Mehrheit der Berliner befürwortet Randbebauung des Tempelhofer Feldes
L'essentiel
- Eine Umfrage der IHK Berlin zeigt, dass 59% der Berliner eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von Wohnraum befürworten.
- 81% sehen den Wohnungsmarkt als angespannt.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Eine repräsentative Umfrage der IHK Berlin zeigt eine Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner, die eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von Wohnraum befürworten. Dies steht im Kontrast zu einem Volksentscheid aus dem Jahr 2014, der eine Bebauung untersagte. Die Umfrage spiegelt auch die angespannte Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt wider.
Eine Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürwortet einer repräsentativen Umfrage zufolge die Randbebauung des Tempelhofer Feldes.
Auf die Frage «Wie stehen Sie zu einer maßvollen Bebauung am Rand des Tempelhofer Felds zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, wenn die zentrale Freifläche erhalten bliebe?» antworteten 59 Prozent «befürworte ich (eher)». Mit 25 Prozent sagten deutlich weniger: «lehne ich (eher) ab.» Das teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin mit, die die Umfrage in Auftrag gegeben hatte.
Ein Großteil der Befragten sieht erhebliche Probleme für Menschen auf Wohnungssuche: Auf die Frage «Wie schätzen Sie die aktuelle Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ein?» antworteten 64 Prozent mit «sehr angespannt» und 17 Prozent mit «eher angespannt» - zusammen 81 Prozent. Dagegen antworteten nur jeweils 3 Prozent mit «sehr entspannt» oder «eher entspannt».
«Die Berlinerinnen und Berliner sind bei der Frage der Randbebauung des Tempelhofer Feldes weiter als Teile der Politik. Ja, es gab einen Volksentscheid. Aber seither hat sich die Welt verändert», kommentierte der Präsident der IHK Berlin, Sebastian Stietzel, die Daten. «Günstigen Wohnraum gibt es nur, wenn mehr gebaut wird.»
Für die repräsentative Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa consulere aus Erfurt im Zeitraum vom 7. bis 14. April 1.000 Berlinerinnen und Berliner ab 16 Jahren. Die Stichprobe spiegelt den Angaben zufolge die demografische Struktur Berlins wider.
2014 hatte ein Volksentscheid ergeben, dass der ehemalige Flughafen in Tempelhof nicht bebaut werden darf. Seitdem ist über das Thema immer wieder diskutiert worden. Bereits im vergangenen Juli hatte sich bei einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des «Tagesspiegel» eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten für eine Randbebauung ausgesprochen, 33 Prozent dagegen.
Questions ouvertes
- Wie wird die Politik auf die neuen Umfragedaten reagieren?
- Welche konkreten Pläne gibt es für die Randbebauung?
- Wie wird der Volksentscheid von 2014 rechtlich behandelt?

