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BackEU-Kommission fordert Nachbesserungen von Meta bei Altersprüfungen
EU-Kommission fordert Nachbesserungen von Meta bei Altersprüfungen
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Spiegel Netzwelt29.04.2026Politique3 dk okumaGermany

EU-Kommission fordert Nachbesserungen von Meta bei Altersprüfungen

Meta soll gegen das Gesetz über Digitale Dienste verstoßen haben – Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes drohen.

L'essentiel

  • Die EU-Kommission fordert von Meta Nachbesserungen bei den Altersprüfungen für Facebook und Instagram, da der Konzern gegen das Gesetz über Digitale Dienste verstoße.
  • Andernfalls drohen hohe Geldstrafen.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die EU-Kommission überwacht die Einhaltung des Gesetzes über Digitale Dienste (DSA), das darauf abzielt, Online-Plattformen sicherer und transparenter zu machen, insbesondere im Hinblick auf illegale Inhalte und den Schutz von Minderjährigen.

Taille de police

Die EU-Kommission fordert vom US-Technologiekonzern Meta Nachbesserungen bei den Altersprüfungen für die Nutzer auf den Plattformen Facebook und Instagram. Nach Ansicht der Kommission verstoße Meta damit gegen das Gesetz über Digitale Dienste.

Sie forderte von dem Konzern Änderungen, ansonsten drohen Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes und Zwangsgelder. Es ginge dabei wohl um Milliardensummen. Metas Jahresumsatz betrug im vergangenen Jahr knapp über 200 Milliarden Euro.

»Die eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Meta weisen darauf hin, dass ihre Dienste nicht für Minderjährige unter 13 Jahren bestimmt sind«, sagte Digitalkommissarin Henna Virkkunen. Das Gesetz über Digitale Dienste verpflichte Plattformen zur Durchsetzung ihrer eigenen Regeln.

Bei der Erstellung eines Kontos können Nutzer in der Praxis einfach ein falsches Geburtsdatum angeben und sich so älter machen, als sie sind. Meta prüfe nicht wirksam, wie alt die Nutzer wirklich sind, hieß es in der Erklärung der Kommission.

Kommission fordert auch rückwirkende Checks

Die Plattformen müssten außerdem verstärkt Kinder von ihren Diensten entfernen, sofern sie bereits Teil der Netzwerke sind, forderte die Kommission. Meta bietet zwar ein Tool, um Nutzer unter 13 Jahren zu melden. Dieses sei aber umständlich zu bedienen. Außerdem gebe es oft keine angemessene Nachverfolgung von gemeldeten Fällen. Darüber hinaus müssten die Plattformen Schritte ergreifen, um Minderjährige vor altersunangemessenen Inhalten zu schützen.

Laut Kommission nutzen in der EU etwa zehn bis zwölf Prozent der Kinder unter 13 Jahren Instagram oder Facebook.

Zwar richtet sich die Bewertung der Kommission in dem Fall direkt an die Meta-Plattformen. Allerdings dürften auch Snapchat, YouTube oder TikTok den Fall aufmerksam verfolgen. Auch sie legen in ihren Nutzungsbedingungen für die Erstellung eines Kontos ein Mindestalter von 13 Jahren fest. Allerdings lassen sich die Plattformen auch ohne Konto nutzen – wobei die Einschränkungen bei der Nutzung dann stark variieren.

Debatte um Social-Media-Verbot

Unterdessen wächst seit Monaten der Druck auf Brüssel, den Mitgliedsländern ein Mindestalter für Social Media rechtlich zu ermöglichen. Mehrere EU-Staaten, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland und Österreich, haben bereits angekündigt, ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen zu wollen. Auch innerhalb der deutschen Bundesregierung gibt es Bestrebungen für eine solche Altersgrenze.

Bisher ist offen, ob die Europäische Kommission die Vorhaben unterstützt und von ihrer alleinigen Kompetenz Gebrauch macht, den großen Plattformen in der EU entsprechende Regeln vorzuschreiben. Ansonsten würden die nationalstaatlichen Verbote nämlich ausschließlich die Kinder und Eltern in die Verantwortung nehmen können. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen befürwortet Mindestalter-Vorgaben grundsätzlich.

Das EU-Parlament hatte bereits im November strengere Altersgrenzen für Social Media gefordert. Demnach sollte die Altersgrenze für den Zugriff auf Social Media und Video-Plattformen sowie KI-Agenten grundsätzlich bei 16 Jahren liegen, mit elterlichem Einverständnis soll diese Grenze auf bis zu 13 Jahre abgesenkt werden.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Meta wird versuchen, die Forderungen der EU-Kommission zu erfüllen, um hohe Strafen zu vermeiden.

    Très probable · En quelques semaines

  • Andere große Social-Media-Plattformen werden ihre Altersprüfungsmechanismen überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

    Probable · En quelques mois

  • Die Debatte über ein EU-weites Mindestalter für Social Media wird sich intensivieren und möglicherweise zu neuen Gesetzgebungsinitiativen führen.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Welche spezifischen technischen Nachbesserungen fordert die EU-Kommission genau von Meta?
  • Wie wird Meta auf die Forderungen reagieren und wann werden die Nachbesserungen umgesetzt?
  • Welche anderen Plattformen werden von der EU-Kommission ähnlich geprüft?
  • Wird die EU-Kommission eine einheitliche Altersgrenze für alle Plattformen festlegen oder nationale Regelungen zulassen?

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This article was originally published by Spiegel Netzwelt.

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