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NRW-Landtag verschiebt Abstimmung über Untersuchungsausschuss zu Mobbingvorwürfen
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Die Zeit17.06.2026Politique3 dk okumaGermany

NRW-Landtag verschiebt Abstimmung über Untersuchungsausschuss zu Mobbingvorwürfen

L'essentiel

  • Der NRW-Landtag verschiebt die Abstimmung über einen Untersuchungsausschuss zu Mobbingvorwürfen gegen Bauministerin Scharrenbach.
  • Die SPD initiiert den Ausschuss "Machtmissbrauch und mangelnde Fürsorge", der auch die Verantwortung von Ministerpräsident Wüst und Innenminister Reul prüfen soll.
  • Rechtliche Bedenken der Regierungskoalition führten zur Verschiebung.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der nordrhein-westfälische Landtag verschiebt die Abstimmung über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu Mobbingvorwürfen gegen Bauministerin Ina Scharrenbach. Die SPD hatte den Ausschuss "Machtmissbrauch und mangelnde Fürsorge" initiiert.

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Der nordrhein-westfälische Landtag hat einen geplanten Beschluss über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses (PUA) zu den Mobbingvorwürfen gegen Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) verschoben.

Über den Untersuchungsausschuss soll das Plenum nun am Freitag abstimmen. Das hat nach Angaben von Landtagspräsident André Kuper die oppositionelle SPD-Fraktion beantragt.

Die SPD hatte den Ausschuss «PUA Machtmissbrauch und mangelnde Fürsorge» initiiert. Als größte Oppositionsfraktion könnte die SPD den Ausschuss auch gegen die Stimmen aller anderen vier Fraktionen durchsetzen, weil sie das notwendige Quorum überschreitet.

Grund für die Verschiebung waren nach dpa-Informationen rechtliche Bedenken der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen gegen den Einsetzungsbeschluss. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Ina Blumenthal, erklärte: «Wir sind der Auffassung, dass unser Antrag alle Anforderungen erfüllt, sind aber für Gespräche darüber offen.» Aus diesem Grund habe man sich darauf verständigt, den Tagesordnungspunkt auf Freitag zu verschieben, um Raum für die Gespräche zu geben.

Schwere Vorwürfe gegen Scharrenbach

Ausgangspunkt der Machtmissbrauchsvorwürfe gegen Scharrenbach war ein «Spiegel»-Bericht vom März. Dem Nachrichtenmagazin zufolge hatten sich Mitarbeiter über barsches Verhalten bis hin zu «gesundheitsschädigenden Umgangsformen» sowie «desaströses Führungsverhalten» der Ministerin beklagt. Die Arbeitsatmosphäre sei geprägt von «Angst und Schrecken». Die 49-jährige CDU-Politikerin hat Fehler eingeräumt und Verbesserungen angekündigt, Mobbing-Vorwürfe aber zurückgewiesen.

Auch Wüst und Reul im Visier der Opposition

Die SPD will in dem Untersuchungsausschuss nicht nur die aktuelle Affäre um Scharrenbach in den Blick nehmen, sondern den gesamten Zeitraum seit 2017, als die CDU in NRW an die Macht kam. Im Fokus steht dabei insbesondere die Verantwortung von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der seit Oktober 2021 Kabinettschef in Düsseldorf ist.

Außerdem soll das Führungsverhalten von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) untersucht werden, gegen den vereinzelt ebenfalls hausinterne Vorwürfe anonym über Medien laut geworden waren. Dabei war es um Einmischung in einen Mietstreit um ein marodes Polizeigebäude gegangen und um einen als «selbstherrlich» kritisierten Führungsstil.

Aufklärung im Eiltempo

Die Arbeit von Untersuchungsausschüssen endet mit der jeweiligen Wahlperiode. Das heißt, bis zur Landtagswahl im April 2027 bliebe dem Gremium zur Aufklärung nur noch wenig Zeit.

Questions ouvertes

  • Wann genau wird die neue Abstimmung stattfinden?
  • Welche konkreten rechtlichen Bedenken haben CDU und Grüne?
  • Werden weitere Minister oder Staatssekretäre in den Fokus rücken?

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This article was originally published by Die Zeit.

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