Newsgather
RetourBundesrechnungshof kritisiert Subventionspolitik der Regierung
Bundesrechnungshof kritisiert Subventionspolitik der Regierung
En développement
Spiegel Wirtschaftil y a 18 heuresPolitique1 min de lectureGermany

Bundesrechnungshof kritisiert Subventionspolitik der Regierung

L'essentiel

  • Der Bundesrechnungshof kritisiert die Bundesregierung für ihren mangelnden Erfolg beim Subventionsabbau.
  • Trotz bekannter unwirksamer oder klimaschädlicher Subventionen von jährlich 17 Mrd.
  • Euro und einem Einsparpotenzial von über 35 Mrd.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Bundesrechnungshof hat einen Bericht an das Bundeskanzleramt geschickt, der den mangelnden Erfolg der Bundesregierung beim Subventionsabbau kritisiert.

Taille de police

Da ginge mehr – diesen Eindruck hat man offensichtlich auch beim Bundesrechnungshof gewonnen. »Zwar hat sich der Bund wiederholt zu einem ambitionierten Subventionsabbau bekannt – bisher jedoch ohne sichtbaren Erfolg«, heißt in einem neuen Bericht der Rechnungsprüfer. Er wurde am Mittwoch ans Bundeskanzleramt verschickt und liegt dem SPIEGEL vor. Der Abbau scheitert demnach »nicht an mangelnden Erkenntnissen, sondern primär am Willen zur Umsetzung.«

Allein Steuervergünstigungen, die belegt unwirksam, umwelt- oder klimaschädlich sind, verursachen laut Rechnungshof jährlich Mindereinnahmen von rund 17 Milliarden Euro. »Trotzdem führt die Bundesregierung diese Subventionen fort«, heißt es.

Als ein Beispiel wird im Bericht die Vergünstigung für Agrardiesel genannt, welche die Bundesregierung Anfang des Jahres wieder vollständig einführte, obwohl diese eigentlich auslaufen sollte. Bei der Wiedereinführung habe die Regierung »die Klimawirkung gerade nicht gegen ihre sozialen und ökonomischen Ziele abgewogen«, kritisieren die Rechnungsprüfer. »Mit der Subvention schadet sie dem Klima, obwohl vorliegende Gutachten deren ökonomische Wirkung bezweifeln.« Auch den von der Regierung lediglich eingeschränkten Handwerkerbonus würden die Experten am liebsten ganz abschaffen. Sie führe zu rund 90 Prozent zu Mitnahmeeffekten, die gewünschte Senkung der Schwarzarbeit sei »kaum zu quantifizieren«.

Noch höher als bei Steuervergünstigungen ist das Potenzial laut Rechnungshof bei Finanzhilfen des Bundes. Hier gehe man von einem Einsparpotenzial von mehr als 35 Milliarden Euro aus. Zu den größten Finanzhilfen des Bundes zählen beispielsweise der Zuschuss zur Entlastung beim Strompreis sowie Fördergelder für Chipfabriken oder Wasserstoffprojekte.

Ein Viertel besteht länger als 30 Jahre

Allein zwischen 2019 und 2026 habe sich das Subventionsvolumen nahezu verdreifacht, heißt es weiter unter Berufung auf offizielle Zahlen der Regierung. »Entsprechend groß ist der Beitrag, den der notwendige Subventionsabbau zur Haushaltskonsolidierung leisten kann«, wirbt der Rechnungshof. »Folgt der Bund den Empfehlungen, kann er das Subventionsvolumen halbieren.«

Der Rechnungshof kritisiert nicht nur die Höhe der derzeitigen Finanzhilfen, sondern auch deren lange Laufzeiten. »Viele der Maßnahmen stellen faktisch Dauersubventionen dar«, heißt es im Bericht. »Mehr als die Hälfte besteht länger als zehn Jahre, ein weiteres Viertel länger als 30 Jahre.« Um das zu ändern, sollten Subventionen nach Möglichkeit nur noch befristet vergeben werden und degressiv – also mit sinkenden Fördersummen.

Zumindest bei Wärmepumpen will Klingbeil diese Forderung nun umsetzen. Deren maximaler Investitionskostenzuschuss soll in den kommenden Jahren schrittweise abgeschmolzen werden.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Der maximale Investitionskostenzuschuss für Wärmepumpen wird schrittweise abgeschmolzen.

    Très probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wie wird die Bundesregierung auf den Bericht reagieren?
  • Werden die Empfehlungen des Rechnungshofs umgesetzt?
  • Welche konkreten Subventionen werden zuerst gekürzt?

Sujets liés

This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

Articles liés

Plus sur ce sujetBundesrechnungshof