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Kubanischer Präsident attackiert Trumps Übernahmedrohung als »kriminellen Akt«
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Spiegel Ausland03.05.2026Politique1 dk okumaGermany

Kubanischer Präsident attackiert Trumps Übernahmedrohung als »kriminellen Akt«

Díaz-Canel wirft Trump gefährliche Rhetorik vor – Hunderttausende demonstrierten in Havanna gegen US-Embargo

L'essentiel

  • Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die Drohungen von US-Präsident Donald Trump als »drastischen kriminellen Akt« bezeichnet.
  • Trump habe seine Rhetorik in Richtung militärischer Aggression verschärft.
  • Hunderttausende demonstrierten am Tag der Arbeit in Havanna gegen das US-Embargo.

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Kuba befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Massive Energieengpässe und Versorgungsprobleme prägen den Alltag. Die USA haben seit Januar eine Ölblockade verhängt.

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Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen. In einem Beitrag auf der Plattform X hat er sie als »drastischen kriminellen Akt« bezeichnet. Trump verschärfe seine Rhetorik in Richtung militärischer Aggression gegen Kuba in einem »gefährlichen und beispiellosen Ausmaß«. Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft und die US-Bevölkerung auf, Stellung zu beziehen.

Der US-Präsident hatte zuletzt erneut eine mögliche Übernahme Kubas ins Spiel gebracht. Zunächst hatte er Kuba bereits als »gescheiterten Staat« bezeichnet und angekündigt, das Land »besuchen« zu wollen, sobald ein möglicher Konflikt mit Iran beendet sei. Parallel dazu weitete die US-Regierung ihre Sanktionen gegen das sozialistische Land aus. Díaz-Canel erklärte, Kuba werde sich keinem Aggressor beugen. Stattdessen werde jeder Angreifer auf eine Bevölkerung treffen, die entschlossen sei, ihre Souveränität »auf jedem Zentimeter« des Staatsgebiets zu verteidigen.

Am Tag der Arbeit demonstrierten in Havanna Hunderttausende Menschen gegen das US-Embargo und die Drohungen aus Washington. Nach offiziellen Angaben nahmen mehr als 500.000 Personen an einer Kundgebung vor der US-Botschaft teil, darunter Díaz-Canel und der ehemalige Staatschef Raúl Castro.

Erst am Freitag verhängte US-Präsident Donald Trump weitere Sanktionen gegen Vertreter von Regierung und Wirtschaft in Kuba, darunter Akteure aus den Bereichen Energie, Finanzen und Sicherheit. Den Betroffenen drohen Einreiseverbote sowie mögliche Strafmaßnahmen gegen internationale Banken, die mit ihnen zusammenarbeiten.

Kuba steckt derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieengpässe, die unter anderem auf eine seit Januar geltende Ölblockade der USA zurückgeführt werden. Immer wieder kommt es zu stundenlangen Stromausfällen. Zudem mangelt es an Treibstoff, Lebensmitteln und Alltagsgütern.

Questions ouvertes

  • Wie wird die internationale Gemeinschaft auf Trumps Drohungen reagieren?
  • Welche konkreten weiteren Maßnahmen plant die US-Regierung?
  • Wird es zu einem militärischen Konflikt kommen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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