Influencer bestellt nur Eisbergsalat bei Taco Bell – Hintergrund sind Cyclospora-Infektionen in den USA
L'essentiel
- Influencer Nick Reid bestellt bei Taco Bell nur Eisbergsalat – Trend von Salatbestellungen als Mutprobe.
- Gleichzeitig gibt es in den USA über 6700 Cyclospora-Infektionen, hunderte Krankenhauseinweisungen und erste Todesfälle in Michigan.
- Betroffene Salatlieferant Taylor Farms de Mexico schadet Restaurants und Investoren.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
In den USA treten seit Wochen Cyclospora-Infektionen auf, die zu Durchfall und in schweren Fällen zu Dehydrierung führen können.
New York. Seine Bestellung dürfte Nick Reid als Scherz gemeint haben. Der Influencer filmte sich in einer Filiale der Fast-Food-Kette Taco Bell, wie er nichts außer einer großen Schale Eisbergsalat bestellt. Sein Begleiter staunt, die Kassierer schmunzeln. Reid ist längst nicht allein: Schon seit zwei Wochen posten Amerikaner Videos, in denen sie bei Fast-Food-Ketten bergeweise Salat bestellen – als Mutprobe oder als Witz.
Dabei ist der Anlass nicht komisch. Seit einigen Wochen kommt es in den USA zu Infektionsfällen mit Cyclospora, einem Darmparasiten. Er löst Durchfall aus, der sich über Wochen ziehen kann. Die Gesundheitsbehörde CDC hat landesweit mehr als 6700 Fälle nach Laboruntersuchungen bestätigt, Tausende weitere werden noch geprüft. Hunderte Menschen mussten ins Krankenhaus.
Am Montag wurden gar die ersten Todesfälle gemeldet: Zwei Personen seien in Michigan nach Cyclosporiasis-Infektionen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaats am Montag mit. Beide hatten demnach Vorerkrankungen, die im Zusammenspiel mit der Darmerkrankung und der daraus resultierenden Dehydrierung zu ihrem Tod beigetragen haben könnten.
Einen Teil der Fälle bringen die Behörden mit geschnittenem Eisbergsalat des größten nordamerikanischen Lieferanten in Verbindung: Taylor Farms de Mexico. Für die Restaurants, die Salat von diesem Unternehmen beziehen, ist der Schaden groß: Kunden und Investoren wenden sich ab. Dies trifft auch Unternehmen, die bislang nicht im nachweisbaren Zusammenhang mit Infektionen stehen – eines hat Wachstumspläne in Deutschland.
Questions ouvertes
- Wie viele Salatlieferanten sind noch von der Kontamination betroffen?
- Welche Maßnahmen ergreifen die Behörden, um weitere Infektionen zu verhindern?







