Nina Warken soll neue Kanzleramtsministerin werden
Die bisherige Bundesgesundheitsministerin soll Thorsten Frei nachfolgen, der am Mittwoch zum Fraktionsvorsitzenden gewählt werden soll. Carsten Linnemann soll das Gesundheitsministerium übernehmen.
L'essentiel
- Nina Warken, bisherige Bundesgesundheitsministerin, soll neue Kanzleramtsministerin werden und Thorsten Frei ablösen, der Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden soll.
- Carsten Linnemann soll Warkens Posten im Gesundheitsministerium übernehmen.
- Offizielle Bestätigungen stehen noch aus.
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Pourquoi c'est important
Die Personalrochade ist notwendig, weil der bisherige Fraktionschef Jens Spahn am vergangenen Samstag zurückgetreten war.
Die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll nach Informationen der ZEIT neue Kanzleramtsministerin werden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll Warken im Gesundheitsministerium wiederum durch den bisherigen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ersetzt werden. Eine offizielle Bestätigung dafür steht noch aus.
Die 47-jährige Warken würde damit auf Thorsten Frei folgen, der am kommenden Mittwoch von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt werden soll. Die Rochade ist nötig, weil der bisherige Fraktionschef Jens Spahn am vergangenen Samstag zurückgetreten war.
Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, soll die bisherige Schatzmeisterin der Partei, Franziska Hoppermann, Linnemanns Posten als CDU-Managerin übernehmen. Sie wäre ebenfalls die erste Frau in diesem Amt. Außerdem soll der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor (CDU), den Bund-Länder-Beauftragten Michael Meister im Kanzleramt ablösen. Auch diese Namen wurden bisher offiziell nicht bestätigt.
Nach Informationen der ZEIT könnte Bundeskanzler Friedrich Merz seine Entscheidungen am Freitagmorgen in Berlin vorstellen. Allerdings soll der CDU-Vorsitzende am Abend wohl noch zahlreiche Gespräche führen. Regierungssprecher Stefan Kornelius wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. »Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekannt geben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind«, sagte er.
Laschet lobt Frei und Warken
Der CDU-Politiker Armin Laschet äußerte sich am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung Maybrit Illner positiv zu den personellen Veränderungen in Regierung und Unionsfraktion. Er verwies auf Freis langjährige Tätigkeit in der Fraktionsspitze. Dort war der CDU-Politiker sowohl Fraktionsvize als auch parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion. »Sodass ich glaube, dass der Job besser zu ihm passt als der andere«, sagte Laschet.
Nina Warken habe das Gesundheitsressort laut Laschet sehr gut geführt. Sie könne sich tief in Dinge einarbeiten. Darin sieht der Ex-CDU-Chef eine gute Voraussetzung für ihre künftige Tätigkeit. Als Kanzleramtschefin müsse sie alle Ressorts koordinieren, viele Vorlagen kennen und lesen, sagte Laschet.
Nina Warken wäre die erste Frau, die das Bundeskanzleramt führt
Nina Warken wäre die erste Frau, die das Bundeskanzleramt führt. Sie sitzt im CDU-Präsidium und ist zudem Vorsitzende der Frauen Union. Vor ihrer Zeit als Gesundheitsministerin war Warken einer größeren Öffentlichkeit kaum bekannt. Doch hatte die Baden-Württembergerin schon von 2021 bis 2025 eine Führungsposition in der Unionsfraktion: Sie war parlamentarische Geschäftsführerin. Im Bundestag sitzt Warken mit einer kurzen Unterbrechung seit 2013. Daneben war sie von 2023 bis 2025 Generalsekretärin der CDU Baden-Württemberg, der sie seit 1999 angehört.
Warken wurde am 15. Mai 1979 in Bad Mergentheim geboren und machte Abitur in Tauberbischofsheim. Von 1998 bis 2002 studierte sie Jura in Heidelberg, legte bis 2005 beide Staatsexamen ab und war seit 2006 als Rechtsanwältin tätig. Derzeit lässt sie ihre Zulassung ruhen.
In der CDU begann sie ihre Karriere 1999 in der Jungen Union und saß von 2004 an 20 Jahre lang im Stadtrat von Tauberbischofsheim. Die Katholikin sagt über sich selbst: »Ich bin Mutter von drei Söhnen, verheiratet, Rechtsanwältin, Hobby-Tennisspielerin und mein ganzes Leben lang stolze Tauberbischofsheimerin.«
Warken zögerte aus familiären Gründen zunächst mit ihrer Zusage
Der Bundeskanzler hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass Kanzleramtschef Thorsten Frei als Nachfolger von Jens Spahn an die Fraktionsspitze wechseln wird. Schon seit Dienstagabend war Warken als Nachfolgerin von Frei im Gespräch, soll aber aus familiären Gründen zunächst mit ihrer Zusage gezögert haben. Wer Linnemann als Parteimanager nachfolgen soll, gilt noch als offen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Thorsten Frei soll am kommenden Mittwoch zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt werden.
Très probable · En quelques jours
Bundeskanzler Friedrich Merz könnte seine Entscheidungen am Freitagmorgen vorstellen.
Possible · En quelques heures
Questions ouvertes
- Wann wird Bundeskanzler Merz die Personalentscheidungen offiziell bekannt geben?



