Handwerk verzeichnet steigende Ausbildungszahlen trotz Wirtschaftstrend
L'essentiel
- Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg von 4,9 Prozent bei neuen Ausbildungsverträgen auf fast 67.800.
- ZDH-Präsident Jörg Dittrich bezeichnet dies als Lichtblick in schwieriger Wirtschaftslage und führt Gründe wie KI-Sicherheit und Imagekampagnen an.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Das Handwerk in Deutschland verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg der neuen Ausbildungsverträge um 4,9 Prozent auf fast 67.800, was ZDH-Präsident Jörg Dittrich als positiven Trend in einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage hervorhebt.
Im Handwerk steigen gegen den Trend in der Gesamtwirtschaft die Ausbildungszahlen: Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, sprach von einem Lichtblick in einer insgesamt schwierigen Lage. "Wir steuern auf das vierte Jahr in Folge mit steigenden Neuvertragszahlen zu", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.
Zwischen Januar und Juni 2026 seien bereits knapp 67.800 neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrollen eingetragen - über 3.160 Verträge beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. "Einen so hohen Juni-Wert hatten wir zuletzt 2018. Das ist eine nachdrückliche Botschaft: Junge Menschen entscheiden sich bewusst für das Handwerk." In einigen Kammerbezirken gebe es sogar zweistellige Zuwächse.
Mehrere Gründe für steigende Ausbildungszahlen
Für die steigenden Ausbildungszahlen im Handwerk nannte Dittrich mehrere Gründe: "Erstens: KI. Junge Menschen erkennen, dass das Handwerk eine echte Alternative bietet, wenn sie einen sicheren Job haben wollen."
Zweitens seien die Imagekampagne des Handwerks und Werbebemühungen offensichtlich in der Gesellschaft angekommen. Drittens hätten sich die Verdienst- und Karrieremöglichkeiten im Handwerk verbessert. "Und viertens: Teile der Industrie haben die Zahl ihrer Ausbildungsplätze aufgrund der Weltmarktlage massiv verringert."
Dittrich forderte, dass die Verantwortung des Handwerks bei der Ausbildung entsprechend gewürdigt werden müsse. Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung müsse endlich gesetzlich verankert werden. "Und sie muss an der finanziellen Ausstattung deutlich werden." Die Bildungszentren hätten erheblichen Sanierungsbedarf.
Questions ouvertes
- Wie wird die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung gesetzlich verankert?
- Welche konkreten finanziellen Mittel werden für die Sanierung der Bildungszentren bereitgestellt?




