Führungskräfte in Deutschland: Entlassungswelle trifft Manager
L'essentiel
- Eine beispiellose Entlassungswelle trifft Führungskräfte in Deutschland, mit einem Anstieg von 14% arbeitslos gemeldeter Manager im letzten Jahr.
- Der DFK verzeichnet einen Rekord bei Beratungsfällen.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Führungskräfte in Deutschland sehen sich mit einer unerwarteten Entlassungswelle konfrontiert. Ein Beispiel ist ein 58-jähriger Bereichsvorstand, der nach über zwanzig Jahren im Unternehmen vor einem Aufhebungsvertrag sitzt. Der Deutsche Führungskräfteverband (DFK) verzeichnet einen Rekordanstieg bei Beratungsfällen.
Eben noch Bereichsvorstand, jetzt soll er gehen: Peter Dahl (Name geändert) sitzt vor der Personalchefin des Automobilzulieferers aus Süddeutschland und einem Unternehmensjuristen. Auf dem Tisch liegt ein Aufhebungsvertrag. Der Puls des Managers rast. Dem 58-Jährigen, seit über zwanzig Jahren im Unternehmen, fehlen die Worte.
Unerwartet entlassen zu werden, „das schockt jeden“, sagt Nils Schmidt, Vorstand des Deutschen Führungskräfteverbands (DFK) in Essen. Seit 13 Jahren ist der Fachanwalt für Arbeitsrecht für den Verband mit rund 15.000 Mitgliedern tätig.
Eine Entlassungswelle wie diese hat Schmidt noch nicht erlebt. Binnen eines Jahres ist die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte um 14 Prozent auf durchschnittlich 49.000 hochgeschnellt.
Das ergeben exklusiv für das Handelsblatt erstellte Analysen der Bundesagentur für Arbeit zu den aktuellen Beschäftigtenzahlen. Der prozentuale Anstieg war 2025 deutlich größer als bei anderen Beschäftigtengruppen.
Ob aus der Automobilbranche, der Chemieindustrie oder dem Maschinenbau, rund 2000 Fälle hat Schmidt in den vergangenen zwölf Monaten beraten. Ein trauriger Rekord. Üblich sind rund 1500 Beratungen.
Nicht selten brechen gestandene Frauen und Männer wie Dahl vor Schmidt in Tränen aus, wenn sie vom Moment ihrer Entlassung berichten. „Dann ist neben rechtlicher Beratung auch psychologische Betreuung gefragt, um die Betroffenen wieder aufzubauen.“
Die meisten Führungskräfte durchlaufen die klassische Krisenkurve: Auf „Das kann doch nicht wahr sein“ folgen Wut und Trauer. Bis zur Akzeptanz kann es Wochen dauern, weiß Schmidt. „Nicht mal zehn Prozent unserer Mandanten nehmen das sportlich und sagen: Ich unterschreibe den Aufhebungsvertrag und suche mir eine neue Stelle.“
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Continued high number of layoff consultations for DFK.
Très probable · En quelques mois
Increased demand for psychological support for affected managers.
Probable · En quelques mois
Potential for a significant portion of affected managers to seek new employment within the next year.
Possible · En quelques mois
Questions ouvertes
- What are the specific reasons for this wave of layoffs across different industries?
- Are there specific sub-sectors within automotive, chemicals, and manufacturing that are more affected?
- What is the typical duration for a manager to move through the crisis curve?
- What are the long-term career implications for these affected managers?






