Hackerangriff auf V-Bank: Kundendaten gestohlen
L'essentiel
- Die Münchener V-Bank wurde Opfer eines Hackerangriffs auf einen externen IT-Dienstleister, bei dem Kundendaten entwendet wurden.
- Die Bank betont, dass kein Geldabfluss stattfand und Kontozugangsdaten nicht betroffen waren.
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Pourquoi c'est important
Die V-Bank ist Deutschlands größte Depotbank für unabhängige Vermögensverwalter und hat auch Family-Offices und Stiftungen als Kunden. Im Vorjahr verwaltete sie rund 73.000 Konten mit 66 Milliarden Euro Vermögen.
Frankfurt. Die Münchener V-Bank ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei sind Deutschlands größter Depotbank für unabhängige Vermögensverwalter Kundendaten abhandengekommen. „Wir können bestätigen, dass unsere Bank infolge eines Cyber-Angriffs auf einen externen IT-Dienstleister Ziel eines unbefugten Datenzugriffs wurde“, heißt es am Montag in einer Mitteilung der Bank.
Dabei seien Daten der V-Bank kompromittiert worden. Es handle sich um einen professionell durchgeführten kriminellen Angriff, den das Institut sehr ernst nehme.
Die Münchener Bank hat sich auf die Führung von Depots für unabhängige Vermögensverwalter spezialisiert und wirbt damit, dass acht von zehn dieser Unternehmen die Dienste der V-Bank in Anspruch nehmen. Daneben zählen Family-Offices und Stiftungen zum Kundenkreis.
Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Geschäftspartner nach Angaben der Bank auf 504. Insgesamt verwaltete die V-Bank rund 73.000 Konten und Depots. Das verwaltete Vermögen (Assets under Custody) lag Ende 2025 bei rund 66 Milliarden Euro.
Mit rund 180 Mitarbeitern erzielte das Institut einen Gewinn von rund 52 Millionen Euro. Das Institut gehört seinen Kunden, über 80 Prozent der Anteile gehören unabhängigen Vermögensverwaltern und Family-Offices.
„Bedauerlicherweise ist es den Tätern gelungen, einzelne personenbezogene Daten von Kundinnen, Kunden und Geschäftspartnern zu entwenden“, heißt es im Statement des Instituts. Die Täter hätten aber zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Konten der V-Bank gehabt. Dies gelte auch für sämtliche Kontozugangs- und Legitimationsdaten (Benutzernamen und Passwörter) sowie Steuerdaten. „Ein Abfluss von Geldern hat nicht stattgefunden“, betont die Bank. Ab heute würden Kunden und Geschäftspartner informiert.
Alle IT-Systeme der V-Bank seien stabil und uneingeschränkt funktionsfähig. Hinweise auf Missbrauch der Daten liegen laut Mitteilung nicht vor.
Cyberkriminalität zählt für Banker weltweit zu den größten Risiken. „Das ist es, was mich nachts wachhält“, sagte Citigroup-Chefin Jane Fraser Anfang Juni im Handelsblatt-Interview. Bei der Verteidigung ihrer Systeme würden alle Banken zusammenarbeiten. „Dennoch beschäftigt es jeden an der Wall Street“, betonte Fraser.
Questions ouvertes
- Wie viele Kunden sind betroffen?
- Welche spezifischen Daten wurden entwendet?
- Wann genau fand der Angriff statt?



