Dernière minute
INTLIran-US war latest: Tehran attacks US military bases as Strait of Hormuz standoff escalatesRUДвижение поездов на участке Сокольнической линии метро Москвы остановленоTRUN Women Raporu: Finansman Kesintileri Kadın ve Kız Çocuklarını Hayati Destekten Mahrum BırakıyorTRİran ve ABD Arasında Hürmüz Boğazı Gerilimi TırmanıyorRUТерапевт: Бессонница повышает риск болезни АльцгеймераTRDijital Mecralarda Terör Propagandasına Karşı Mücadele Devam EdiyorTRBurak Özügergin, Kopenhag Büyükelçisi Olarak AtandıTRNATO Zirvesi Denizcilik Sektörüne Yeni Fırsatlar SunuyorTRKAAN savaş uçağında kritik motor süreci başlıyorTRTürkiye Yeni Bir Sıcak Hava Dalgasına Hazırlanıyor: Ağustos ve Eylül Ayları KritikINTLIran-US war latest: Tehran attacks US military bases as Strait of Hormuz standoff escalatesRUДвижение поездов на участке Сокольнической линии метро Москвы остановленоTRUN Women Raporu: Finansman Kesintileri Kadın ve Kız Çocuklarını Hayati Destekten Mahrum BırakıyorTRİran ve ABD Arasında Hürmüz Boğazı Gerilimi TırmanıyorRUТерапевт: Бессонница повышает риск болезни АльцгеймераTRDijital Mecralarda Terör Propagandasına Karşı Mücadele Devam EdiyorTRBurak Özügergin, Kopenhag Büyükelçisi Olarak AtandıTRNATO Zirvesi Denizcilik Sektörüne Yeni Fırsatlar SunuyorTRKAAN savaş uçağında kritik motor süreci başlıyorTRTürkiye Yeni Bir Sıcak Hava Dalgasına Hazırlanıyor: Ağustos ve Eylül Ayları Kritik
Newsgather
BackHitzewellen in Deutschland: Wie extreme Temperaturen die Arbeit und Wirtschaft beeinflussen
Hitzewellen in Deutschland: Wie extreme Temperaturen die Arbeit und Wirtschaft beeinflussen
En développement
Handelsblatt2 sa önceBusiness6 dk okumaGermany

Hitzewellen in Deutschland: Wie extreme Temperaturen die Arbeit und Wirtschaft beeinflussen

L'essentiel

  • Hitzewellen mit über 30 Grad Celsius beeinträchtigen die Arbeitseffizienz und die Wirtschaft.
  • Studien zeigen, dass Produktivität sinkt und Übersterblichkeit steigt.
  • Maßnahmen wie Begrünung und flexible Arbeitszeiten sind nötig.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Hitzewellen nehmen zu und beeinflussen Arbeitseffizienz und Wirtschaft. Die Frage ist, ob dies Folge des Klimawandels ist und was dagegen getan werden kann.

Taille de police

Berlin. Bin ich schon am Limit? Diese Frage könnten sich in diesem Sommer tausende Menschen in Metropolen wie Köln, Berlin und Hamburg stellen, wenn in den Großstädten das Thermometer mehr als 30 Grad Celsius anzeigt. Denn die Hitze beeinflusst auch die Arbeit im Büro. Selbst, wenn es dort kühl sein sollte.

Doch wie ungewöhnlich ist die aktuelle Lage mit ihren Hitzerekorden? Was genau bedeutet das für den Einzelnen? Und was für die Wirtschaft als Ganzes? Und vor allem: Was lässt sich dagegen tun vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl an Hitzetagen?

Ist das noch ein normaler Ausreißer oder schon Folge des Klimawandels? Für die einzelne Hitzewelle ist das schwerlich zu beantworten. Für das Phänomen im größeren Kontext lässt sich aber deutlich sagen: Zahl und Ausmaß der Hitzetage von mehr als 30 Grad sind über die Jahre deutlich gestiegen.

In Berlin wurde dieses Jahr zum Beispiel mit 39,9 Grad ein Hitzerekord erreicht. Dabei gab es schon neun Hitzetage in diesem noch jungen Sommer. In den 1950ern waren es nicht mal fünf Hitzetage pro Jahr.

Ähnlich ist die Lage in den anderen deutschen Millionenmetropolen Köln, Hamburg und München. Auch hier haben die Häufigkeit und das Ausmaß an Hitzetagen deutlich zugenommen.

Mit diesem Anstieg der Hitzetage steigt einerseits die extreme Belastung für Menschen, die im Freien arbeiten, zum Beispiel in der Baubranche oder in der Landwirtschaft. Aber auch für Bürojobs gibt es deutliche Auswirkungen, wie Studien zeigen.

Denn während eine Temperatur zwischen 20 und 24 Grad als „Sweetspot“ für Büroarbeiten gilt, nimmt die Arbeitseffizienz danach deutlich ab. Das zeigten 2006 die Forscher Olli Seppänen, William J. Fisk und Q.H. Lei in einer Übersichtsarbeit, die bis heute als Referenzpunkt in der Forschung gilt.

Pawel Wargocki, Professor für Umwelt- und Ressourcentechnik an der Dänischen Technischen Universität in Lyngby, erklärt den aktuellen Stand der Forschung wie folgt: Generell können wir Menschen uns besser konzentrieren, wenn wir fast schon frösteln – und nicht bei Temperaturen oberhalb von 20 Grad. „Bis etwa 25 oder 27 Grad lässt sich noch effizient arbeiten, wenn man die hohe Temperatur anderweitig ausgleicht, durch zum Beispiel mehr Windzug oder kurze Klamotten“, sagt er.

Spürbarer würden die Effekte jenseits von 27 bis 28 Grad. Dann müsse der menschliche Körper generell so viel Energie aufwenden, nur um sich herunterzukühlen, dass die Leistung leide. Eine Studie aus 2025, an der Wargocki mitbeteiligt war, zeigte, dass ab diesen Temperaturen die Performance zurückging, insbesondere bei Aufgaben, die das Gedächtnis oder die Auffassungsgabe herausforderten.

„Es sind keine riesigen Einbrüche, aber über längere Zeit ist der Effekt deutlich sichtbar. Leute fangen an, langsamer Aufgaben zu lösen“, sagt Wargocki. Auch bei der Genauigkeit von Lösungen lasse sich ein leichter Effekt messen.

Werden die Temperaturen noch extremer, beginnen die Folgen, ernsthaft die Gesundheit zu beeinflussen. Hannah Lintener, Gesundheitsökonomin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, weist dabei auf Daten des Robert Koch-Instituts zur aktuell in den Hitzewellen gemessenen Übersterblichkeit hin.

Aktuell sorgte eine Übersichtsstudie der Allianz zu den Effekten von Hitzewellen für Aufmerksamkeit. Ein zentrales Resultat der Studie: Oberhalb von 30 Grad Celsius senkt demnach jedes Grad mehr die stündliche Produktivität um etwa drei Prozent.

Wer allerdings genauer in die Methoden der Studie schaut, sieht, dass dafür Daten von 49 Ländern ohne weitere Gewichtung zusammengepackt wurden. Das heißt, Produktivitätsveränderungen in Rumänien und Slowenien wirkten sich im Modell genauso stark aus wie in den USA und Großbritannien. In genau diesen G7-Ländern war der Effekt der Hitzebelastung aber wesentlich geringer, zudem ist ihr BIP sehr viel höher.

Andere Studien finden einen deutlich geringeren, wenn auch beachtlichen Effekt. Eine Forschergruppe um den Spanier David García-León kam zu dem Schluss, dass schon jetzt in Hitzejahren das europäische Bruttoinlandsprodukt um 0,3 bis 0,5 Prozent auf das Jahr gerechnet zurückgeht. In einzelnen Regionen beträgt der Effekt sogar bis zu ein Prozent des BIP. Und hält der Klimawandel an, wird dieser Effekt für Länder wie Zypern bis 2060 sogar teils ein Minus von bis zu drei Prozent sein.

Wie anfällig die deutsche Wirtschaft für Hitzestress ist, ist derweil sehr abhängig von der Studie und dem Blickwinkel. Eine Studie der EZB aus diesem Jahr sieht im Vergleich zu Spanien, Frankreich und Italien zentrale deutsche Wirtschaftszweige wie Bergbau, den Fertigungssektor und die Pharmabranche als besonders hitzeanfällig an.

Studien wie die von García-León dagegen legen nahe, dass im europäischen Vergleich die nördlichen Länder weniger den negativen Effekten der Hitze ausgesetzt sind als die südlichen Länder. „Generell werden nördliche Länder noch eher von den negativen Effekten verschont“, sagt auch Wargocki.

Ähnlich sieht es auch eine andere, frühere Studie der EZB, die Länder der Ersten Welt mit Entwicklungsländern vergleicht. Livio Stracca, einer der an der Studie beteiligten Ökonomen, erklärt es so: „Wir sehen, dass es den globalen Süden trifft. Zum einen sind diese Länder generell mehr von Hitzewellen betroffen und zum anderen verlieren diese Entwicklungsländer durch ihre größere Abhängigkeit von der Landwirtschaft mehr an Wirtschaftskraft.“

Ventilator, kurzes Hemd, weg mit dem Sakko, viel trinken – all das sind Tipps, die der Forscher Wargocki für den heißen Büroalltag aufzählt. Insbesondere Japan sei ein Paradebeispiel. Dort habe man mit dem Wort „Cool Biz“, kurz für „Cool Business“, Werbung gemacht, den sonst eher strengen Dresscode aufzuweichen. Das habe zu weniger Energieverbrauch für Klimaanlagen geführt.

„Außerdem kann man darüber reden, ob man Arbeitszeiten flexibler hält, damit man anspruchsvollere Tätigkeiten in den kühleren Morgen- oder späten Abendstunden macht“, sagt der Forscher. Und doch, all diese Maßnahmen hätten auch ihre Grenzen.

Wenn die Temperaturen im Büro nahe der 30 Grad seien, dann seien Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit vorprogrammiert. Da mache ein Ventilator keinen Unterschied mehr. Und auch Klimaanlagen würden nur bedingt helfen, sagt Wargocki. „Was hilft Ihnen das kühle Büro, wenn Sie in Ihrer Wohnung vor Hitze kaum schlafen können und entsprechend unausgeruht zur Arbeit kommen?“

Hannah Lintener sagt, dass auch Kommunen und Bundesländer in der Pflicht sind. Vor allem ein Mehr an Begrünung in den Innenstädten und das Entsiegeln von Flächen können auf dem größeren Maßstab Abhilfe schaffen.

„Baden-Württemberg geht hier mit gutem Beispiel voran, indem im Landeshaushalt zusätzliche finanzielle Mittel für die Kommunen bereitgestellt werden, um sich dem Klimawandel anzupassen“, sagt Lintener. Neben Maßnahmen im öffentlichen Raum gehören dazu bauliche Anpassungen aber auch eben die Anschaffungen von Klimaanlagen für Schulen, Ämter und andere Einrichtungen.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Anstieg der Hitzetage über 30 Grad Celsius wird sich fortsetzen.

    Très probable · En quelques mois

  • Wirtschaftliche Auswirkungen von Hitze werden deutlicher spürbar.

    Probable · En quelques années

Questions ouvertes

  • Wie stark wird die deutsche Wirtschaft langfristig betroffen sein?
  • Welche weiteren Anpassungsmaßnahmen sind auf nationaler Ebene geplant?

Sujets liés

This article was originally published by Handelsblatt.

Articles liés

Plus sur ce sujetHitzewellen