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Irlands BIP bricht ein – Euro-Zone droht negative Wachstumsrate
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Handelsblatt·2 sa önce·🇩🇪Germany·Business

Irlands BIP bricht ein – Euro-Zone droht negative Wachstumsrate

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#BIP#Wirtschaft#Euro-Zone#Pharmaindustrie#Konjunktur
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Handelsblatt
Yayıncı
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Dublin. Die irische Wirtschaft ist im ersten Quartal massiv eingebrochen – mit Folgen auch für die Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist von Januar bis März um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gesunken, teilte das Statistikamt am Donnerstag in Dublin mit. Es korrigierte damit eine erste Schätzung von minus zwei Prozent deutlich nach unten.

Der Absturz ist auf Sondereffekte im großen multinationalen Sektor des Landes zurückzuführen, insbesondere in der Pharmaindustrie. Die für die tatsächliche Stärke der heimischen Wirtschaft aussagekräftigere Kennzahl – die sogenannte modifizierte Binnennachfrage – legte im gleichen Zeitraum allerdings um 0,6 Prozent zu.

„Der entscheidende Faktor für das BIP ist die Umkehr des Wachstums, das wir im vergangenen Jahr im Pharmasektor gesehen haben“, sagte Statistikamt-Direktor Chris Sibley. „Wenn wir diese Aktivität herausrechnen und nur die Binnenwirtschaft betrachten, sehen wir dort eine positive Entwicklung.“

Im Gesamtjahr 2025 wuchs die irische Wirtschaft um 12,3 Prozent. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, angetrieben durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle und eine boomende Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehmmedikamente. Dieser Effekt kehrt sich nun um.

Die massive Abwärtskorrektur in Irland hat Ökonomen zufolge erhebliche Auswirkungen auf die Schätzung zum Wirtschaftswachstum für die gesamte Euro-Zone. „Sollte diese Zahl in der endgültigen Schätzung bestätigt werden, wäre dies der stärkste Quartalsrückgang seit dem Beitritt Irlands zur Währungsunion“, sagte der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann.

Damit könnte sich aus dem ursprünglich für die Währungsunion gemeldeten Wachstum von 0,1 Prozent für das erste Quartal nun ein Rückgang von 0,25 Prozent ergeben. „Insgesamt erschweren die irischen Zahlen die Interpretation des Konjunkturtrends in der Euro-Zone erheblich“, sagte Hartmann.

This article was originally published by Handelsblatt.

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