CDU-Mittelstandsvereinigung lehnt Annäherung an AfD ab
L'essentiel
- Gitta Connemann, Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU, wies den Vorstoß Brandenburger Vorstandsmitglieder zur Aufhebung der "Brandmauer" zur AfD zurück.
- Sie betonte, die AfD sei kein Partner für den Mittelstand und ihre Politik würde Exporte und Arbeitsplätze gefährden.
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Die Mittelstandsvereinigung der CDU hat sich gegen eine Annäherung an die AfD ausgesprochen. Vorstandsmitglieder aus Brandenburg hatten eine Überarbeitung des Unvereinbarkeitsbeschlusses gefordert.
Die Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT), Gitta Connemann, hat einen Vorstoß von Vorstandsmitgliedern des Brandenburger Verbands für eine Abkehr von der „Brandmauer“ zur AfD zurückgewiesen. „Die AfD ist kein Partner für den Mittelstand. Mit Vollgas ins Abseits – das bedeutet die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik der AfD“, sagte Connemann WELT.
Die Vorstandsmitglieder aus Brandenburg hatten zuvor gefordert, sich auf Bundesebene für die „Aufhebung bzw. grundlegende Überarbeitung des Unvereinbarkeitsbeschlusses der CDU Deutschlands gegenüber der AfD“ einzusetzen. So heißt es in einem Antrag, der WELT im Original vorliegt.
Die AfD stehe für Abschottung. Ausländische Fachkräfte würden Deutschland meiden, so Connemann. „Die Abkehr von Europa, der Ausstieg aus dem Euro würden unserem exportorientierten Mittelstand die Luft abdrehen“, kritisierte die CDU-Politikerin. „Mehr als 40 Prozent unserer Wirtschaftsleistung werden exportiert, weit mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze hängt direkt oder indirekt vom Export ab.“
„Als MIT Bund haben wir keinen Kontakt mit der AfD“, so Connemann. „Als Vereinigung der CDU Deutschlands ist für uns wie für unsere Mutterpartei jegliche Art der Zusammenarbeit ausgeschlossen und mit unseren Werten unvereinbar. Als Wirtschaftsvereinigung ist für uns zudem klar: Eine nationalistische Wirtschaftspolitik à la AfD würde Exporte torpedieren, Lieferketten und Arbeitsplätze zerstören.“
Questions ouvertes
- Wie wird die CDU auf Bundesebene auf den Antrag aus Brandenburg reagieren?
- Welche weiteren regionalen Verbände könnten ähnliche Forderungen stellen?





