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BackFußball-WM: Iran und Neuseeland trennen sich 2:2, Uruguay patzt gegen Saudi-Arabien
Fußball-WM: Iran und Neuseeland trennen sich 2:2, Uruguay patzt gegen Saudi-Arabien
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Die Zeit16.06.2026Sport7 dk okumaGermany

Fußball-WM: Iran und Neuseeland trennen sich 2:2, Uruguay patzt gegen Saudi-Arabien

L'essentiel

  • Bei der Fußball-WM trennten sich Iran und Neuseeland 2:2.
  • Uruguay startete mit einem 1:1 gegen Saudi-Arabien, während Spanien gegen WM-Neuling Kap Verde nicht über ein 0:0 hinauskam.
  • Belgien erreichte gegen Ägypten ebenfalls ein 1:1.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Die Fußball-WM 2022 in Katar ist von politischen Spannungen überschattet, insbesondere im Hinblick auf den Iran. Proteste gegen das Regime und die Verwendung von Symbolen der Opposition prägen die Berichterstattung.

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Iran – Neuseeland 2:2 (1:1)

Irans Fußballer haben sich nach vielen Widerständen und einer komplizierten Vorbereitung zum Start ihrer politisch aufgeladenen WM-Teilnahme einen Punkt gegen Neuseeland erkämpft. Beim 2:2 (1:1) im SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles brachte Elijah Just (7., 55.) Neuseeland zweimal in Führung, doch Ramin Resaeian (32.) und Mohammad Mohebi (65.) sicherten den Iranern ein Remis.

Vor dem Spiel kam es im und rund um das Stadion zu Protesten gegen das Regime im Iran. Kurz vor dem Anstoß waren auf den Rängen des SoFi-Stadions zahlreiche iranische Fahnen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution zu sehen – trotz eines Verbots der Fifa. Die Flagge mit dem Löwen- und Sonnenmotiv gilt heute als Symbol der Opposition. Unmittelbar vor dem Anstoß wurde die iranische Nationalhymne zudem von lauten Pfiffen begleitet.

Das Spiel selbst begann mit einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Die Iraner begannen mit viel Offensivdrang, erhielten aber direkt den Gegentreffer: Just schoss den Ball nach einer Ablage von Kapitän Chris Wood unter die Latte. In der Folge wirkte die iranische Defensive zunächst unsortiert, Wood vergab wenig später aus kurzer Distanz das mögliche 2:0 (15.). Erst danach fand der dreimalige Asienmeister besser ins Spiel und die Begegnung wurde ausgeglichener. Irans Topstürmer Mehdi Taremi traf bei einem Konter in der 23. Minute den Pfosten.

Im weiteren Verlauf wurde Iran stärker und kam verdient zum Ausgleich: Resaeian legte den Ball aus kurzer Distanz mit dem Außenrist an Neuseelandkeeper Max Crocombe vorbei ins Tor. Ein Treffer von Irans Ali Nemati (45.+5) zählte kurz vor der Halbzeitpause aufgrund einer klaren Abseitsposition nicht.

Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams weiter nach vorne, die erneute Führung von Just glich der völlig frei stehende Mohebi per Kopf aus. In der Schlussphase war Iran die bessere Mannschaft und drängte auf den Sieg, doch Neuseeland rettete das Unentschieden über die Zeit.

Für Iran geht es am 21. Juni (21 Uhr MESZ) gegen Belgien weiter, ehe am 27. Juni (21 Uhr MESZ) das letzte Vorrundenspiel gegen Ägypten ansteht. Neuseeland trifft zunächst am 22. Juni (3 Uhr MESZ) auf Ägypten und zum Abschluss der Vorrunde am 27. Juni (6 Uhr MESZ) auf Belgien.

Saudi-Arabien – Uruguay 1:1 (1:0)

Uruguay hat als Mitfavorit in der Gruppe H einen Fehlstart in die Fußball-WM hingelegt. Der zweimalige Weltmeister musste sich in seinem Auftaktspiel vor vielen leeren Plätzen im Hard Rock Stadium in Miami gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben.

Abdulelah al-Amri (41.) hatte Saudi-Arabien in Führung gebracht. Maxi Araújo erzielte den Ausgleich für Uruguay (80.) und rettete der nach dem Seitenwechsel drückend überlegenen La Celeste damit zumindest einen Punkt. Die Kritik an Trainer Marcelo Bielsa dürfte angesichts der vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Leistung dennoch zunehmen.

Bei Temperaturen um die 30 Grad entwickelte sich zunächst eine zähe Partie, in der beide Teams sichtbar darauf bedacht waren, ihre Kräfte einzuteilen. Die Saudis um Schlüsselspieler Salem al-Dawsari wurden für ihre erste Drangphase kurz vor der Pause belohnt: Uruguays Torhüter Fernando Muslera, der bei seiner fünften WM dabei ist, parierte die erste Gelegenheit von Al-Amri (37.) noch mit einem starken Reflex. Wenig später ließ er einen aufspringenden Kopfball jedoch nach vorne abprallen. Al-Amri reagierte am schnellsten und spitzelte den Ball zur Führung ins Netz. Bereits acht Minuten zuvor hatte Saudi-Arabiens Torwart Mohammed al-Owais einen Flugkopfball von Federico Viñas stark pariert.

Uruguays Trainer reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel, Federico Viñas und Darwin Núñez blieben in der Kabine. Danach erhöhte Uruguay deutlich den Druck und kam nun wesentlich zielstrebiger nach vorne. Bei einem Pfostenschuss von Manuel Ugarte nach rund einer Stunde fehlte allerdings das Glück. Saudi-Arabien schaffte es unter dem anhaltenden Druck nur noch selten in die gegnerische Hälfte, der Ausgleich lag damit zunehmend in der Luft. Mehr als das Remis gelang Uruguay in der Schlussphase jedoch nicht mehr.

Uruguays Kapitän Valverde sagte nach dem Spiel, die Mannschaft habe sich im Spielverlauf »deutlich verbessert«, und ergänzte: »Alles hat sich geändert: die Mentalität, die Intensität aller Spieler. Wir haben mehr angegriffen, mehr Druck gemacht, mehr nach vorne gespielt.«

Trainer Bielsa sagte: »Wir hatten Schwierigkeiten. Wir haben kein Tempo aufs Feld gebracht, konnten so keine Fehler provozieren und keinen Unterschied machen. Der Gegner hat daran geglaubt, dass er es schaffen kann, und er hat es geschafft.«

Für Saudi-Arabien geht es am 21. Juni (18 Uhr MESZ) gegen Spanien weiter, ehe am 27. Juni (2 Uhr MESZ) das letzte Vorrundenspiel gegen Kap Verde ansteht. Uruguay trifft zunächst am 22. Juni (0 Uhr MESZ) auf Kap Verde und zum Abschluss der Vorrunde am 27. Juni (2 Uhr MESZ) auf Spanien.

Belgien – Ägypten 1:1 (0:1)

Zuvor hat Belgien in der Gruppe G einen Fehlstart bei der Fußballweltmeisterschaft mit viel Mühe abgewendet und Ägypten den ersten WM-Sieg in der Geschichte verdorben. Das Team um Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne holte vor rund 67.000 Zuschauern im ausverkauften Lumen Field in Seattle nach Rückstand noch ein 1:1 (0:1).

Die Ägypter mit Superstar Mohamed Salah und dem Ex-Frankfurter Omar Marmoush verpassten zwar den historischen Erfolg, haben vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland aber beste Aussichten aufs Weiterkommen in die K.-o.-Phase. Emam Ashour (19. Minute) traf in der Mittagshitze zur Führung. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Mohamed Hany (66.), der vom eingewechselten Romelu Lukaku entscheidend bedrängt wurde.

Im Spiel ließen die Ägypter Belgien durchweg das Spiel machen und konzentrierten sich auf die Verteidigung und das schnelle Umschaltspiel. Chancen hatte die Mannschaft um Salah, der den Treffer von Ashour einleitete, nur wenige – trotzdem wurde es für die Belgier immer wieder gefährlich. In der Verteidigung standen die Nordafrikaner wiederum sehr sicher und ließen die beiden belgischen Mittelfeldspieler De Bruyne und Youri Tielemans nicht zur Entfaltung kommen.

Nach der Pause erhöhten die Belgier den Druck und fanden mit klareren Aktionen auch zunehmend Lücken in der ägyptischen Hintermannschaft. Nach dem Pfostentreffer von De Bruyne häuften sich die Chancen. Auf der anderen Seite ließ Ägypten im Laufe des Spiels nach, hätte aber durch Omar Marmoush die Führung vor dem Ausgleich auch ausbauen können. So blieb es am Ende bei dem Remis.

Für Belgien geht es am 21. Juni (21 Uhr MESZ) gegen den Iran weiter, ehe am 27. Juni (6 Uhr MESZ) das letzte Vorrundenspiel gegen Neuseeland ansteht. Für Ägypten folgt am 22. Juni (3 Uhr MESZ) die Partie gegen Neuseeland, zum Abschluss der Gruppenphase geht es am 27. Juni (21 Uhr MESZ) gegen den Iran.

Spanien – Kap Verde 0:0

Die Nacht begann zuvor bereits mit der ersten Sensation dieser WM: Spanien hat im Auftaktspiel der Gruppe H gegen den Außenseiter und Turnierneuling Kap Verde nur 0:0 gespielt.

Für Kap Verde, mit 500.000 Einwohnern drittkleinster WM-Teilnehmer, ist der Punktgewinn im Duell der Nummer 3 gegen die Nummer 64 der Weltrangliste schon jetzt der größte Erfolg der Fußballgeschichte.

Die Spanier kontrollierten zwar von Beginn an die Partie und erspielten sich einige Chancen. Allerdings scheiterte die La Furia Roja mehrfach an dem großartig spielenden Torhüter von Kap Verde, Vozinha. Unmittelbar vor der Pause parierte der 40 Jahre alte Keeper stark gegen Torres (45.) und Aymeric Laporte (45.+3).

Nach der Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Spanien besaß ein optisches Übergewicht, aber die Afrikaner verteidigten erfolgreich. Vozinha war weiterhin stark und gegen Fabián Ruiz (56.) auf dem Posten. In der 71. Minute brachte Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente Lamine Yamal für Gavi ins Spiel, wenig später auch Williams. Doch auch den Offensivstars gelang nicht der Siegtreffer.

Der kapverdische Rechtsverteidiger Steven Moreira bedankte sich in einem Interview nach dem Spiel bei seinem Torwart, der mit seinen Paraden den ersten WM-Punkt für das Land festhielt. »Er ist eine Legende. Wir freuen uns alle so unglaublich für ihn«, sagte der 31-Jährige. »Manchmal machen wir Witze über ihn wegen seines Alters. Heute hat er eine beeindruckende Leistung gezeigt.« Nach Angaben des Datenanbieters Opta ist Vozinha mit seinen 40 Jahren der älteste Torwart in der Geschichte, der bei seinem WM-Debüt ohne Gegentor blieb.

Auch Kap Verdes Trainer Bubista würdigte seinen Torhüter als »besten Spieler auf dem Feld. Er war von den Emotionen überwältigt. Er ist ein ziemlich erfahrener Spieler und hat all die Jahre dafür gekämpft, hier auf dieser Weltbühne zu stehen.« Vozinha, der nach dem Spiel zum Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde, sagte: »Das ist eine große Ehre für mich, ich bin sehr stolz. Wir kommen aus einem kleinen Land mit limitierten Möglichkeiten. Wir haben heute einfach den Plan des Trainers verfolgt.«

Für Kap Verde geht es am 22. Juni (0 Uhr MESZ) zunächst gegen Uruguay weiter, ehe am 27. Juni (2 Uhr MESZ) das Spiel gegen Saudi-Arabien ansteht. Spanien trifft als Nächstes auf Saudi-Arabien und zum Abschluss der Vorrunde auf Uruguay.

Questions ouvertes

  • Wie wird sich die politische Situation auf die weitere Leistung des Iran auswirken?
  • Welche Reaktionen wird es auf die Proteste im Stadion geben?

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This article was originally published by Die Zeit.

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