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DAX startet mit Gewinnen, Ölpreise und Zolldrohungen belasten
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Tagesschau Wirtschaft04.05.2026Business1 dk okumaGermany

DAX startet mit Gewinnen, Ölpreise und Zolldrohungen belasten

Deutscher Leitindex kaum verändert bei 24.290 Punkten – Autoaktien unter Druck – Trump erhöht Zölle auf EU-Fahrzeuge auf 25 Prozent

L'essentiel

  • Der DAX startet mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche, kann das Niveau aber nicht halten und bewegt sich aktuell bei rund 24.290 Punkten kaum von der Stelle.
  • Vor allem hohe Ölpreise, die ungelöste Lage an der Straße von Hormus und neue Zolldrohungen aus den USA belasten die Stimmung.
  • US-Präsident Trump kündigte an, die Zölle auf EU-Fahrzeuge von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.

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Der DAX hatte in der vergangenen Woche ein Plus von rund 0,6 Prozent verzeichnet. Die Lage an der Straße von Hormus bleibt angespannt, seit der Iran Drohungen ausgesprochen hat. Die ifo-Experten warnen, dass die Iran-Krise die Haushalte zusätzlich verunsichert und hohe Energiepreise auch für Zurückhaltung beim Neuwagenkauf sorgen könnten.

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Der DAX startet mit einem soliden Plus in die neue Handelswoche, kann das Niveau aber nicht halten. Aktuell bewegt sich der deutsche Leitindex bei rund 24.290 Punkten kaum von der Stelle. Am vergangenen Donnerstag hatte der DAX 1,4 Prozent auf 24.292 Punkte gewonnen. Auf Wochensicht ergab sich ein Plus von rund 0,6 Prozent.

Die Nachrichtenlage bleibt angespannt, die Kurserholung der vergangenen Woche könnte sich als nicht nachhaltig erweisen: "Der Ölpreis ist immer noch hoch, die Lage an der Straße von Hormus nach wie vor ungeklärt. Und neue Zolldrohungen belasten die Stimmung. Der DAX tritt nun in eine saisonal eher schwache Börsenphase ein, während das jahreszeitliche Muster ihn bisher eher stützte. Unter dem Strich könnte sich die Schaukelbörse im DAX also fortsetzen", kommentiert Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Für eine gewisse Unruhe sorgt abermals auch der US-Präsident. Donald Trump hatte am vergangenen Freitag auf seiner Online-Plattform eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. Die Zölle auf Importe sollen ab dieser Woche von 15 auf 25 Prozent erhöht werden. Höhere Zölle könnten Ökonomen zufolge die ohnehin angeschlagene Konjunktur in Deutschland weiter belasten. Vor allem für die ohnehin schwächelnde deutsche Autobranche wäre das ein schwerer Dämpfer. Denn die Stimmung bei den Autobauern ist schon seit längerem angespannt. Das ifo-Branchenbarometer ist im April weiter gefallen. Die Iran-Krise verunsichere die Haushalte zusätzlich. Die hohen Energiepreise könnten auch für Zurückhaltung beim Neuwagenkauf sorgen, so die ifo-Experten.

Am Aktienmarkt wirken sich Trumps Drohungen bereits aus: Die Aktien von Mercedes, BMW und Volkswagen fallen deutlich zurück. Die Anleger behalten die Ölpreise genau im Blick, denn immer noch hängt die Stimmung der Anleger vor allem am Ölpreis. Ein Ende der Dominanz des Themas "Persischer Golf" sei nicht in Sicht, schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tageskommentar. Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA scheinen derweil festgefahren zu sein.

Das Ölkartell OPEC+ hatte für Juni zwar eine leichte Anhebung der Förderquoten beschlossen. Allerdings dürfte dieser Schritt wegen der Sperrung der Straße von Hormuz den Ölpreis kaum ernsthaft drücken. Aktuell kostet ein Fass Rohöl sowohl der Sorte Brent als auch der Sorte WTI weiterhin deutlich mehr als 100 Euro. US-Präsident Trump hat deshalb angekündigt, dass die US-Streitkräfte ab heute dort festsitzende neutrale Schiffe eskortieren werden. Ziel sei es, die Freiheit der Handelsschifffahrt wiederherzustellen. Vor dem Krieg hatten Tanker etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl- und Flüssiggas durch die Straße von Hormus transportiert.

"Die Situation habe sich über das Wochenende nicht wesentlich verbessert, aber auch nicht wesentlich verschlechtert", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Die Nachrichtenlage bleibe undurchsichtig. Einige Titel werden heute mit Dividendenabschlag gehandelt, darunter zum Beispiel BASF, Continental, RWE und Hella. Das bedeutet, dass der Aktienkurs sinkt, weil die Höhe der Dividende abgezogen wird.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Die Schaukelbörse im DAX wird sich fortsetzen, da die Unsicherheitsfaktoren (Ölpreise, Zölle, Iran-Krise) bestehen bleiben

    Probable · En quelques semaines

  • Deutsche Autoaktien bleiben unter Druck aufgrund der US-Zölle

    Très probable · En quelques semaines

  • Ölpreise bleiben hoch wegen der Straße von Hormus

    Probable · En quelques semaines

Questions ouvertes

  • Wie wird sich die Situation an der Straße von Hormus weiter entwickeln?
  • Wird der Iran tatsächlich Öltanker angreifen?
  • Wie wird die EU auf die neuen US-Zölle reagieren?
  • Kann die deutsche Autobranche die Mehrkosten verkraften?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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