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DIW sieht Deutschland vorübergehend in der Rezession
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Spiegel Wirtschaft10.06.2026Business3 dk okumaGermany

DIW sieht Deutschland vorübergehend in der Rezession

L'essentiel

  • Das DIW prognostiziert für Deutschland eine vorübergehende technische Rezession in Frühjahr und Sommer 2026.
  • Erst zum Jahresende wird eine Stabilisierung erwartet, das Gesamtjahr soll bei 0,5% Wachstum enden.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognose aktualisiert und sieht Deutschland angesichts des aktuellen Energiepreisschocks vorübergehend in einer Rezession. Die Wirtschaftsleistung dürfte im laufenden Frühjahrs- und im Sommer-Quartal leicht schrumpfen. Eine technische Rezession wird bei zwei Quartalen in Folge mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt definiert.

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht Deutschland angesichts des aktuellen Energiepreisschocks vorübergehend in einer Rezession.

Im laufenden Frühjahrs- und im Sommer-Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung leicht schrumpfen, erklärten die Berliner Ökonomen zu ihrer aktualisierten Konjunkturprognose.

Bei zwei Quartalen in Folge mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt sprechen Fachleute von einer technischen Rezession.

Zum Jahresende werde sich die Wirtschaft, auch dank des Finanzpakets der Bundesregierung, stabilisieren.

»Dass die Wirtschaft in diesem Jahr überhaupt noch wächst, ist allein der öffentlichen Hand zu verdanken«, sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum und für nächstes Jahr mit plus 0,8 Prozent.

Im März und damit kurz nach Beginn des Irankriegs hatte das DIW für dieses Jahr noch 1,0 Prozent Wachstum erwartet und für 2027 mit 1,4 Prozent gerechnet.

»Der Energiepreisschock bremst die Erholung spürbar – aber wir erleben kein zweites 2022/23«, erklärte Dany-Knedlik.

»Der Schock ist kleiner, die Energieversorgung ist noch gesichert, und Deutschland ist heute weniger abhängig von fossilen Importen als nach Beginn des Ukrainekriegs.«

In einem Negativszenario schätzt das DIW, dass die Wirtschaft 2026 sogar um rund 0,5 Prozent schrumpfen könnte.

»Die finanzpolitischen Impulse fangen den konjunkturellen Rückschlag aber nicht vollständig auf«, betonte die DIW-Ökonomin.

»Entscheidend ist, dass die Mittel aus den Sondervermögen zügig und tatsächlich zusätzlich abfließen und nicht nur ohnehin bereits geplante Investitionen finanzieren.«

Sonst falle der Impuls schwächer aus als erhofft.

DIW gegen Verlängerung des Tankrabatts

Die Bundesregierung sollte dringend zielgenaue Maßnahmen umsetzen, um Menschen mit geringen Einkommen zu entlasten und das Armutsrisiko zu reduzieren.

»Eine Energiekostenpauschale – ähnlich wie 2022 – ist dafür das richtige Instrument«, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Der Tankrabatt für Mai und Juni dagegen sei teuer, nicht zielgenau und unterstütze auch die Mineralölkonzerne.

»Die Bundesregierung sollte diesen Fehler nicht ein zweites Mal wiederholen und den Tankrabatt daher nicht über den 30. Juni hinaus verlängern.«

Die Inflation dürfte nach DIW-Schätzung mit 2,9 Prozent in diesem und 3,0 Prozent im kommenden Jahr deutlich über der Zielmarke von zwei Prozent der Europäischen Zentralbank liegen.

Die Arbeitslosenquote werde voraussichtlich auf 6,4 Prozent steigen, bevor sie 2027 wieder leicht auf 6,2 Prozent sinke.

Derweil dürften die höheren Ausgaben der öffentlichen Hand für ein größeres Staatsdefizit sorgen.

Dieses werde sich auf 3,9 Prozent in diesem und 4,3 Prozent im kommenden Jahr ausweiten.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Wirtschaft stabilisiert sich zum Jahresende 2026.

    Probable · En quelques mois

  • Wirtschaft wächst um 0,8% im Jahr 2027.

    Probable · En quelques années

  • Tankrabatt wird nicht über den 30. Juni 2026 hinaus verlängert.

    Probable · En quelques jours

Questions ouvertes

  • Wie genau werden die Mittel aus den Sondervermögen eingesetzt, um den konjunkturellen Rückschlag aufzufangen?
  • Welche spezifischen Maßnahmen der Bundesregierung sind geplant, um Menschen mit geringen Einkommen zu entlasten?
  • Wie stark wird die Inflation tatsächlich über der Zielmarke der EZB liegen und welche Auswirkungen hat das auf die Geldpolitik?
  • Wie wird sich die erwarteten Anstiege der Arbeitslosenquote auf den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme auswirken?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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