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Grüne Jugend-Sprecher Luis Bobga verknüpft WM-Aus mit häuslicher Gewalt
Politique
Die Welt01/07/2026Politique2 min de lectureGermany

Grüne Jugend-Sprecher Luis Bobga verknüpft WM-Aus mit häuslicher Gewalt

L'essentiel

  • Luis Bobga, Bundessprecher der Grünen Jugend, hat in sozialen Medien das deutsche WM-Aus mit häuslicher Gewalt in Verbindung gebracht.
  • Er kritisierte Fußballfans und forderte das Abhängen von Deutschland-Flaggen, während er auf Studien zu steigender häuslicher Gewalt bei Turnieren verwies.

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Der Bundessprecher der Grünen Jugend, Luis Bobga, hat mit Beiträgen in sozialen Netzwerken Fußballfans, das deutsche WM-Aus und Gewalt gegen Frauen in Verbindung gebracht. Auf Threads und Instagram schrieb Bobga unter anderem: „Du sagst, Elfmeter heißt Nervenkitzel, aber was ist das für deine Nachbarin, wenn Fehlschuss bedeutet, dass ihr Mann sie danach zusammenschlägt?“

In einem weiteren Beitrag mutmaßte Bobga: „Wie viele Männer haben heute Nacht um halb 2 wohl rotzevoll die Wut auf Paraguay an ihren Frauen rausgelassen?“ Anschließend forderte er wörtlich: „So und jetzt hängt eure scheiß Deutschland-Flaggen wieder ab.“ Zudem schrieb er, er habe sich „gefreut, dass Havertz und Woltemade verschossen haben und nicht Undav und Sané“, fügte aber hinzu: „Für die Diskussion seid ihr nicht ready.“ Zunächst berichtete „Focus online“ über Bobgas Äußerungen.

Zu Fußballturnieren steige häusliche Gewalt

Bobga verwies in seinen Beiträgen auf einen Zusammenhang zwischen Fußballturnieren und häuslicher Gewalt. „Zu Fußballturnieren steigen die Fälle häuslicher Gewalt an, das wird seit Jahren belegt“, schrieb er, ohne konkrete Quellen zu nennen. Tatsächlich gibt es Studien, die einen solchen Zusammenhang untersuchen und bei großen Turnieren einen Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt feststellen. Auf diese ging Bobga jedoch nicht näher ein.

Der Grünen-Jugend-Politiker kritisierte zudem, Männer würden nach sportlichen Niederlagen mit großer Vehemenz personelle Konsequenzen fordern. Wenn Männer „einmal so beherzt rechtlichen Schutz vor sexualisierter Gewalt, mehr Geld für Frauenhäuser und Outcallen von Tätern in ihrem Freundeskreis fordern würden, wie jetzt den Rücktritt von Nagelsmann, stellt euch vor was für eine Welt wir hätten“, schrieb Bobga.

Provokation vor zwei Wochen

Erst vor zwei Wochen hatte Bobga in einem Instagram-Video erklärt, es sei „natürlich völliger Quatsch“, dass alle Menschen, die Schwarz-Rot-Gold trügen, politisch am rechten Rand stünden. Eine Gesellschaft müsse aushalten, dass Menschen diese Farben aus Stolz auf eine offene demokratische Gesellschaft bei einer WM tragen wollten. Gleichzeitig gebe es Menschen, die Angst vor betrunkenen Männergruppen mit Deutschlandfahnen hätten, weil sie damit gewaltvolle Erfahrungen verbänden. Als Beispiele nannte Bobga rassistische Anfeindungen und sexuelle Belästigung.

Bobga war bereits im Januar aufgefallen, weil er CSU-Chef Markus Söder als „Hurensohn“ bezeichnet hatte. Später entschuldigte er sich dafür.

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This article was originally published by Die Welt.

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