DRK fordert mehr Bevölkerungsschutz in Schulen
L'essentiel
- Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordert eine stärkere Integration von Bevölkerungsschutz-Inhalten in den Schulunterricht.
- Angesichts der veränderten Bedrohungslage durch Kriege und hybride Angriffe betont das DRK die Notwendigkeit lebenspraktischer Kompetenzen wie Erste Hilfe und Selbstschutz.
- Auch die Bundesregierung plant Milliardeninvestitionen in den Zivilschutz.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Bundesregierung sehen angesichts der veränderten Bedrohungslage durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und hybride Angriffe einen dringenden Bedarf, den Bevölkerungsschutz in Deutschland zu stärken. Dies beinhaltet die Integration von Schutzmaßnahmen in die Bildung und Investitionen in die zivile Verteidigung.
Der Schutz der Bevölkerung bei Krisen und im militärischen Ernstfall sollte aus Sicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schon im Klassenzimmer beginnen. Es sei wichtig, die Inhalte des Bevölkerungsschutzes stärker in die Bildung zu integrieren, sagte eine DRK-Sprecherin.
Es gehe darum, lebenspraktische Kompetenzen zu vermitteln, die in Krisensituationen entscheidend seien - darunter Erste Hilfe, Grundlagen des Selbstschutzes und Wissen über Hilfsstrukturen. «Wirksamer Bevölkerungsschutz beginnt bei einer informierten, vorbereiteten und handlungsfähigen Bevölkerung», so der DRK-Landesverband.
Brandenburg wichtiger Knotenpunkt im Ernstfall?
Zentrale Ost-West-Verkehrsachsen und Hauptstadt-Nähe - im Verteidigungsfall kann gerade Brandenburg nach Einschätzung des DRK zu einer zentralen Drehscheibe werden. Brandenburg werde im Ernstfall zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt, so die Hilfsorganisation. Mit seiner Lage als Nachbar Berlins übernehme das Land eine «zentrale Rolle als Versorgungs-, Ausweich- und Unterstützungsraum für die Hauptstadt».
Bund will Schutz der Bevölkerung verbessern
Mt Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und hybride Angriffe - dazu zählen etwa Sabotage, Spionage, Desinformation - sieht die Bundesregierung einen gestiegenen Bedarf, Deutschland krisenfester zu machen. Bei der neuen Strategie für den Zivil- und Bevölkerungsschutz geht es um Milliarden-Investitionen, aber auch um die Verfügbarkeit von ehrenamtlichem Personal und private Vorsorgemaßnahmen. Der Bund will unter anderem auf eine zunehmende Verankerung von Zivilschutz bereits im Schulunterricht hinwirken.
Krisenkonzepte für soziale Einrichtungen wichtig
Hilfsorganisationen und Landkreise sehen Nachholbedarf, um auf Zivilschutz-Szenarien ausreichend vorbereitet zu sein. Ein oft unterschätzter Bereich sei die Vorbereitung sozialer Einrichtungen - etwa von Pflege- und anderen Hilfseinrichtungen. Krisenkonzepte seien für Pflegeeinrichtungen vorgeschrieben, allerdings nicht für andere soziale Einrichtungen etwa für Menschen mit Behinderungen, sagte der Katastrophenschutzbeauftragte des DRK-Landesverbands, Lee-J. Schumann. Dazu gehöre die Vorbereitung einer Notstromversorgung im Fall eines Blackouts.
Verbände: Ausbildung von Helfern ausbauen
Angesichts einer veränderten Bedrohungslage bleibe viel zu tun, teilte auch der Landkreistag mit. Genannt wird unter anderem die Sicherstellung der Notstromversorgung kritischer Infrastruktur, die Ausstattung von Katastrophenschutz und Feuerwehren sowie eine Stärkung der Ausbildung im Ehrenamt. «Im Ernstfall wird es auf viele helfende Hände ankommen - auch aus der Bevölkerung. Dafür müssen flexible und niedrigschwellige Ausbildungsformate bereitstehen, die Menschen schnell befähigen, sinnvoll zu unterstützen», so auch das DRK Brandenburg.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Die Bundesregierung wird die Verankerung von Zivilschutz im Schulunterricht vorantreiben.
Très probable · Moyen terme
Es werden Milliardeninvestitionen in den Zivilschutz getätigt.
Très probable · Moyen terme
Soziale Einrichtungen werden verstärkt Krisenkonzepte entwickeln müssen.
Probable · Moyen terme
Questions ouvertes
- Wie hoch sind die genauen Milliardeninvestitionen, die die Bundesregierung plant?
- Welche spezifischen Ausbildungsformate für ehrenamtliche Helfer sollen entwickelt werden?
- Welche konkreten Maßnahmen sind für die Vorbereitung sozialer Einrichtungen geplant?
- Wie wird die Verfügbarkeit von ehrenamtlichem Personal sichergestellt?




