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DAX stabilisiert sich, SAP treibt den Handel nach starkem Quartalsbericht an
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Tagesschau Wirtschaftil y a 7 heuresBusiness3 min de lectureGermany

DAX stabilisiert sich, SAP treibt den Handel nach starkem Quartalsbericht an

Auch VW, Ölpreis, US-Zölle und mehrere Unternehmensbilanzen prägen den Handelsauftakt in Frankfurt und an den US-Börsen.

L'essentiel

  • Der DAX startet mit Gewinnen, getragen von starken SAP-Zahlen.
  • Gleichzeitig belasten VW, steigende Ölpreise, neue US-Zölle und ein schwacher Nasdaq die Stimmung an den Märkten.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Text bündelt mehrere marktbewegende Entwicklungen aus Europa und den USA: Unternehmenszahlen, Ölpreisbewegungen, Zins- und Handelspolitik sowie geopolitische Risiken auf wichtigen Schifffahrtsrouten. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere SAP, Volkswagen, Intel und Allianz.

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Nach dem Kursrutsch am Vortag hat sich der DAX zum Wochenschluss erst einmal stabilisiert. Dank deutlicher Gewinne bei den Aktien des Schwergewichts SAP legte der deutsche Leitindex zu Handelsbeginn um 0,5 Prozent auf 24.890 Punkte zu. Auf Wochensicht deutet sich für das Börsenbarometer ein moderates Plus an.

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient: Der Gesamtumsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu, der Cloudumsatz zog unerwartet kräftig um 22 Prozent an. Allerdings senkt SAP seinen Ausblick für das operative Ergebnis 2026 wegen neuer Zukäufe. Trotzdem gefiel den Anlegern die Bilanz: Die in New York gehandelten Aktien-Hinterlegungsscheine von SAP hatten nachbörslich bereits zugelegt, die Hauptnotierung der Aktie in Frankfurt gewann am Morgen 5,7 Prozent.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei einem anderen Branchenriesen: Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal erneut einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis nach Steuern um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zurück, wie Europas größter Autobauer mitteilte. Zudem wurde der Umsatzausblick für das Gesamtjahr gekappt: Statt einem Umsatzplus von bis zu drei Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet VW-Chef Oliver Blume nun für 2026 im besten Fall nur noch eine stabile Entwicklung. Es könnten aber auch bis zu drei Prozent weniger Erlös werden, wie der DAX-Konzern mitteilte.

In der Folge plant Konzernchef Oliver Blume nun mit harten Sparmaßnahmen: Bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Prüfstand - zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. Blume sagte, sein Ziel sei es, dazu bis Jahresende die dafür nötigen Beschlüsse im Aufsichtsrat zu treffen. Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kräftig Gegenwind.

Auch die Ölpreise sind erneut eine Belastung: Über Nacht war die Nordseesorte Brent um sieben Prozent auf ein Zwei-Mois-Hoch von 102 Dollar gestiegen. Aktuell kostet ein Fass 100,50 Dollar. Das US-Öl WTI notiert bei 91,82 Dollar.

Hintergrund sind Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer. Gleichzeitig ist der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus am Donnerstag fast zum Erliegen gekommen. "Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die Märkte fangen gerade erst an zu begreifen, was das bedeutet", sagte Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group.

Der rasant steigende Ölpreis schürt wenige Tage vor der nächsten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) neue Inflationssorgen und treibt die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Anfang 2025. Händlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lässt, derzeit bei rund 64 Prozent.

Im Fokus steht heute erneut die Handelspolitik. Die USA verhängten neue Zölle von zehn und 12,5 Prozent gegen 60 Handelspartner, darunter die Europäische Union. Die Maßnahme trat am Freitagmorgen deutscher Zeit in Kraft. Ein vorübergehender weltweiter Zoll von zehn Prozent lief genau zum selben Zeitpunkt aus. Die EU-Kommission erwartet trotz neuer US-Zölle, dass sich die Vereinigten Staaten an das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen halten.

Diese neuen Zölle ersetzten die auslaufenden, die Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs kurzfristig verhängt hatte, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Da es sich insofern nicht um zusätzliche Belastungen handele, dürften die Zölle keine großen Bewegungen an den Börsen auslösen.

Sorgen über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) sowie neu entfachte Inflationsängste durch den steigenden Ölpreis hielten auch die Anleger in den USA in Atem. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Donnerstag ein Prozent tiefer auf 51.712 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 7.408 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,2 Prozent auf 25.138 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen die ersten Bilanzen der sogenannten Magnificent Seven-Tech-Giganten im Fokus, die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlicht worden waren. Die Aktien der Google-Mutter Alphabet und von Tesla rutschten wegen höherer Ausgaben ab. "Die Zahlen sind insgesamt großartig, aber bei vielen Unternehmen gab es Details, die die Aktie fallen ließen", sagte Matt Miskin, Anlagestratege bei Manulife John Hancock Investments. Jeder noch so kleine Makel werde derzeit mit Verkäufen abgestraft.

Das Geschäft des Chipkonzerns Intel profitiert nach einer langen Durststrecke von der boomenden Halbleiter-Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz des Chip-Pioniers im Jahresvergleich auf 16,1 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie auf 42 US-Cent. Auch Intels Ausblick auf das laufende Quartal lag deutlich über den Markterwartungen. Die Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel um rund zwölf Prozent.

Der Münchner Versicherungsriese Allianz übernimmt die singapurische Versicherungstochter der britisch-asiatischen Bank HSBC, HSBC Life, für 2,09 Milliarden Dollar. HSBC hatte die Tochter zum Verkauf gestellt, die Allianz setzte sich Berichten zufolge in einem Bieterverfahren gegen die japanischen Versicherer Daiichi Life und Sumitomo durch.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Der DAX dürfte kurzfristig weiter stark von Einzelwerten wie SAP und Volkswagen sowie von Öl- und Zinsbewegungen geprägt bleiben.

    Probable · En quelques jours

  • Volkswagen wird die geplanten Spar- und Restrukturierungsmaßnahmen voraussichtlich weiter konkretisieren.

    Probable · En quelques semaines

  • Die Börsen werden die weiteren Signale der Fed und die Entwicklung des Ölpreises genau beobachten.

    Très probable · En quelques jours

Questions ouvertes

  • Wie stark werden sich die neuen US-Zölle konkret auf einzelne Branchen auswirken?
  • Welche Beschlüsse trifft Volkswagen tatsächlich zu Stellenabbau und Werksprüfungen?
  • Wie lange bleibt der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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