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Kylie Jenner Werbeplakat für Meta Smart Glasses verunstaltet
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Spiegel NetzwelthierTech1 min de lectureGermany

Kylie Jenner Werbeplakat für Meta Smart Glasses verunstaltet

L'essentiel

  • Ein Werbeplakat für Kylie Jenners Meta Smart Glasses wurde mit der Botschaft "We're Always Watching" verunstaltet, was auf die integrierte Kamera und Datenschutzbedenken anspielt.
  • Dies geschieht inmitten von Beschwerden über heimliche Filmaufnahmen und Verbotsplänen in deutschen Städten.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Ein Werbeplakat für Kylie Jenners Meta Smart Glasses, die eine integrierte Kamera besitzen, wurde verunstaltet, um auf die Überwachungsfunktion der Geräte hinzuweisen. Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Beschwerden über heimliche Filmaufnahmen und Verbotsplänen in deutschen Städten.

Taille de police

Auf dem Plakat erscheint zugleich die Botschaft »We’re Always Watching« und das Logo des Social-Media-Konzerns Meta. Damit werden die sogenannten Smart Glasses des Konzerns kritisiert, in die eine Videokamera integriert ist. Jenner hat mit dem Konzern kooperiert, um eine eigene Linie der Meta Glasses in den Handel zu bringen, bei dem sie einem KI-Assistenten auch ihre Stimme lieh. Die Unternehmerin fungiert zudem als Werbegesicht.

Das Design des entstellten Werbeplakats erinnert an den satirischen Actionfilm »Sie leben«, den Horrormeister John Carpenter 1988 in die Kinos brachte. Ein Gelegenheitsarbeiter, gespielt vom Wrestler »Rowdy« Roddy Piper, findet in dem Film eine Sonnenbrille, mit der er Außerirdische in Menschengestalt erkennen kann. Die Invasoren kontrollieren die Oberschicht und halten die gewöhnliche Bevölkerung mit unterschwelligen Botschaften gefügig. Die Symbolsprache und plakative Botschaften wie »Obey« – zu Deutsch: »Gehorche« – sind mittlerweile Standard-Meme der Kapitalismuskritik.

Zugleich häufen sich Beschwerden von Frauen, die ohne ihr Einverständnis heimlich gefilmt wurden. Meta versucht, dieser Kritik zu begegnen, und hat kürzlich angekündigt, dass die Geräte ihren Dienst versagen sollen, wenn ihre Nutzer die Statusleuchte manipulieren, mit der angezeigt wird, dass eine Aufnahme läuft.

Die »Financial Times« berichtet aber auch, dass der Konzern an einer Version arbeite, bei der die Kamera dauerhaft aktiviert sei. Mehrere IT-Konzerne legen ihre Hoffnung in solche tragbaren Geräte, um Dienste mit künstlicher Intelligenz (KI) in den Alltag von immer mehr Menschen zu integrieren. Dazu sollen die Gadgets möglichst viel von der Umgebung des Trägers oder der Trägerin registrieren, um in jeder Situation direkt Hilfestellung geben zu können. OpenAI arbeitet Medienberichten zufolge an einem Smart Speaker, in dem ebenfalls Kamera und Mikrofone integriert sind.

Mit ihrer Brille wäre Kylie Jenner an immer mehr Orten nicht willkommen. Die Stadt Potsdam hat bereits angekündigt, solche Geräte in ihren Schwimmbädern zu verbieten, um insbesondere Besucherinnen zu schützen. Ähnliche Pläne gibt es in Baden-Württemberg.

Meta kooperiert etwa mit der Brillenmarke Ray Ban, um die KI-Brillen populär zu machen, hat aber auch günstigere Modelle auf den Markt gebracht. Weltweit wurden laut Hersteller bereits mehr als sieben Millionen Geräte verkauft.

2024 wurde eine 28-Jährige in Hamburg heimlich im Bikini von einem Mann mit Smart Glasses gefilmt. Das Video geht viral, in Kommentaren wird sie beleidigt.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Weitere Städte und Länder könnten Verbote für Smart Glasses in bestimmten öffentlichen Bereichen einführen.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wie werden Meta und andere Tech-Konzerne auf die Verbotspläne reagieren?
  • Werden weitere Städte ähnliche Verbote einführen?
  • Wie wird sich die Technologie der Smart Glasses weiterentwickeln?

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This article was originally published by Spiegel Netzwelt.

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