die Ukraine hat aktuell eine kommissarische Justizministerin, Ljudmyla Suhak. Ihr Amtsvorgänger, Herman Haluschtschenko, hatte im November infolge von Korruptionsvorwürfen seinen Posten verloren. Der Skandal wurde auch in anderen EU-Staaten aufmerksam verfolgt, die die Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg mit Milliardenhilfen unterstützen.

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This article was originally published by Handelsblatt.

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