Deutschland verpasst UN-Sicherheitsrat: Eine schmerzhafte Niederlage
L'essentiel
- Deutschland ist bei der Abstimmung über einen Sitz im UN-Sicherheitsrat krachend gescheitert.
- Die deutliche Niederlage wird als Misstrauensvotum der Weltgemeinschaft gewertet und zwingt zur außenpolitischen Selbstreflexion.
Résumé généré par IA
Ein Gutes hat die deutsche Niederlage bei den Vereinten Nationen. Sie ist in ihrem Ausmaß so groß, so deutlich und so schmerzhaft, dass sich jede Beschönigung verbietet. Ein knappes Resultat hätte dem Selbstbetrug Vorschub geleistet und Ausflüchte aller Art begünstigt. Deutschland aber hat den Einzug in den UN-Sicherheitsrat so krachend verpasst, dass der Misserfolg als außenpolitisches Gesamtkunstwerk betrachtet werden muss. Der Außenminister, der Bundeskanzler, aber auch die Bundesrepublik als Land müssen ein Misstrauensvotum der Weltgemeinschaft zur Kenntnis nehmen. Das ist eine bittere und vergleichsweise neue Erfahrung. Einen guten Zeitpunkt gibt es dafür nicht, aber zu einem schlechteren hätte sie nicht kommen können.





